9. Sonntag nach Trinitatis

Sonntag, 9. August 2009

Titel: Das evangelische Kirchenjahr
Christusmonogramm mit A und O in der liturgischen Farbe Grün
9.8.2009 | 9. Sonntag nach Trinitatis
Sonntag
 

9. Sonntag
nach Trinitatis

 

 
Symbol

Adam Reusner

(† 1563 oder 1582, vermutlich in Mindelheim)

Symbol

Edith Stein

(† 9. August 1942 im KZ Auschwitz-Birkenau)

 

Bewegliches Datum
Der 9. Sonntag nach Trinitatis liegt zwischen dem<br>19. Juli und dem 22. August eines Jahres.
 
  • 9. Sonntag nach Trinitatis
  • 17. Sonntag nach →Ostern
  • Abhängig vom →Osterdatum
  • Der 9. Sonntag nach Trinitatis liegt zwischen dem
    19. Juli und dem 22. August eines Jahres.
Symbol: Abstand zum Osterfest
 
  • 119 Tage nach Ostern
  • am 120. Tag nach Ostern, gerechnet ab Ostersonntag
Titel Gottesdienstliche Ordnung
Symbol Evangelisch
 

Der evangelische

9. Sonntag
nach Trinitatis

Gottesdienstliche Ordnung

gültig in den Kirchenjahren 1978/1979 bis 2017/2018

 
 

Liturgische Farbe

 
Christusmonogramm mit A und O in der liturgischen Farbe Grün

Grün

 
 

Hallelujavers

 
 

Halleluja.

Es müſſen ſich frewen vnd frölich ſein / alle die nach dir fragen / Vnd die dein Heil lieben / müſſen ſagen allwege / Der HERR ſey hoch gelobt.

Halleluja.

→Ps 40,17     

 
 

Spruch und Psalm

 
Biblia
1545
 

Spruch für die Woche

 

Welchem viel gegeben iſt / bey dem wird man viel ſuchen / Vnd / welchem viel befolhen iſt / von dem wird man viel foddern.

→Lk 12,48b

Pſalm
40
 

Psalm für die Woche

 

 

 

Lied für die Woche

 
Liedauswahl
EG 497 Ich weiß, mein Gott, dass all mein Tun
 

EG: Evangelisches Gesangbuch
EG West: Evangelisches Gesangbuch Ausgabe Rheinland, Westfalen, Lippe, Reformierte Kirche
Regional: Weitere Regionalteile des EG

 
 

HERR thu meine Lippen auff

Das mein Mund deinen Rhum verkündige.

→Psalm 51,17

 

 

Textlesung und Predigt

Nach der Perikopenordnung der Evangelischen Kirche sind für Gottesdienste in den Jahren 2009 - 2014 die folgenden biblischen Texte vorgesehen:

 

Die biblischen Texte für die Lesungen

 
Lesung Text für die Lesung
Evangelium Zum TextMt 25,14-30
Epistel Zum TextPhil 3,7-11(12-14)
Altes Testament Zum TextJer 1,4-10
   

 

 

Die biblischen Texte für die Predigt

Im Kirchenjahr 2008/2009 gilt die Reihe I.

 
Kirchen-
jahr
Datum Reihe Texte für die Predigt Weitere Texte
2008/2009 9.8.2009 I Zum TextMt 25,14-30 Zum Text1Kon 3,16-28
2009/2010 1.8.2010 II Zum TextPhil 3,7-11(12-14) Zum TextHes 3,17-19
2010/2011 21.8.2011 III Zum TextMt 7,24-27 Zum TextLk 16,10-13
2011/2012 5.8.2012 IV Zum TextJer 1,4-10
2012/2013 28.7.2013 V Zum TextMt 13,44-46
2013/2014 17.8.2014 VI Zum Text1Petr 4,7-11
   
 

Kirchenjahr und Datum:
Unsere Sortierung stellt jeweils das gewählte Kirchenjahr nach oben. Die Spalte »Datum« zeigt das tatsächliche Datum des Tages, für den der Predigttext galt.

Reihen:
Die Perikopenordnung von 1978/1979 kennt drei Lesetexte (je einen aus den Evangelien, den Episteln und dem Alten Testament) sowie sechs Predigttextreihen.
Die Reihen werden mit römischen Zahlen von I bis VI gekennzeichnet. Jede Reihe benennt die Bibeltexte (Perikopen) für alle Predigten in einem Kirchenjahr zwischen dem 1. Advent und dem Ewigkeitssonntag.

Die Reihen galten nacheinander. Sie umfassten somit die Zeitspanne von sechs Kirchenjahren.

Die Zählung der Reihen begann im Kirchenjahr 1978/1979 mit Reihe I und wurde kontinuierlich fortgeführt. Nach Reihe VI folgte wieder Reihe I.

Die Reihe I galt für das Kirchenjahr 2008/2009, danach wieder für das Kirchenjahr 2014/2015.
Die Reihe II galt für das Kirchenjahr 2009/2010. Danach wieder für das Kirchenjahr 2015/2016.

Weitere Texte:
Für diesen Tag standen weitere Bibeltexte zur Auswahl, die thematisch gut zum Tag passten. Aus ihnen konnte die Gemeinde unabhängig von Reihe und Kirchenjahr einen Text für die Predigt wählen, der dann den vorgesehenen Predigtext der gültigen Reihe ersetzte.

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Titel Perikopen

9. Sonntag nach Trinitatis

Perikopen

Gültig für die Kirchenjahre 1978/1979 bis 2017/2018

DieTexte für Lesungen und Predigt nach der Perikopenordnung 1978/1999
aus der Lutherbibel von 1545

Biblia
1545

Gesetzt nach der Vorlage des Originals in Frakturschrift
mit Luthers Scholion in den Marginalspalten.

Ergänzt um Verszählung und Abschnittsüberschriften.

 

LESUNG AUS DEM EVANGELIUM UND PREDIGTTEXT

Evangelium nach Matthäus

Mt 25,14-30

REIHE

I

 

Biblia

 

 

 

 

Euangelium
S. Mattheus.

 

C. XXV.

 

 

Verse 14-30

Das Gleichnis von den anvertrauten Zentnern

→Lk 19,11-27

 

 

Jesus sprach:

→Mar. 13.

→Luc.19.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

GLeich wie ein Menſch der vber land zog / ruffete ſeinen Knechten / vnd thet jnen ſeine güter ein / 15Vnd einem gab er fünff Centner / dem andern zween / dem dritten einen / Einem jedern nach ſeinem vermögen / vnd zog bald hinweg. 16Da gieng der hin / der fünff Centner empfangen hatte / vnd handelte mit den ſelbigen / vnd gewan andere fünff Centner. 17Deſgleichen auch der zween Centner empfangen hatte / gewan auch zween andere. 18Der aber einen empfangen hatte / gieng hin / vnd machete eine Grube in die erden / vnd verbarg ſeines Herrn geld.

19VBer eine lange zeit / kam der Herr dieſer Knechte / vnd hielt rechenſchafft mit jnen. 20Da trat erzu / der fünff Centner empfangen hatte / vnd legete ander fünff Centner dar / vnd ſprach / Herr / Du haſt mir fünff Centner gethan / Sihe da / ich habe da mit andere fünff Centner gewonnen. 21Da ſprach ſein Herr zu jm / Ey du fromer vnd getrewer Knecht / Du biſt vber wenigem getrew geweſt / Ich wil dich vber viel ſetzen / Gehe ein zu deines Herrn freude. 22Da trat auch erzu / der zween Centner empfangen hatte / vnd ſprach / Herr / Du haſt mir zween Centner gethan / Sihe da / ich hab mit denſelben zween ander gewonnen. 23Sein Herr ſprach zu jm / Ey du fromer vnd getrewer Knecht / Du biſt vber wenigem getrew geweſen / Ich wil dich vber viel ſetzen / Gehe ein zu deines Herrn freude.

 

 

 

 

 

(Centner)

Die Centner ſind das befolhen Got­tes wort / wer das wol treibt / der hat ſein viel / vnd le­ret viel an­de­re. Wer es leſſt li­gen / der hat ſein we­nig / Denn an jm ſelbs iſts ei­ner­ley wort / Aber es ſcha­ffet durch et­li­che mehr denn durch an­de­re / Dar­umb iſts jtzt fünff / jtzt zween Cent­ner ge­nen­net.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

→Sup. 13.

Mar. 4.

→Luc. 8.

Luc. 9.

 

 

24DA trat auch erzu / der einen Centner empfangen hatte / vnd ſprach / Herr / Ich wuſte / das du ein harter Man biſt / Du ſchneitteſt / wo du nicht geſeet haſt / vnd ſamleſt / da du nicht geſtrawet haſt / 25Vnd furchte mich / gieng hin / vnd verbarg deinen Centner in die erden / Sihe / da haſtu das deine. 26Sein Herr aber antwortet / vnd ſprach zu jm / Du Schalck vnd fauler Knecht / wuſteſtu das ich ſchneitte / da ich nicht geſeet habe / vnd ſamle / da ich nicht geſtrawet habe / 27So ſolteſtu mein geld zu den Wechſlern gethan haben / vnd wenn ich komen were / hette ich das meine zu mir genomen mit wucher. 28Darumb nemet von jm den Centner / vnd gebets dem / der zehen Centner hat. 29Denn wer da hat / dem wird gegeben werden / vnd wird die fülle haben / Wer aber nicht hat / Dem wird auch das er hat genomen werden. 30Vnd den vnnützen Knecht werfft in die finſternis hin aus / Da wird ſein heulen vnd zeenklappen.

 

 

 

LESUNG AUS DEN EPISTELN UND PREDIGTTEXT

Brief des Paulus an die Gemeinde in Phillipi

Phil 3,7-11(12-14)

REIHE

II

 

Biblia

 

 

 

 

Die Epiſtel S. Pauli:
An die Philipper.

 

C. III.

 

 

Verse 7-11

Die Neuausrichtung der Ziele des Paulus auf Chriſtus

 

 

Paulus schreibt:

 

WAs mir gewin war / Das hab ich / vmb Chriſtus willen fur Schaden geachtet. 8Denn ich achte alles fur Schaden / gegen der vber­ſchweng­li­chen erkenntnis Chriſti Jheſu meines HErrn / vmb welches willen ich alles habe fur Schaden gerechnet / vnd acht es fur Dreck / auff das ich Chriſtum gewinne / 9vnd in jm erfunden werde / das ich nicht habe meine Gerechtigkeit / die aus dem Geſetz / ſondern die durch den glauben an Chriſto kompt / nemlich / die Gerechtigkeit / die von Gott dem glauben zugerechnet wird / 10zu erkennen In vnd die krafft ſeiner Aufferſtehung / vnd die gemeinſchafft ſeiner Leiden / das ich ſeinem Tode ehnlich werde / 11da mit ich entgegen kome / zur aufferſtehung der Todten.

 

 

 

 

 

 

 

Aus dem Abschnitt

Trotz vieler Unklarheiten gilt es, das Ziel zu verfolgen

Fakultativ: Verse 12-14

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

12NIcht das ichs ſchon ergriffen habe / oder ſchon volkomen ſey / Ich jage jm aber nach / ob ichs auch ergreiffen möchte / nach dem ich von Chriſto Jheſu ergriffen bin. 13Meine Brüder / Ich ſchetze mich ſelbs noch nicht / das ichs ergriffen habe. Eines aber ſage ich / Ich vergeſſe was da hinden iſt / vnd ſtrecke mich zu dem / das da fornen iſt / 14vnd jage nach dem furgeſteckten Ziel / nach dem Kleinod / welches furhelt die himliſche beruffunge Gottes in Chriſto Jheſu.

Das iſt / Chri­ſtus hat mich be­ruf­fen vnd al­ſo zu ſei­ner Gna­de bracht / Dem­ſel­ben wolt ich gern gnug­thun vnd auch er­greif­fen.

 

 

 

LESUNG AUS DEM ALTEN TESTAMENT UND PREDIGTTEXT

Buch des Propheten Jeremia

Jer 1,4-10

REIHE

IV

 

Biblia

 

 

 

 

Der Próphet Jeremiá.

 

C. I.

 

 

Aus dem Abschnitt

Jeremias Berufung

Verse 4-10

 

 

Jesaja spricht:

 

DEs HERRN wort geſchach zu mir / vnd ſprach / 5Ich kandte dich ehe denn ich dich in Mutterleibe bereitet / vnd ſonderte dich aus / ehe denn du von der Mutter geborn wurdeſt / vnd ſtellet dich zum Propheten vnter die Völcker.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

6ICH aber ſprach / Ah HErr HERR / Ich taug nicht zu predigen / Denn ich bin zu jung. 7Der HERR ſprach aber zu mir / Sage nicht / ich bin zu jung / Sondern du ſolt gehen / wo hin ich dich ſende / vnd predigen / was ich dich heiſſe. 8Fürcht dich nicht fur jnen / Denn ich bin bey dir / vnd wil dich erretten / ſpricht der HERR. 9Vnd der HERR recket ſeine Hand aus / vnd rüret meinen Mund / vnd ſprach zu mir / Sihe / Ich lege meine wort in deinen mund. 10Sihe / Ich ſetze dich heute dieſes tages vber Völcker vnd Königreiche / Das du ausreiſſen / zubrechen / verſtören / vnd verderben ſolt / vnd bawen vnd pflantzen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(Verſtören)

Nicht durch krieg / Son­dern mit pre­di­gen vnd weiſ­ſa­gen.

 

 

 

PREDIGTTEXT AUS DEM NEUEN TESTAMENT

Evangelium nach Matthäus

Mt 7,24-27

REIHE

III

 

Biblia

 

 

 

 

Euangelium
S. Mattheus.

 

C. VII.

 

 

Verse 24-27

Das Gleichnis vom Haus auf dem Felſen

|| →Lk 6,46-49

 

 

Jesus sprach:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

WEr dieſe meine Rede höret / vnd d thut ſie / den vergleiche ich einem klugen Man / der ſein Haus auff einen Felſen bawet. 25Da nu ein Platzregen fiel / vnd ein Geweſſer kam / vnd webeten die Winde / vnd ſtieſſen an das Haus fiel es doch nicht / Denn es war auff einen Felſen gegründet. 26Vnd wer dieſe meine Rede höret / vnd thut ſie nicht / Der iſt einem törichten Man gleich / der ſein Haus auff den Sand bawet. 27Da nu ein Platzregen fiel / vnd kam ein Geweſſer / vnd webeten die Winde / vnd ſtieſſen an das Haus / da fiel es / vnd thet einen groſſen fall.

d

(Thun) Hie fod­dert Chri­ſtus auch den glauben / Denn wo nicht glaube iſt / thut man die Gebot nicht / Rom. 3.

Vnd alle gute werck / nach dem ſchein on glauben geſchehen ſind ſün­de. Dagegen auch wo glaube iſt / müſſen rechte gute werck folgen. Das heiſſet Chri­ſtus (thun) von reinem hertzen thun. Der glaub aber reini­get das hertz Ac. 15

Vnd ſolche fröm­igkeit ſtehet feſt wi­der alle winde / das iſt / alle macht der Hellen. Denn ſie iſt auff den fels Chriſtum / durch den glauben / ge­bawet. Gute werck on glauben / ſind der tö­richten jung frawen Lampen on öle.

 

 

 

 

 

PREDIGTTEXT AUS DEM NEUEN TESTAMENT

Evangelium nach Matthäus

Mt 13,44-46

REIHE

V

 

Biblia

 

 

 

 

Euangelium
S. Mattheus.

 

C. XIII.

 

 

Vers 44

Das Gleichnis vom Schatz im Acker

 

 

Jesus sprach:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

ABermal iſt gleich das Himelreich einem verborgen a Schatz im Acker / welchen ein Menſch fand / vnd verbarg jn / Vnd gieng hin fur freuden vber dem ſelbigen / vnd verkaufft alles was er hatte / vnd kauffte den Acker.

 

Verse 45-46

Das Gleichnis von der koſtbaren Perle

ABermal iſt gleich das Himelreich einem Kauffman / der gute Perlen ſuchte. 46Vnd da er eine köſtliche Perlen fand / gieng er hin / vnd verkauffte alles was er hatte / vnd kauffte die ſelbigen.

a

(Schatz)

Der verbor­gen Schatz iſt das Euan­geli­um / das vns gnade vnd gerech­tig­keit gibt on vnſer ver­dienſt / Darumb wenn mans findet macht es freude / das iſt / ein gut frölich Ge­wiſſen / welchs man mit keinen wer­cken zu we­gen brin­gen kan. Dis Euan­geli­um iſt auch die Per­len.

 

 

 

PREDIGTTEXT AUS DEM NEUEN TESTAMENT

Erster Brief des Petrus

1Petr 4,7-11

REIHE

VI

 

Biblia

 

 

 

 

Die erſte Epiſtel
S. Peters.

 

C. IIII.

 

 

Aus dem Abschnitt

Vom Leiden und Leben des Chriſten

Vers 7

 

 

Petrus schreibt:

 

ES iſt aber nahe komen das ende aller dinge.

 

 

 

 

 

Verse 8-11

Das Band der Liebe und der Nächſtenliebe

 

 

 

Pro. 10.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

SO ſeid nu meſſig vnd nüchtern zum Gebet. Fur allen dingen aber habt vnternander eine brünſtige Liebe / Denn die Liebe a deckt auch der ſunden menge. 9Seid gaſtfrey vnternander on murmeln. 10Vnd dienet einander / ein jglicher mit der gabe / die er empfangen hat / als die guten Haushalter der mancherley gnaden Gottes. 11So jemand redet / das ers rede als Gottes wort. So jemand ein Ampt hat / das ers thu als aus dem vermügen / das Gott darreichet / Auff das in allen dingen Gott gepreiſet werde / durch Jheſum Chriſt / Welchem ſey ehre vnd gewalt von ewigkeit zu ewigkeit / Amen.

a

(Deckt)

Wer ſei­nen Ne­he­ſten lie­bet / der leſ­ſet ſich nicht er­zür­nen / ſon­dern ver­tre­get al­les / wie viel an jm ge­ſun­di­get wird. Das heiſſt hie der ſun­de men­ge dec­ken / j. Corin. 13. Die lie­be ver­tre­get al­les.

 

 

 

WEITERER TEXT ZUR AUSWAHL FÜR DIE PREDIGT

Erstes Buch der Könige

1Kon 3,16-28

POOL

M
1

 

Biblia

 

 

 

 

Das Erſte Bucĥ
von den Kònigen.

 

C. III.

 

 

Verse 16-28

Salomos Urteil

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

ZV der zeit kamen zwo Huren zum Könige / vnd tratten fur König Salomo.17Vnd das eine Weib ſprach / Ah mein Herr / Ich vnd dis Weib woneten in einem Hauſe / vnd ich gelag bey jr im hauſe. 18Vnd vber drey tage da ich geborn hatte / gebar ſie auch / Vnd wir waren bey einander / das kein Frembder mit vns war im hauſe / on wir beide. 19Vnd dieſes weibs Son ſtarb in der nacht / Denn ſie hatte jn im ſchlaff erdrückt. 20Vnd ſie ſtund in der nacht auff / vnd nam meinen Son von meiner ſeiten / da deine Magd ſchlieff / vnd legt jn an jren arm / vnd jren todten Son legt ſie an meinen arm. 21Vnd da ich des morgens auff ſtund meinen Son zu ſeugen / ſihe / da war er tod / Aber am morgen ſahe ich jn eben an / vnd ſihe / es war nicht mein ſon den ich geboren hatte. 22Das ander Weib ſprach / Nicht alſo / Mein ſon lebt / vnd dein ſon iſt tod. Jene aber ſprach / Nicht alſo / dein ſon iſt tod / vnd mein ſon lebet / vnd redten alſo fur dem Könige.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Holzschnitt, Bild zu: Das 1. Buch der Könige, Kapitel 3, Salomos Urteil

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

23VND der König ſprach / Dieſe ſpricht / Mein ſon lebt vnd dein ſon iſt tod / Jene ſpricht / nicht alſo / Dein ſon iſt tod vnd mein ſon lebt. 24Vnd der König ſprach / Holet mir ein Schwert her. Vnd da das Schwert fur den König bracht ward / 25ſprach der König / Teilet das lebendige Kind in zwey teil / vnd gebt dieſer die helffte / vnd jener die helffte. 26Da ſprach das weib des Son lebete / zum Könige (Denn jr mütterlich hertz entbrand vber jren ſon) Ah mein Herr / Gebet jr das Kind lebendig / vnd tödtet es nicht. Jene aber ſprach / Es ſey weder mein noch dein / Laſſt es teilen. 27Da antwortet der König / vnd ſprach / Gebt dieſer das Kind lebendig vnd tödtets nicht / die iſt ſeine Mutter. 28Vnd das Vrteil erſchall fur dem gantzen Iſrael / das der König gefellet hatte / Vnd furchten ſich fur dem Könige / Denn ſie ſahen / das die weisheit Gottes in jm war / Gericht zu halten.

 

 

 

Die Holzschnitte der Bibel

Hinweis zur Abbildung im 1. Buch der Könige, Kapitel 3

»Salomos Urteil«

Klicken Sie auf das Bild oben, um eine größere Ansicht zu erhalten.

Die Bildsprechung finden Sie in diesem Artikel:

Bild zu 1Kon 3

→»Salomos Urteil« (1Kon 3)

Das Bild zeigt König Salomo, der zwischen zwei Frauen zu entscheiden hatte, welche die rechtmäßige Mutter eines Kindes sei. Seine auf den ersten Blick brutale Entscheidung führte zu einem gerechten Urteil.

 

WEITERER TEXT ZUR AUSWAHL FÜR DIE PREDIGT

Buch des Propheten Hesekiel

Hes 3,17-19

POOL

M
2

 

Biblia

 

 

 

 

Der Próphet Heſekiel.

 

C. III.

 

 

Aus dem Abschnitt

Die Verantwortung im Prophetenamt

Verse 17-19

 

 

Hesekiel berichtet:

GOTT ſprach zu mir: 17Du Men­ſchen­kind / Ich hab dich zum Wech­ter geſetzt vber das haus Iſrael / Du ſolt aus meinem Mun­de das wort hören / vnd ſie von meinet wegen warnen. 18Wenn ich dem Gottloſen ſage / Du muſt des Tods ſterben / Vnd du warneſt jn nicht / vnd ſageſt es jm nicht / Damit ſich der Gottloſe fur ſeinem gottloſen weſen hüte / auff das er lebendig bleibe / So wird der Gottloſe vmb ſeiner ſünde willen ſterben / Aber ſein Blut wil ich von deiner Hand foddern. 19Wo du aber den Gottloſen warneſt / vnd er ſich nicht bekeret von ſeinem Gottloſen weſen vnd wege / So wird er vmb ſeiner ſünde willen ſterben / Aber du haſt deine Seele errettet.

 

 

 

WEITERER TEXT ZUR AUSWAHL FÜR DIE PREDIGT

Evangelium nach Lukas

Lk 16,10-13

POOL

M
3

 

Biblia

 

 

 

 

Euangelium
S. Lucas.

 

C. XVI.

 

 

Verse 10-13

Die Rede über Treue im Irdiſchen

|| →Mt 6,24

 

 

Jesus sprach:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mat. 6.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

WEr im geringeſten trew iſt / der iſt auch im groſſen trew / Vnd wer im geringeſten ** vnrecht iſt / der iſt auch im groſſen vnrecht. 11So jr nu in dem vnrechten Mammon nicht trew ſeid / Wer wil euch das warhafftige vertrawen? 12Vnd ſo jr dem frembden nicht trew ſeid / Wer wil euch geben / das jenige das ewer iſt? 13Kein Hausknecht kan zweien Herrn dienen / Entweder er wird einen haſſen / vnd den andern lieben / Oder wird einem anhangen / vnd den andern verachten. Ir könnet nicht Gott ſampt dem Mammon dienen.

 

**

(Unrecht)

Mammon heiſſt er vnrecht / darumb / das er vnrechtem brauch vnterworffen iſt. Frembd / darumb das er nicht bleibet / wie das geiſtliche Gut / das ewig vnſer vnd wahrhafftig iſt. Trew ſein in dem Mammon / iſt ſein göttlich brauchen / zu des Neheſten nutz. Wer das nicht thut / wird viel weniger im Geiſtlichen trew ſein / ja er wird keines haben.

 

 

 

Gedankenpausen

 

»Der Gerechte wird seines Glaubens leben.«

Römerbrief, Kapitel 1, Verse 16a und 17

 

Leittext für die Zeit nach Trinitatis

Wir ha­ben den Text→Römer 1,16A.17 als Leit­text für die Bei­trä­ge zu den Sonn­ta­gen nach Tri­ni­ta­tis ge­wählt. In die­ser Zeit ste­hen die The­men »Glau­be« und »Ge­mein­de« im Vor­der­grund der Ver­kün­di­gung. Es geht um die Fra­ge­stel­lun­gen, was Glau­ben ist, wie sich Glau­ben zeigt und aus­wirkt, wie die Ge­mein­de Glau­ben um­set­zen und le­ben kann, wie Glau­ben die Ge­mein­de formt.

Ne­ben dem Vaterunser, der Se­gens­bi­tte und dem Glau­bens­be­kenn­tnis bie­ten die Aus­füh­run­gen von Pau­lus wun­der­ba­re An­lei­tun­gen für prak­ti­zier­tes Chris­ten­tum. Sie er­klä­ren in äu­ßert knap­per Form Sinn, In­hal­te und Ziel des Glau­bens.

Sie fin­den An­re­gun­gen für ei­ge­nen Ge­dan­ken über das The­ma Glau­ben in die­sem Ar­ti­kel:

Die Einladung zum Glauben | © Geschütztes Bildmaterial
Zum Artikel

→Die Einladung zum Glauben

Genügt es, Glau­ben zu be­ken­nen? Wie wirkt sich die­ses Be­kennt­nis aus? Ist mehr zu tun? Wie kann ich den Er­folg mes­sen? Was ist das Ziel des Glau­bens?

Anregungen für Ihre Gedanken

 

»Frewet euch mit den Frölichen /

vnd weinet mit den Weinenden.

Habt mit allen Menſchen Friede.«

→Römerbrief 12,15.18

Zum Gebrauch

Für die in­halt­li­che und the­ma­ti­sche Ge­stal­tung der Got­tes­dien­ste schla­gen die Ord­nun­gen der evan­ge­li­schen Kir­chen seit Jahr­hun­der­ten bib­li­sche Tex­te vor.

Die hier ge­bo­te­nen Tex­te fol­gen ei­ner Kir­chen­ord­nung, die heu­te nicht mehr gül­tig ist!

Bit­te ru­fen Sie den Kir­chen­tag im ak­tu­el­len Jahr auf, wenn Sie wis­sen möch­ten, wel­che Bi­bel­stel­len für Le­sun­gen und Pre­digt nach der gül­ti­gen Kir­chen­ord­nung für den Got­tes­dienst emp­foh­len wer­den.

 

Hinweise zur Stilkunst.de-Ausgabe der Lutherbibel von 1545

Erläuterungen zum Satz und zur Typografie des Bibeltextes

Der Text aus der Luther­bi­bel ist auf un­se­ren Sei­ten in An­leh­nung an das Druck­bild des Ori­gi­nals von 1545 wie­der­ge­ge­ben.

Den Sei­ten­auf­bau, die ver­wen­de­ten Schrif­ten, die Schreib­re­geln der Frak­tur­schrift und Luthers In­ten­tio­nen, mit der Ty­po­gra­fie Le­se­hil­fen be­reit­zu­stel­len, er­läu­tert dem in­ter­es­sier­ten Le­ser un­ser Ar­ti­kel »Satz und Ty­po­gra­fie der Luther­bi­bel von 1545«.

 

 

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Der Sonntag thematisiert die Tri­ni­tät, die Drei­fal­tig­keit Got­tes, und das Glau­bens­be­kennt­nis. Wir be­leuch­ten Hin­ter­grün­de und be­trach­ten sie kri­tisch.

Mehr darüber in diesem Artikel.
Der Gerechte wird seines Glauben leben
Titel

→Der Gerechte wird seines Glaubens leben

Römer 1,16a.17 | Lutherbibel 1545

Der Gerechte wird ſeines Glaubens leben.

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Sabrina

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SK Version 02.06.2020  

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Die Ka­len­der­an­ga­ben be­zie­hen sich ab dem Jahr 1949 auf Ka­len­der der Bun­des­re­pu­b­lik Deutsch­land (DE).
Die Datums- und Zeit­an­ga­ben gel­ten nach Mit­tel­eu­ro­pä­i­scher Zeit, in Zei­ten mit ge­setz­li­cher Som­mer­zeit­re­ge­lung nach Mit­tel­eu­ro­pä­i­scher Som­mer­zeit (→MEZ/MESZ | CET/CEST).
Fehler und Irr­tü­mer sind nicht aus­ge­schlos­sen. Alle An­ga­ben →ohne Ge­währ.