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Muss man nicht lesen, kann man aber!

Der Himmel steht nicht jedem offen

28. Juni 2024

 


Dürfen Christen über christliches und nicht-christliches Denken, Reden und Handeln ihrer Mitmenschen urteilen?

Immer wieder verweisen Menschen auf das Gebot aus der Bergpredigt, man solle nicht urteilen, wenn gläubige Christen ihre Haltung als nicht-christlich bezeichnen. Sie versuchen so, ihre moralischen, sozialen, gesellschaftspolitischen und politischen Sichtweisen und das daraus resultierende Verhalten über ihre Person als Teil der christlichen Gemeinschaft zu rechtfertigen.

Doch in den Evangelien wird es anders erzählt. Dort bekommt Petrus sogar die Vollmacht, sozusagen das jüngste Gericht vorzuziehen. Jesus wird im jüngsten Gericht sein Urteil ganz sicher berücksichtigen. Jesus spricht zu ihm:

»Ich will dir die Schlüssel des Himmelreichs geben: Was du auf Erden binden wirst, soll auch im Himmel gebunden sein, und was du auf Erden lösen wirst, soll auch im Himmel gelöst sein.« (Mt 16,19).

Petrus steht im Kontext dieser Rede Jesu für die Kirche, die er gründen soll. Die Kirche wiederum ist die Gemeinschaft der gläubigen Christen. Das Wort Jesu autorisiert somit nicht allein Petrus, sondern die Gemeinschaft der gläubigen Christen.

Anders als in der katholischen Auslegung wird dies in der evangelischen Lehre nicht als exklusive Autorität des Petrus oder eines Papstamtes verstanden, sondern als Auftrag an alle Gläubigen.

Tja, Pech für alle, die christliche Gebote bewusst missachten, und dann darauf pochen möchten, dass Jesus alle liebe und jeden willkommen heiße.

Der Himmel steht nicht jedem offen.

Sabrina

Kategorien: Kirche und Religion | Glaube

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Unser Glück in friedlichen Zeiten

22. Juni 2024

In einer Welt, die oft von Konflikten und Krisen geprägt ist, dürfen wir uns glücklich schätzen, in einer Zeit und an einem Ort zu leben, wo Frieden, Sicherheit und Wohlstand herrschen.

Wir wachen jeden Morgen auf, ohne die Angst vor Bomben oder Schüssen zu haben. Unsere Kinder können unbeschwert zur Schule gehen, ohne Furcht vor Gewalt oder Entführung.

Der Kühlschrank ist gefüllt, und wir müssen uns keine Sorgen machen, woher die nächste Mahlzeit kommt. Sauberes Wasser fließt aus unseren Leitungen – eine Selbstverständlichkeit, die für viele Menschen auf der Welt ein unerreichbarer Luxus ist. Wir haben ein Dach über dem Kopf, das uns vor Wind und Wetter schützt, und Kleidung, die uns wärmt.

Medizinische Versorgung steht uns zur Verfügung, wenn wir krank werden. Wir haben die Freiheit, unsere Meinung zu äußern, zu wählen und unser Leben nach unseren Vorstellungen zu gestalten. All diese Dinge, die wir oft als selbstverständlich hinnehmen, sind in Wahrheit große Privilegien.

Wir sollten dankbar sein für dieses Glück und es nicht als gegeben betrachten. Mögen wir uns immer bewusst sein, dass Frieden und Wohlstand keine Selbstverständlichkeit sind, sondern kostbare Güter, die es zu schätzen und zu bewahren gilt. Man kann dies alles sehr schnell verlieren.

Lasst uns auch daran denken, dass es unsere Verantwortung ist, denen zu helfen, die nicht in solch glücklichen Umständen leben.

Sabrina

Kategorien: Gegen Gewalt - für Frieden | Hope for the Future

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Erinnerungen an Sabrina

4. August 2023

Sabrina ist der Name eines Mädchens, das über Tage und Wochen wach­sen durf­te, aber doch nie ge­bo­ren wur­de.


Endlich, nach vielen Jahren, ist es mir ge­lun­gen, ein Vi­deo zu fi­na­li­sie­ren, das ich bereits vor etwa 12 Jahren begonnen hatte.


Das Video hält für mich die Er­in­ne­rung an Sabrina fest. Es sind Er­in­ne­run­gen an eine Zeit voller Träu­me, voller Hoff­nun­gen und voller Freude. Es ist aber auch eine Zeit gewesen, über die sich düstere Wolken legten, die viel Schmerz verursachte und von tie­fer Trau­er bestimmt war.


Es mag stimmen, dass Schmerz vergeht, aber Trauer vergeht nicht. Jedenfalls nicht ganz.


Das Video er­klärt ei­nen der Grün­de, wa­rum hier auf Stilkunst.de der Na­me Sabrina so oft auf­taucht.


Titelbild zum Video

Titelbild zu Video

Das Video und die Erklärung, warum es im Titelbild heißt »Erinnerungen an Tschernobyl«, findet ihr hier: → Zum Video.

Wir wünschen Euch viel Spaß auf Stilkunst.de!

Reiner

Kategorien: In eigener Sache | Atomkraft

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Texte der Lutherbibel von 1545 zum Hören

14. Juli 2023

Die Lutherbibel von 1545 ist mit ihrem Frakturzeichensatz nicht leicht zu lesen. Wir bieten hier Videos, in denen ausgewählte Perikopen aus den Sonntagsreihen der evangelischen Kirchenordnungen vorgelesen werden.

Ein erster Text ist die Evangeliumsperikope aus dem Evangelium nach Lukas zum → 5. Sonntag nach Trinitatis.


Dieser Text in Lk 5,1-11 erzählt die Geschichte vom Fischzug des Petrus und von der Berufung der ersten Jünger durch Jesus.


Je nach unseren zeitlichen Möglichkeiten werden weitere Texte folgen.


Gelesen werden die Texte von Reiner Makohl.
Für einen musikalischen Rahmen haben wir J.S. Bachs Präludium in C-Dur gewählt, gespielt auf einer Gitarre (©by Bluevalley).


Wir hoffen, damit unser Angebot auch für jene Besucher abzurunden, denen das Lesen der Texte nicht leicht fällt oder die kirchliche Textlesungen auch gerne wörtlich nehmen, also das Vorlesen bevorzugen statt die Texte selbst zu lesen.


Die Videosammlung finden Sie hier: → Video-Hörbuch


In den Seiten zu den Sonn- und Feiertagen des evangelischen Kirchenjahres haben wir zusätzlich die Audio-Dateien eingebracht. Die zugehörigen Texte, die vorgelesen werden, befinden sich direkt darunter.


In beiden Fällen können die Texte beim Zuhören auch selbst gelesen werden. Wer aber möchte, kann auch einfach die Augen schließen, sich zurücklehnen und das gesprochene Wort in sich aufnehmen.


Wir wünschen Ihnen viel Spaß auf Stilkunst.de!

Sabrina

Kategorien: In eigener Sache | Neu bei Stilkunst

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Seebeben vor Fukushima

25. Oktober 2013

G erade melden es die Nachrichten: Ein Seebeben vor Japan löste heute einen leichten Tsunami aus, der die Küste vor Fukushima und somit das dortige Kernkraftwerk bedrohte. So, wie es berichtet wird, war die Kraft des Tsunamis gering. Er stellte wohl anders als der Tsunami vom 11. März 2011 keine Gefahr für das Kernkraftwerk dar. Zum Glück!

Wollen wir hoffen, dass das so bleibt! Wollen wir hoffen, dass die Reparaturmaßnahmen am Kernkraftwerk Fukushima zügig vorankommen. Wollen wir hoffen, dass keine weiteren Leben gefährdet werden!

Link zum Beitrag 11. März | GAU im AKW Fukushima

 

Die Nukearkatstrophe von Fukushima

Am 11. März 2011 um 14:46 Uhr Ortszeit erschütterte das Tōhoku-Erdbeben den Meeresgrund vor der Ostküste Japans. Das Epizentrum lag etwa 163 km nordöstlich des Kernkraftwerks Fukushima. Damit wurde eine Reihe von Unfällen eingeleitet, die sich am und im Kraftwerk in den folgenden Sekunden und Tagen ereigneten.

Über die Ereignisse im Zusammenhang mit der Nuklearkatastrophe von Fukushima hatten wir hier im BLOG bereits berichtet. Unser Kalender führt den 11. März zum Gedenken an diese Katastrophe (Klicken sie auf das Kalendersymbol oben, um dort hinzugelangen).

Wir haben den Tag eingeordnet als Gedenktag gegen Gewalt – weil wir der Überzeugung sind, dass Menschen körperliche und psychische Gewalt angetan wird, wenn es zum GAU kommt. Und der GAU wird als Restrisiko in Kauf genommen.

Mit welcher Härte dieses Restrisiko das Land und seine Bevölkerung, die Gesellschaft und die Wirtschaft treffen kann, belegen Tschernobyl und Fukushima auf traurige Weise.

Wollen wir hoffen, dass Menschen daraus Lehren ziehen und klüger werden. Wissender sind wir ja nun bereits.

Sabrina

Kategorien: Atomkraft | Hope for the Future

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