5. Sonntag nach Trinitatis

Sonntag, 12. Juli 2009

Titel: Das evangelische Kirchenjahr
Christusmonogramm mit A und O in der liturgischen Farbe Grün
12.7.2009 | 5. Sonntag nach Trinitatis
Sonntag
 

5. Sonntag
nach Trinitatis

 

 
Symbol

Nathan Söderblom

(† 12. Juli 1931 in Uppsala, Schweden)

Info

Fällt der →Tag Johannes des Täufers (24. Juni) auf den 5. Sonntag nach Trinitatis oder auf einen Tag der vorausgehenden oder folgenden Woche, dann sollen die Lesungen dieses Gedenktages an die Stelle der Sonntagslesungen treten.

 

Fällt der →Gedenktag der Augsburgischen Konfession auf den 5. Sonntag nach Trinitatis, dann kann sein →Proprium das Sonntagsproprium ersetzen, wenn dieser Sonntag nicht schon für die Feier des →Tags der Geburt Johannes des Täufers vorgesehen ist.

 

Fällt der →Tag der Apostel Petrus und Paulus (29. Juni) auf den 5. Sonntag nach Trinitatis oder in die Woche davor, dann wird an diesem Sonntag der Tag der Apostel Petrus und Paulus begangen. Dessen →Proprium ersetzt das Sonntagsproprium.

 

Fällt der→Tag des Besuchs Marias bei Elisabeth, Heimsuchung, (2. Juli) auf den 5. Sonntag nach Trinitatis oder auf einen Tag der vorausgehenden oder folgenden Woche, dann können die Lesungen dieses Gedenktages an die Stelle der Sonntagslesungen treten.

 

Fällt der→Tag des Apostels Jakobus des Älteren (25. Juli) auf den 5. Sonntag nach Trinitatis, dann wird der Tag des Apostels Jakobus des Älteren am Samstag davor oder an einem Tag in der folgenden Woche gefeiert.

 
Wirkung im Kirchenjahr 2008/2009

- keine -

 

Kalenderblätter

 

Bewegliches Datum
Der 5. Sonntag nach Trinitatis liegt zwischen dem<br>21. Juni und dem 25. Juli eines Jahres.
 
  • 5. Sonntag nach Trinitatis
  • 13. Sonntag nach →Ostern
  • Abhängig vom →Osterdatum
  • Der 5. Sonntag nach Trinitatis liegt zwischen dem
    21. Juni und dem 25. Juli eines Jahres.
Symbol: Abstand zum Osterfest
 
  • 91 Tage nach Ostern
  • am 92. Tag nach Ostern, gerechnet ab Ostersonntag
Titel Gottesdienstliche Ordnung
Symbol Evangelisch
 

Der evangelische

5. Sonntag
nach Trinitatis

Gottesdienstliche Ordnung

gültig in den Kirchenjahren 1978/1979 bis 2017/2018

 
 

Liturgische Farbe

 
Christusmonogramm mit A und O in der liturgischen Farbe Grün

Grün

 
 

Hallelujavers

 
 

Halleluja.

Der HERR leſſt ſein Heil verkündigen / Fur den Völckern leſſt er ſeine Gerechtigkeit offenbaren.

Halleluja.

→Ps 98,2     

 
 

Spruch und Psalm

 
Biblia
1545
 

Spruch für die Woche

 

Aus gnade ſeid jr ſelig worden / durch den glauben / vnd dasſelbige nicht aus euch / Gottes gabt iſt es.

→Eph 2,8

Pſalm
73
 

Psalm für die Woche

 

 

 

Lied für die Woche

 
Liedauswahl
EG 245 Lob und Dank sei Gott dem Herren
oder EG 241 Wach auf, du Geist der ersten Zeugen
 

EG: Evangelisches Gesangbuch

 
 

HERR thu meine Lippen auff

Das mein Mund deinen Rhum verkündige.

→Psalm 51,17

 

 

Textlesung und Predigt

Nach der Perikopenordnung der Evangelischen Kirche sind für Gottesdienste in den Jahren 2009 - 2014 die folgenden biblischen Texte vorgesehen:

 

Die biblischen Texte für die Lesungen

 
Lesung Text für die Lesung
Evangelium Zum TextLk 5,1-11
Epistel Zum Text1Kor 1,18-25
Altes Testament Zum Text1Mos 12,1-4a
   

 

 

Die biblischen Texte für die Predigt

Im Kirchenjahr 2008/2009 gilt die Reihe I.

 
Kirchen-
jahr
Datum Reihe Texte für die Predigt Weitere Texte
2008/2009 12.7.2009 I Zum TextLk 5,1-11 Zum Text1Kon 19,19-21
2009/2010 4.7.2010 II Zum Text1Kor 1,18-25 Zum TextHiob 28,12-14.20-28
2010/2011 24.7.2011 III Zum TextJoh 1,35-42 Zum TextHes 2,3-8a
2011/2012 8.7.2012 IV Zum Text1Mos 12,1-4a Zum TextGal 1,11-24
2012/2013 30.6.2013 V Zum TextLk 14,25-33
2013/2014 20.7.2014 VI Zum Text2Thess 3,1-5
   
 

Kirchenjahr und Datum:
Unsere Sortierung stellt jeweils das gewählte Kirchenjahr nach oben. Die Spalte »Datum« zeigt das tatsächliche Datum des Tages, für den der Predigttext galt.

Reihen:
Die Perikopenordnung von 1978/1979 kennt drei Lesetexte (je einen aus den Evangelien, den Episteln und dem Alten Testament) sowie sechs Predigttextreihen.
Die Reihen werden mit römischen Zahlen von I bis VI gekennzeichnet. Jede Reihe benennt die Bibeltexte (Perikopen) für alle Predigten in einem Kirchenjahr zwischen dem 1. Advent und dem Ewigkeitssonntag.

Die Reihen galten nacheinander. Sie umfassten somit die Zeitspanne von sechs Kirchenjahren.

Die Zählung der Reihen begann im Kirchenjahr 1978/1979 mit Reihe I und wurde kontinuierlich fortgeführt. Nach Reihe VI folgte wieder Reihe I.

Die Reihe I galt für das Kirchenjahr 2008/2009, danach wieder für das Kirchenjahr 2014/2015.
Die Reihe II galt für das Kirchenjahr 2009/2010. Danach wieder für das Kirchenjahr 2015/2016.

Weitere Texte:
Für diesen Tag standen weitere Bibeltexte zur Auswahl, die thematisch gut zum Tag passten. Aus ihnen konnte die Gemeinde unabhängig von Reihe und Kirchenjahr einen Text für die Predigt wählen, der dann den vorgesehenen Predigtext der gültigen Reihe ersetzte.

<

 

Titel Perikopen

5. Sonntag nach Trinitatis

Perikopen

Gültig für die Kirchenjahre 1978/1979 bis 2017/2018

DieTexte für Lesungen und Predigt nach der Perikopenordnung 1978/1999
aus der Lutherbibel von 1545

Biblia
1545

Gesetzt nach der Vorlage des Originals in Frakturschrift
mit Luthers Scholion in den Marginalspalten.

Ergänzt um Verszählung und Abschnittsüberschriften.

 

LESUNG AUS DEM EVANGELIUM UND PREDIGTTEXT

Evangelium nach Lukas

Lk 5,1-11

REIHE

I

 

Biblia

 

 

 

 

Euangelium
S. Lucas.

 

C. V.

 

 

Verse 1-11

Der Fiſchzug des Petrus
Die Berufung der erſten Jünger

|| →Mt 4,18-22    || →Mk 1,16-20

 

ES begab ſich aber / da ſich das Volck zu Jheſus drang / zu hören das wort Gottes / Vnd er ſtund am ſee Ge­ne­za­reth / 2vnd ſahe zwey ſchiff am ſee ſtehen / die Fiſcher aber waren aus­ge­tretten / vnd wuſchen jre Netze / 3Trat er in der ſchiff eins / welches Simonis war / vnd bat jn / das ers ein wenig vom lande füret. Vnd er ſatzte ſich / vnd leret das Volck aus dem ſchiff.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

4VND als er hatte auffgehört zu reden / ſprach er zu Simon / Fare auff die höhe / vnd werffet ewre Netze aus / das jr einen zug thut. 5Vnd Simon antwortet / vnd ſprach zu jm / Meiſter / wir haben die gantze Nacht geerbeitet / vnd nichts gefangen / Aber auff dein Wort / wil ich das Netze auswerffen. 6Vnd da ſie das theten / beſchloſſen ſie eine groſſe menge Fiſche / vnd jr Netz zureis. 7Vnd ſie wincketen jren Geſellen / die im andern ſchiff waren / das ſie kemen / vnd hülffen jnen ziehen. Vnd ſie kamen / vnd fülleten beide Schiff vol / alſo / das ſie ſuncken.

 

 

 

 

 

 

 

 

Matt. 4.

Mar. 1.

 

 

 

 

 

 

 

8DA das Simon Petrus ſahe / Fiel er Jheſu zu den knien / vnd ſprach / HErr / gehe von mir hinaus / Ich bin ein ſündiger Menſch. 9Denn es war jn ein ſchrecken ankomen / vnd alle die mit jm waren / vber dieſem Fiſchzug / den ſie mit einander gethan hatten / 10Deſſelbigen gleichen auch Jacobum vnd Johannem / die ſöne Zebedei / Simonis geſellen. Vnd Jheſus ſprach zu Simon / Fürchte dich nicht / Denn von nu an wirſtu Menſchen fahen. 11Vnd ſie füreten die Schiff zu lande / vnd verlieſſen alles / vnd folgeten jm nach.

 

 

 

LESUNG AUS DEN EPISTELN UND PREDIGTTEXT

Erster Brief des Paulus an die Gemeinde in Korinth

1Kor 1,18-25

REIHE

II

 

Biblia

 

 

 

 

Die Erſte Epiſtel
S. Páuli:
An die Córinther.

 

C. I.

 

 

Aus dem Abschnitt

Die Weisheit der Welt iſt Torheit vor Gott

Verse 18-25

 

 

Paulus schreibt:

 

 

 

 

 

 

Jeſa. 29.

 

 

Jeſa. 33.

DAs wort vom Creutz iſt eine tor­heit / denen / die verloren wer­den / Vns aber / die wir ſelig werden / iſts eine Gottes krafft. 19Denn es ſtehet geſchrieben / Ich wil vmbbringen die weisheit der Weiſen / vnd den verſtand der Verſtendigen / wil ich verwerffen. 20Wo ſind die Klugen? Wo ſind die Schrifftgelerten? Wo ſind die Welt weiſen? Hat nicht Gott die weisheit dieſer Welt zur torheit gemacht?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

21DEnn die weil die Welt / durch jre weisheit / Gott in ſeiner weisheit nicht erkandte / Gefiel es Gott wol / durch törichte Predigte ſelig zu machen / die / ſo dar an gleuben. 22Sintemal die Jüden Zeichen foddern / vnd die Griechen nach Weisheit fragen. 23Wir aber predigen den gecreutzigten Chriſt / Den Jüden eine Ergernis / Vnd den Griechen eine Torheit / 24Denen aber die beruffen ſind / beide Jüden vnd Griechen / predigen wir Chriſtum / göttliche Krafft vnd göttliche Weisheit. 25Denn die göttliche Torheit iſt weiſer denn die Menſchen ſind / vnd die göttliche Schwacheit iſt ſtercker denn die Menſchen ſind.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gött­li­che tor­heit vnd ſchwach­eit iſt das Eu­an­ge­lium / das fur den Klu­gen ner­riſch / fur den Hei­li­gen ket­ze­riſch / Aber fur den Chri­ſten mech­tig vnd wei­ſe iſt.

 

 

 

LESUNG AUS DEM ALTEN TESTAMENT UND PREDIGTTEXT

Erstes Buch Mose | Genesis

1Mos 12,1-4a

REIHE

IV

 

Biblia

 

 

 

 

Das Erſte Bucĥ
Móẛe.

 

C. XII.

 

 

Aus dem Abschnitt

Abrams Berufung und der Aufbruch nach Kanaan

Verse 1-4a

→Acto. 7.

→Ebre. 11.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

→Gal. 3.

DEr HERR ſprach zu Abram / Gehe aus deinem Vaterland / vnd von deiner Freundſchafft / vnd aus deines Vatershauſe / In ein Land / das ich dir zeigen wil. 2Vnd ich wil dich zum groſſen Volck machen / vnd wil dich ſegenen / vnd dir einen groſſen Namen machen / vnd ſolt ein Segen ſein / 3Ich wil ſegenen die dich ſegenen / Vnd verfluchen die dich verfluchen. Vnd in dir ſollen geſegenet werden alle Geſchlecht auff Erden.

Abram.

 

 

 

 

 

DA zoch Abram aus / wie der HERR zu jm geſagt hatte /

 

 

 

 

PREDIGTTEXT AUS DEM NEUEN TESTAMENT

Evangelium nach Johannes

Joh 1,35-42

REIHE

III

 

Biblia

 

 

 

 

Euangelium
S. Johannes.

 

C. I.

 

 

Aus dem Abschnitt

Die erſten Jünger

Verse 35-42

 

DES andern tags ſtund abermal Johannes / vnd zween ſeiner Jünger am Jordan. 36Vnd als er ſahe Jheſum wandeln / ſprach er / Sihe / das iſt Gottes Lamb. 37Vnd zween ſeiner Jünger höreten jn reden / vnd folgeten Jheſu nach. 38Jheſus aber wandte ſich vmb / vnd ſahe ſie nach folgen / vnd ſprach zu jnen / Was ſuchet jr? Sie aber ſprachen zu jm / Rabbi (das iſt verdolmetſcht / Meiſter) Wo biſtu zur herberge? 39Er ſprach zu jnen / Kompt vnd ſehets. Sie kamen vnd ſahens / vnd blieben denſelbigen tag bey jm. Es war aber vmb die zehende ſtunde.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

40EIner aus den Zween / die von Johanne höreten / vnd Jheſu nachfolgeten / war Andreas der bruder Simonis Petri. 41Derſelbige findet am erſten ſeinen bruder Simon / vnd ſpricht zu jm / Wir haben den Meſſias funden (welches iſt verdolmetſcht / der Geſalbete) 42Vnd füret jn zu Jheſu. Da jn Jheſus ſahe / ſprach er / Du biſt Simon Jonas ſon / du ſolt Kephas heiſſen / das wird verdolmetſcht / ein fels.

 

 

 

 

 

 

(Meſſias)

Chriſtus Griech­iſch / Geſalbe­ter deudſch / vnd Meſſias Ebre­iſch / iſt ein ding.

 

 

 

PREDIGTTEXT AUS DEM NEUEN TESTAMENT

Evangelium nach Lukas

Lk 14,25-33

REIHE

V

 

Biblia

 

 

 

 

Euangelium
S. Lucas.

 

C. XIIII.

 

 

Verse 25-33

Die Bedingungen der Nachfolge

ES gieng aber viel Volcks mit Jheſus / Vnd er wandte ſich / vnd ſprach zu jnen / 26So jemand zu mir kompt vnd haſſet nicht ſeinen Vater / Mutter / Weib / Kind / Brüder / Schweſter / auch dazu ſein eigen Leben / der kan nicht mein Jünger ſein. 27Vnd wer nicht ſein Creutz tregt / vnd mir nachfolget / der kan nicht mein Jünger ſein.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

28WEr iſt aber vnter euch / der einen Thurn bawen wil / vnd ſitzt nicht zuuor / vnd vberſchleget die Koſt / ob ers habe hinaus zu füren? 29Auff das nicht / wo er den Grund gelegt hat / vnd kans nicht hin aus füren / alle die es ſehen / fahen an ſein zu ſpotten / 30vnd ſagen / Dieſer Menſch hub an zu bawen / vnd kans nicht hin aus füren. 31Oder welcher König wil ſich begeben in einen Streit / wider einen andern König / vnd ſitzt nicht zuuor vnd ratſchlaget / Ob er künde mit zehen tauſent begegen / dem / der vber jn kompt mit zwenzig tauſent? 32Wo nicht / ſo ſchickt er Botſchafft / wenn jener noch ferne iſt / vnd bittet vmb Friede. 33Alſo auch ein jglicher vnter euch / der nicht a abſaget allem das er hat / kan nicht mein Jünger ſein.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

a

(Abſaget)

Fur dem göttlich­en Gerichte mag niemand beſtehen. Er verzage denn an alle ſeinem ver­mügen / vnd ſuche gnade / vnd bitte vmb hülffe in Chriſto.

 

 

 

PREDIGTTEXT AUS DEM NEUEN TESTAMENT

Zweiter Brief des Paulus an die Gemeinde in Thessaloniki

2Thess 3,1-5

REIHE

VI

 

Biblia

 

 

 

 

Die ánder Epiſtel
S. Páuli:
An die Theſſalonicĥer.

 

C. III.

 

 

Verse 1-5

Gegenſeitige Fürbitte

 

 

Paulus schreibt:

 

LIeben Brüder / betet fur vns / das das wort des HErrn lauffe / vnd gepreiſet werde / wie bey euch / 2Vnd das wir erlöſet werden von den vnartigen vnd argen Menſchen. Denn der glaube iſt nicht jedermans ding / 3Aber der HErr iſt trew / der wird euch ſtercken vnd bewaren fur dem argen. 4Wir verſehen vns aber zu euch in dem HErrn / das jr thut vnd thun werdet / was wir euch gebieten. 5Der HErr aber richte ewre hertzen zu der liebe Gottes / vnd zu der gedult Chriſti.

 

 

 

 

 

 

(Vnartigen)

Das ſind die wil­den / ſtör­ri­gen / wün­der­li­chen / Ketz­er­iſchen köpf­fe.

 

 

 

WEITERER TEXT ZUR AUSWAHL FÜR DIE PREDIGT

Erstes Buch der Könige

1Kon 19,19-21

POOL

M
1

 

Biblia

 

 

 

 

Das Erſte Bucĥ
von den Kònigen.

 

C. XIX.

 

 

Verse 19-21

Die Berufung des Eliſa zum Propheten

 

ELia gieng weiter / vnd fand Eliſa den ſon Saphat / das er pflüget mit zwelff Jochen fur ſich hin / vnd er war ſelbs vnter den zwelffen / vnd Elia gieng zu jm / vnd warff ſeinen Mantel auff jn. 20Er aber lies die Rinder / vnd lieff Elia nach / vnd ſprach / Las mich meinen Vater vnd meine Mutter küſſen / ſo wil ich dir nachfolgen. Er ſprach zu jm / Gehe hin vnd kom wider / denn ich hab etwas mit dir zu thun. 21Vnd er lieff wider von jm vnd nam ein joch Rinder vnd opffert es / vnd kochet das fleiſch mit dem holtzwerg an den rindern / vnd gabs dem Volck das ſie aſſen / Vnd macht ſich auff vnd folgete Elia nach / vnd dienete jm.

Eliſa.

 

 

 

WEITERER TEXT ZUR AUSWAHL FÜR DIE PREDIGT

Buch des Hiob

Hiob 28,12-14.20-28

POOL

M
2

 

Biblia

 

 

 

 

Das Bucĥ Hiob.

 

C. XXVIII.

 

 

Aus dem Abschnitt

Das Lied von der Weisheit Gottes

Verse 12-14

 

 

Hiob sprach:

 

WO wil man aber Weisheit finden? Vnd wo iſt die ſtete des verſtands? 13Niemand weis wo ſie ligt / vnd wird nicht funden im Lande der lebendigen. 14Der abgrund ſpricht / Sie iſt in mir nicht / vnd das Meer ſpricht / ſie iſt nicht bey mir.

 

 

 

 

 

Verse 20-28

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

20WO her kompt denn die Weisheit? vnd wo iſt die ſtete des Verſtands? 21Sie iſt verholen fur den augen aller Lebendigen / auch verborgen den vogeln vnter dem Himel. 22Das verdamnis vnd der tod ſprechen / Wir haben mit vnſern ohren jr gerücht gehöret. 23Gott weis den weg dazu / vnd kennet jre ſtete. 24Denn er ſihet die ende der Erden / vnd ſchawet alles was vnter dem Himel iſt. 25Da er dem Winde ſein gewicht machete / vnd ſetzete dem Waſſer ſeine gewiſſe maſſe. 26Da er dem Regen ein ziel machete / vnd dem Blitzen vnd Donner den weg. 27Da ſahe er ſie / vnd erzelet ſie / bereitet ſie vnd er fand ſie. 28Vnd ſprach zum Menſchen / Sihe / die furcht des HERRN / das iſt die Weisheit / vnd meiden das böſe / das iſt Verſtand.

 

 

 

 

WEITERER TEXT ZUR AUSWAHL FÜR DIE PREDIGT

Buch des Propheten Hesekiel

Hes 2,3-8a

POOL

M
3

 

Biblia

 

 

 

 

Der Próphet Heſekiel.

 

C. II.

 

 

Aus dem Abschnitt

Die Berufung zum Prophetenamt

Verse 3-8a

 

 

Hesekiel berichtet von seiner Vision:

 

GOTT ſprach zu mir / Du Men­ſchen­kind / Ich ſende dich zu den kindern Iſrael / zu dem abtrünnigen Volck / ſo von mir abtrünnig worden ſind / Sie ſampt jren Vetern / haben bis auff dieſen heutigen tag wider mich gethan. 4Aber die Kinder / zu welchen ich dich ſende / haben harte Köpffe / vnd verſtockte Hertzen / Zu den ſoltu ſagen / So ſpricht der HErr HERR /5ſie gehorchen oder laſſens / Es iſt wol ein vngehorſam Haus / Dennoch ſollen ſie wiſſen / das ein Prophet vnter jnen iſt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

VND du Menſchenkind / ſolt dich fur jnen nicht fürchten / noch fur jren worten fürchten / Es ſind wol widerſpenſtige vnd ſtachliche Dornen bey dir / vnd du woneſt vnter den Scorpion / Aber du ſolt dich nicht fürchten / fur jren worten / noch fur jrem Angeſicht dich entſetzen / Ob ſie wol ein vngehorſam Haus ſind. 7Sondern du ſolt jnen mein wort ſagen / ſie gehorchen oder laſſens / Denn es iſt ein vngehorſam Volck.

 

 

 

 

 

8aABer du Menſchenkind / höre du / was ich dir ſage / vnd ſey nicht vngehorſam / wie das vngehorſame Haus iſt /

 

 

 

WEITERER TEXT ZUR AUSWAHL FÜR DIE PREDIGT

Brief des Paulus an die Gemeinden in Galatien

Gal 1,11-24

POOL

M
4

 

Biblia

 

 

 

 

Die Epiſtel S. Páuli:
An die Gálater.

 

C. I.

 

 

Verse 11-24

Das Amt und die Autorität des Paulus als Berufener und Apoſtel

 

 

Paulus schreibt:

 

ICH thu euch aber kund / lieben Brü­der / das das Euangelium / das von mir geprediget iſt / nicht menſch­lich iſt / 12Denn ich hab es von keinem Menſchen empfangen / noch gelernet / Sondern durch die offenbarung Jheſu Chriſti. 13Denn jr habt je wol gehöret meinen wandel weiland im Jüdenthum / Wie ich vber die maſſe die gemeine Gottes verfolgete vnd verſtörete ſie / 14vnd nam zu im Jüdenthum / vber viel meines Gleichen / in meinem Geſchlecht / vnd eiuert vber die maſſe vmb das veterliche Geſetz.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

15DA es aber Gotte wolgefiel / der mich von meiner Mutterleibe hat ausgeſondert / vnd beruffen durch ſeine gnade / 16Das er ſeinen Son offenbaret in mir / das ich jn durchs Euangelium verkündigen ſolte vnter den Heiden. Alſo bald fur ich zu / vnd beſprach mich nicht darüber mit Fleiſch vnd Blut / 17Kam auch nicht gen Jeruſalem / zu denen / die vor mir Apoſtel waren / Sondern zoch hin in Arabiam / vnd kam widerumb gen Damaſcon. 18Darnach vber drey jar / kam ich gen Jeruſalem / Petrum zu ſchawen / vnd bleib funffzehen tage bey jm. 19Der andern Apoſtel aber ſahe ich keinen / on Jacobum des HErrn bruder. 20Was ich euch aber ſchreibe / Sihe / Gott weis / ich liege nicht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

21DArnach kam ich in die lender Syria vnd Cilicia. 22Ich war aber vnbekand von angeſichte / den Chriſtlichen gemeinen in Judea. 23Sie hatten aber alleine gehöret / Das / der vns weiland verfolgete / der prediget jtzt den glauben / welchen er weiland verſtörete / 24Vnd preiſeten Gott vber mir.

 

 

 

Gedankenpausen

 

»Der Gerechte wird seines Glaubens leben.«

Römerbrief, Kapitel 1, Verse 16a und 17

 

Leittext für die Zeit nach Trinitatis

Wir ha­ben den Text→Römer 1,16A.17 als Leit­text für die Bei­trä­ge zu den Sonn­ta­gen nach Tri­ni­ta­tis ge­wählt. In die­ser Zeit ste­hen die The­men »Glau­be« und »Ge­mein­de« im Vor­der­grund der Ver­kün­di­gung. Es geht um die Fra­ge­stel­lun­gen, was Glau­ben ist, wie sich Glau­ben zeigt und aus­wirkt, wie die Ge­mein­de Glau­ben um­set­zen und le­ben kann, wie Glau­ben die Ge­mein­de formt.

Ne­ben dem Vaterunser, der Se­gens­bi­tte und dem Glau­bens­be­kenn­tnis bie­ten die Aus­füh­run­gen von Pau­lus wun­der­ba­re An­lei­tun­gen für prak­ti­zier­tes Chris­ten­tum. Sie er­klä­ren in äu­ßert knap­per Form Sinn, In­hal­te und Ziel des Glau­bens.

Sie fin­den An­re­gun­gen für ei­ge­nen Ge­dan­ken über das The­ma Glau­ben in die­sem Ar­ti­kel:

Die Einladung zum Glauben | © Geschütztes Bildmaterial
Zum Artikel

→Die Einladung zum Glauben

Genügt es, Glau­ben zu be­ken­nen? Wie wirkt sich die­ses Be­kennt­nis aus? Ist mehr zu tun? Wie kann ich den Er­folg mes­sen? Was ist das Ziel des Glau­bens?

Anregungen für Ihre Gedanken

 

»Frewet euch mit den Frölichen /

vnd weinet mit den Weinenden.

Habt mit allen Menſchen Friede.«

→Römerbrief 12,15.18

Zum Gebrauch

Für die in­halt­li­che und the­ma­ti­sche Ge­stal­tung der Got­tes­dien­ste schla­gen die Ord­nun­gen der evan­ge­li­schen Kir­chen seit Jahr­hun­der­ten bib­li­sche Tex­te vor.

Die hier ge­bo­te­nen Tex­te fol­gen ei­ner Kir­chen­ord­nung, die heu­te nicht mehr gül­tig ist!

Bit­te ru­fen Sie den Kir­chen­tag im ak­tu­el­len Jahr auf, wenn Sie wis­sen möch­ten, wel­che Bi­bel­stel­len für Le­sun­gen und Pre­digt nach der gül­ti­gen Kir­chen­ord­nung für den Got­tes­dienst emp­foh­len wer­den.

 

Hinweise zur Stilkunst.de-Ausgabe der Lutherbibel von 1545

Erläuterungen zum Satz und zur Typografie des Bibeltextes

Der Text aus der Luther­bi­bel ist auf un­se­ren Sei­ten in An­leh­nung an das Druck­bild des Ori­gi­nals von 1545 wie­der­ge­ge­ben.

Den Sei­ten­auf­bau, die ver­wen­de­ten Schrif­ten, die Schreib­re­geln der Frak­tur­schrift und Luthers In­ten­tio­nen, mit der Ty­po­gra­fie Le­se­hil­fen be­reit­zu­stel­len, er­läu­tert dem in­ter­es­sier­ten Le­ser un­ser Ar­ti­kel »Satz und Ty­po­gra­fie der Luther­bi­bel von 1545«.

 

 

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Titel

→Der Gerechte wird seines Glaubens leben

Römer 1,16a.17 | Lutherbibel 1545

Der Gerechte wird ſeines Glaubens leben.

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Die Ka­len­der­an­ga­ben be­zie­hen sich ab dem Jahr 1949 auf Ka­len­der der Bun­des­re­pu­b­lik Deutsch­land (DE).
Die Datums- und Zeit­an­ga­ben gel­ten nach Mit­tel­eu­ro­pä­i­scher Zeit, in Zei­ten mit ge­setz­li­cher Som­mer­zeit­re­ge­lung nach Mit­tel­eu­ro­pä­i­scher Som­mer­zeit (→MEZ/MESZ | CET/CEST).
Fehler und Irr­tü­mer sind nicht aus­ge­schlos­sen. Alle An­ga­ben →ohne Ge­währ.