11. Sonntag nach Trinitatis

Sonntag, 26. August 1979

evangelisches Kreuz
QuickInfo

Textordnung der Evangelischen Kirchen Deutschlands

Evangelium     Zum TextLk 18,9-14
Predigt  Zum TextLk 18,9-14  
Lied EG 299, EG   
→Gottesdienstordnung

 

evangelisches Kreuz

Das evangelische Kirchenjahr

Christusmonogramm mit A und O in der liturgischen Farbe Grün
26.8.1979 | 11. Sonntag nach Trinitatis
Sonntag
 

11. Sonntag
nach Trinitatis

Grün

 

 
Symbol

Wulfila

(† 383 in Konstantinopel)

Symbol

Werner Sylten

(† 26. August 1942 in der NS-Tötungsanstalt Hartheim, Oberösterreich)

Info

Fällt der →Tag des Apostels Bartholomäus (24. August) auf diesen Sonntag, so sollte er an einem Tag in der Folgewoche begangen werden.

 

Wirkung im Kirchenjahr 1978/1979

Achtung!

Der 24. August ist in diesem Jahr am Freitag vor dem 11. Sonntag nach Trinitatis. Der→Tag des Apostels Bartholomäus (24. August) kann nur am Freitag oder an einem anderen Tag der Woche begangen werden, jedoch nicht am Sonntag.

 

Bewegliches Datum
Der 11. Sonntag nach Trinitatis liegt zwischen dem<br>2. August und dem 5. September eines Jahres.
 
  • 11. Sonntag nach Trinitatis
  • 19. Sonntag nach →Ostern
  • Abhängig vom →Osterdatum
  • Der 11. Sonntag nach Trinitatis liegt zwischen dem
    2. August und dem 5. September eines Jahres.
Symbol: Abstand zum Osterfest
 
  • 133 Tage nach Ostern
  • am 134. Tag nach Ostern, gerechnet ab Ostersonntag

 

Gottesdienstliche Ordnung

Symbol Evangelisch

Der evangelische

11. Sonntag
nach Trinitatis

gültig in den Kirchenjahren 1978/1979 bis 2017/2018

 
 

Liturgische Farbe

 
Christusmonogramm mit A und O in der liturgischen Farbe Grün

Grün

 
 

Hallelujavers

 
 

Halleluja.

Dancket dem HERRN vnd prediget ſei­nen Namen/ Verkün­di­get ſein Thun vnter den Völ­ck­ern.

Halleluja.

→Ps 105,1     

 
 

Spruch und Psalm

 
Biblia
1545
 

Spruch
für die Woche

 

Gott wi­der­ſte­het den Hoffertigen / Aber den Demütigen gibt er gnade.

→1Petr 5,5b

Pſalm
113
 

Psalm
für die Woche

 

 

 

Lied für die Woche

 
Liedauswahl
EG 299 Aus tiefer Not schrei ich zu dir
oder EG
 

EG: Evangelisches Gesangbuch

 
 

HERR thu meine Lippen auff

Das mein Mund deinen Rhum verkündige.

→Psalm 51,17

 

 

Textlesung und Predigt

Nach der Perikopenordnung der Evangelischen Kirche sind für Gottesdienste in den Jahren 1979 - 1984 die folgenden biblischen Texte vorgesehen:

 

Die biblischen Texte für die Lesungen

 
Lesung Text für die Lesung
Evangelium  Zum TextLk 18,9-14
Epistel Zum TextEph 2,4-10
Altes Testament Zum Text2Sam 12,1-10.13-15a
   

 

 

Die biblischen Texte für die Predigt

Im Kirchenjahr 1978/1979 gilt die Reihe I.

 
Kirchen-
jahr
Datum Reihe Texte für die Predigt Weitere Texte
1978/1979 26.8.1979 I  Zum TextLk 18,9-14 Zum Text1Sam 17,38-51
1979/1980 17.8.1980 II Zum TextEph 2,4-10 Zum TextMt 23,(1-7)8-12
1980/1981 30.8.1981 III Zum TextMt 21,28-32
1981/1982 22.8.1982 IV Zum TextGal 2,16-21
1982/1983 14.8.1983 V Zum TextLk 7,36-50
1983/1984 2.9.1984 VI Zum Text2Sam 12,1-10.13-15a
   
 

Kirchenjahr und Datum:
Unsere Sortierung stellt jeweils das gewählte Kirchenjahr nach oben. Die Spalte »Datum« zeigt das tatsächliche Datum des Tages, für den der Predigttext galt.

Reihen:
Die Perikopenordnung von 1978/1979 kennt drei Lesetexte (je einen aus den Evangelien, den Episteln und dem Alten Testament) sowie sechs Predigttextreihen.
Die Reihen werden mit römischen Zahlen von I bis VI gekennzeichnet. Jede Reihe benennt die Bibeltexte (Perikopen) für alle Predigten in einem Kirchenjahr zwischen dem 1. Advent und dem Ewigkeitssonntag.

Die Reihen galten nacheinander. Sie umfassten somit die Zeitspanne von sechs Kirchenjahren.

Die Zählung der Reihen begann im Kirchenjahr 1978/1979 mit Reihe I und wurde kontinuierlich fortgeführt. Nach Reihe VI folgte wieder Reihe I.

Die Reihe I galt für das Kirchenjahr 1978/1979, danach wieder für das Kirchenjahr 1984/1985.
Die Reihe II galt für das Kirchenjahr 1979/1980. Danach wieder für das Kirchenjahr 1985/1986.

Weitere Texte:
Für diesen Tag standen weitere Bibeltexte zur Auswahl, die thematisch gut zum Tag passten. Aus ihnen konnte die Gemeinde unabhängig von Reihe und Kirchenjahr einen Text für die Predigt wählen, der dann den vorgesehenen Predigtext der gültigen Reihe ersetzte.

<

 

Perikopen

Perikopen nach Luther 1545

11. Sonntag nach Trinitatis

Perikopen

Texte für Lesungen und Predigt

Gültig für die Kirchenjahre 1978/1979 bis 2017/2018

 

Biblia
1545

Text nach der Lutherbibel von 1545.
Gesetzt nach der Vorlage des Originals in Frakturschrift
mit Luthers Scholion in den Marginalspalten.

Ergänzt um Verszählung und Abschnittsüberschriften.

 

LESUNG AUS DEM EVANGELIUM

PREDIGTTEXT

PREDIGTREIHE

I

Evangelium nach Lukas

Lk 18,9-14

 

Text hören:

Sprecher: R. Makohl | Musik: ©Bluevalley, J.S. Bach
Das Verzeichnis der Hörbuch-Videos mit den Lesungen des Evangeliums finden Sie hier:
→  Video-Hörbuch

 

Biblia

 

 

 

 

Euangelium
S. Lucas.

 

C. XVIII.

 

 

Verse 9 - 14

Das Gleichnis vom Pharisäer und Zöllner

 

 

 

 

 

→*1)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

IHeſus ſaget aber zu et­li­chen / die ſich ſelbs ver­ma­ſſen / das ſie frum we­ren / Vnd ver­ach­te­ten die an­dern / ein ſolch Gleichnis. 10Es gien­gen zwe­en Men­ſchen hin­auff in den Tem­pel zu be­ten / Ei­ner ein Pha­ri­ſer  *1) / der an­der ein Zöl­ner. 11Der Pha­ri­ſe­er ſtund vnd be­tet bey ſich ſelbs al­ſo / Ich dan­cke dir Gott / Das ich nicht bin wie die an­dern Leu­te / Reu­ber / Vn­ge­rech­te / Ehe­bre­cher / oder auch wie die­ſer Zöl­ner / 12Ich faſ­te zwi­er in der Wo­chen / vnd ge­be den Ze­hen­den / von al­lem das ich ha­be.
 
13Vnd der Zöl­ner ſtund von fer­ne / wol­te auch ſei­ne au­gen nicht auff­he­ben gen Hi­mel / Son­dern ſchlug an ſei­ne Bruſt / vnd ſprach / Gott ſey mir Sün­der gne­dig. 14Ich ſage euch / Die­ſer gieng hin­ab ge­recht­fer­ti­get in ſein haus / a fur je­nem. Denn wer ſich ſelbs er­hö­het / der wird er­ni­dri­get wer­den / Vnd wer ſich ſelbs er­ni­dri­get / Der wird er­hö­het wer­den.

 

a

(Fur jenem)

Das iſt / Je­ner iſt nicht ge­recht / ſon­dern ver­dampt heim gan­gen. Ebra­iſmus eſt / et ne­ga­ti­ue di­ci­tur. Si­cut Pſal. 118. Es iſt gut auff den HER­RN ver­traw­en / fur dem ver­traw­en auff Für­ſten / das iſt / nicht auff Für­ſten. Hoc effi­cit Ebrea li­te­ra Mem. Al­ſo auch Matth. 21. Hu­ren vnd Bu­ben wer­den fur euch in Hi­mel ko­men / Fur euch / das iſt / Ir nicht.

→*2)

 

 

 

1) Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit ein Druckfehler: Phariſer;
Korrektur: Phariſeer

 

 

2) a) lat.: Ebraismus est / et ne­ga­ti­ve di­ci­tur. Si­cut Psal. 118.

dt.: »Das ist ein Hebraismus [= ein Ausdruck, der dem Hebräischen entlehnt ist] und verneinend gemeint, so wie in Psalm 118.«

b) lat.: Hoc effi­cit Ebrea li­te­ra Mem.

dt.: »Dies geht aus den Anmerkungen zum hebräischen Text hervor.«

 

 

LESUNG AUS DEN EPISTELN UND PREDIGTTEXT

Brief des Paulus an die Gemeinde in Ephesus

Eph 2,4-10

REIHE

II

 

Biblia

 

 

 

 

Die Epiſtel S. Páuli:
An die Epheſer.

 

C. II.

 

 

Aus dem Abschnitt:

Das neue Leben aus Gnade

Verse 4 - 10

 

 

Paulus schreibt:

 

GOTT / der da reich iſt von Barm­her­tzig­keit / durch ſei­ne groſ­ſe Liebe / da mit er vns geliebet hat / 5Da wir tod waren in den ſünden / hat er vns ſampt Chri­ſ­to lebendig gemacht (Denn aus gnade ſeid jr ſe­lig wor­den) 6vnd hat vns ſampt jm auff­er­we­cket / vnd ſampt jm in das him­li­ſche weſen geſetzt / in Chri­ſ­to Jhe­ſu / 7Auff das er erzeigete in den zu­künff­ti­gen zeiten den vberſchwenglichen Reichthum ſei­ner gnade / durch ſei­ne güte vber vns in Chri­ſ­to Jhe­ſu. 8Denn aus gnade ſeid jr ſe­lig wor­den / durch den glauben / vnd das­ſel­bi­ge nicht aus euch / Gottes gabt iſt es / 9nicht aus den wercken / Auff das ſich nicht jemand rhüme. 10Denn wir ſind ſein werck / geſchaffen in Chri­ſ­to Jhe­ſu / zu guten wercken / zu welchen Gott vns zuuor bereitet hat / das wir darinnen wandeln ſollen.

 

 

 

LESUNG AUS DEM ALTEN TESTAMENT UND PREDIGTTEXT

Zweites Buch Samuel

2Sam 12,1-10.13-15a

REIHE

VI

 

Biblia

 

 

 

 

Das Ander Bucĥ
Samuel.

 

C. XII.

 

 

Verse 1 - 9

Nathans Strafrede

 

 

 

 

1. Par. 17.

DEr HERR ſandte Nathan zu Dauid / Da der zu jm kam / ſprach er zu jm / Es waren zween Men­ner in einer Stad / Einer reich / der ander arm. 2Der Reiche hatte ſeer viel ſchafe vnd rinder / 3Aber der Arme hatte nichts / denn ein einiges kleins Scheflin / das er gekaufft hatte / vnd er meret es / das es gros ward / bey jm vnd bey ſei­nen Kindern zu gleich / Es aſs von ſei­nem Biſſen / vnd tranck von ſei­nem Becher / vnd ſchlieff in ſei­nem Schos / vnd er hielts wie eine Tochter. 4Da aber dem reichen Man ein Gaſt kam / ſchonet er zu ne­men von ſei­nen ſchafen vnd rindern / das er dem Gaſt etwas zurichtet / der zu jm komen war / vnd nam das ſchaf des armen Mans / vnd richtet zu dem Man der zu jm komen war.

Nathan.

 

 

 

 

 

 

5DA ergrimmet Dauid mit groſſem zorn wider den Man / vnd ſprach zu Nathan / So war der HERR lebt / der Man iſt ein kind des tods / der das ge­than hat. 6Da zu ſol er das ſchaf vierfeltig bezalen / darumb das er ſolchs ge­than vnd nicht geſchonet hat.

 

 

 

 

 

 

 

 

DA ſprach Nathan zu Dauid / Du biſt der Man. So ſpricht der HERR der Gott Jſrael / Jch habe dich zum Könige ge­ſal­bet vber Jſrael / vnd hab dich errettet aus der hand Saul / 8vnd hab dir deines Herrn Haus gegeben / dazu ſei­ne Wei­ber in deinen ſchos / vnd hab dir das haus Jſrael vnd Juda gegeben / Vnd iſt das zu wenig / wil ich noch dis vnd das dazu thun.

 

 

 

 

 

 

9Warumb haſtu denn das Wort des HER­RN verachtet / Das du ſolches vbel fur ſei­nen Augen theteſt? Vriam den He­thi­ter haſtu erſchlagen mit dem Schwert / ſein Weib haſtu dir zum weib genomen / Jn aber haſtu erwürget mit dem Schwert der kin­der Ammon.

 

 

 

 

 

 

 

Aus dem Abschnitt:

Nathan verkündet Gottes Urteil über David

Vers 10

 

 

2.Samu. 13.

2.Samu. 16.

10NV ſo ſol von deinem Hau­ſe das Schwert nicht laſſen ewiglich / Dar­umb das du mich verachtet haſt / vnd das weib Vria des He­thi­ters genomen haſt / das ſie dein weib ſey.

 

 

 

Verse 13 - 15a

Eccl. 47.

 

 

 

 

 

 

 

DA ſprach Dauid zu Nathan / Jch hab ge­ſün­di­get wider den HER­RN. Nathan ſprach zu Dauid / So hat auch der HERR deine ſünde weggenomen / Du wirſt nicht ſterben. 14Aber weil du die Feinde des HER­RN haſt durch dieſe Geſchicht leſtern gemacht / wird der Son der dir geboren iſt / des tods ſterben. 15Vnd Nathan gieng heim.

 

 

 

PREDIGTTEXT AUS DEM NEUEN TESTAMENT

Evangelium nach Matthäus

Mt 21,28-32

REIHE

III

 

Biblia

 

 

 

 

Euangelium
S. Mattheus.

 

C. XXI.

 

 

Verse 28 - 32

Das Gleichnis von den ungleichen Söhnen

 

 

Jesus sprach zu den Hohepriestern und zu den ältesten des Volkes:

Mar. 12.

Luc. 19.

WAS düncket euch aber? Es hatte ein Man zween Söne / vnd gieng zu dem Erſten / vnd ſprach / Mein ſon / gehe hin / vnd erbeite heute in meinem Wein­ber­ge. 29Er antwortet aber / vnd ſprach / Ich wils nicht thun / Darnach rewet es jn / vnd gieng hin. 30Vnd er gieng zum andern / vnd ſprach gleich alſo. Er antwortet aber vnd ſprach / Herr / ja / Vnd gieng nicht hin. 31Welcher vnter den zweien hat des Vaters willen ge­than? Sie ſpra­chen zu jm / Der erſte. Jhe­ſus ſprach zu jnen / War­lich ich ſa­ge euch / Die Zölner vnd Hu­ren mügen wol * ehe ins Hi­mel­reich komen / denn jr. 32Johannes kam zu euch / vnd leret euch den rechten weg / Vnd jr gleubet jm nicht / Aber die Zölner vnd Hu­ren gleubten jm. Vnd ob jrs wol ſahet / thatet jr dennoch nicht Buſſe / das jr jm darnach auch gegleubt hettet.

 

 

 

 

 

 

 

*

(Ehe)

Viel müglicher iſts / das Huren vnd Buben ſe­lig werden / denn hof­fertige Hei­li­gen / Denn jene müſſen zu letzt jre ſünde fülen etc. Dieſe ſterben in jrer ei­gen hei­lig­keit / wo ſie nicht wünder­lich bekeret wer­den.

 

 

 

PREDIGTTEXT AUS DEM NEUEN TESTAMENT

Brief des Paulus an die Gemeinden in Galatien

Gal 2,16-21

REIHE

IV

 

Biblia

 

 

 

 

Die Epiſtel S. Páuli:
An die Gálater.

 

C. II.

 

 

Aus dem Abschnitt:

Das Evangelium des Paulus
Die Darlegung der Rechtfertigungslehre

Verse 16 - 21

 

 

Paulus schreibt:

 

 

→Rom. 3.

WEil wir wiſſen / das der Menſch durch des Ge­ſe­tzes werck nicht gerecht wird / Sondern durch den Glauben an Jhe­ſum Chriſt / So gleuben wir auch an Chri­ſtum Jhe­ſum / Auff das wir gerecht werden durch den glauben an Chri­ſtum / Vnd nicht durch des Ge­ſe­tzes werck / Denn durch des Ge­ſe­tzes werck wird kein Fleiſch gerecht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

17SOlten wir aber / die da ſu­chen durch Chri­ſtum gerecht zu werden / auch noch ſelbs Sün­der erfunden werden / So were Chri­ſtus ein ** Sündendiener. Das ſey ferne. 18Wenn ich aber das / ſo ich zubrochen habe / wi­der­umb bawe / So mache ich mich ſelbs zu einem Vbertretter. 19Ich bin aber durchs a Ge­ſetz dem geſetz geſtorben / auff das ich Gotte lebe / Ich bin mit Chri­ſ­to gecreutziget. 20Ich lebe aber / doch nu nicht ich / ſon­dern Chri­ſtus lebet in mir. Denn was ich jtzt lebe im Fleiſch / das lebe ich in dem glauben des Sons Gottes / Der mich geliebet hat / Vnd ſich Selbs fur mich dargegeben. 21Ich werffe nicht weg die gnade Gottes. Denn ſo durch das Ge­ſetz die gerechtigkeit kompt / So iſt Chri­ſtus vergeblich geſtorben.

**

(Sündendiener)

Wer durch werck wil from wer­den / der thut eben als macht vns Chri­ſtus durch ſei­nen dienſt ampt / pre­di­gen / vnd lei­den al­ler erſt zu Sün­der / die durchs ge­ſe­tze mü­ſten frum wer­den / Das iſt Chri­ſtum ver­leug­net / ge­creu­tzi­get / ver­leſtert / vnd die ſün­de wi­der­baw­et / die zu­uor durchs glau­bens pre­digt ab­ge­than war.

a

(Dem Geſtz)

Durch den glau­ben / der ein geiſt­lich / le­ben­dig Ge­ſetz iſt / ſind wir dem Ge­ſetze des buch­ſta­bens ge­ſtor­ben / das wir jm nicht mehr ſchül­dig ſind /

→Rom. 7.

 

 

 

PREDIGTTEXT AUS DEM NEUEN TESTAMENT

Evangelium nach Lukas

Lk 7,36-50

REIHE

V

 

Biblia

 

 

 

 

Euangelium
S. Lucas.

 

C. VII.

 

 

Verse 36 - 50

Die Salbung Jesu durch die Sünderin

 

ES bat Jhe­ſu aber der Pha­ri­ſe­er einer / das er mit jm eſſe. Vnd er gieng hin ein / in des Pha­ri­ſe­ers haus / vnd ſetzet ſich zu tiſch. 37Vnd ſi­he / ein Weib war in der Stad / die war eine Sün­derin. Da die vernam / das er zu tiſche ſaſs in des Pha­ri­ſe­ers hauſe / bracht ſie ein Glas mit Salben / 38vnd trat hinden zu ſei­nen Füſſen / vnd weinet / vnd fieng an ſei­ne Füſſe zu netzen mit Threnen / vnd mit den haren jres Heubts zu trucken / vnd küſſet ſei­ne Füſſe / vnd ſalbet ſie mit a Salben.

 

 

 

 

 

 

 

 

a

(Salben)

Das iſt / Mit köſt­lichem waſſer.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

39DA aber das der Pha­ri­ſe­er ſahe / der jn geladen hatte / ſprach er bey ſich ſelbs / vnd ſa­get / Wenn dieſer ein Prophet were / ſo wüſte er / wer vnd welch ein Weib das iſt / die jn anrüret / Denn ſie iſt eine Sün­derin. 40Jhe­ſus antwortet / vnd ſprach zu jm / Simon / Ich habe dir etwas zu ſa­gen. Er aber ſprach / Mei­ſter / ſa­ge an. 41Es hatte ein Wücherer zween Schüldener / Einer war ſchüldig fünff hundert Groſſchen / der ander funff­zig. 42Da ſie aber nicht hatten zu bezalen / ſchencket ers beiden. Sage an / Welcher vnter denen wird jn am meiſten lieben? 43Simon antwortet vnd ſprach / Ich achte / dem er am meiſten geſchencket hat. Er aber ſprach zu jm / Du haſt recht gerichtet.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

44VND er wandte ſich zu dem Weibe / vnd ſprach zu Simon / Siheſtu dis weib? Ich bin komen in dein Haus / Du haſt mir nicht Waſſer gegeben / zu meinen Füſſen / Dieſe aber hat meine Füſſe mit threnen genetzet / vnd mit den haren jres Heubts getrücket. 45Du haſt mir keinen Kuſs gegeben / Dieſe aber nach dem ſie herein komen iſt / hat ſie nicht abgelaſſen meine Füſſe zu küſſen. 46Du haſt mein Heubt nicht mit öle ge­ſal­bet / Sie aber hat meine Füſſe mit ſalben ge­ſal­bet. 47Derhalben ſa­ge ich dir / Ir ſind viel Sünde vergeben / Denn ſie hat viel geliebet / Welchem aber wenig vergeben wird / der liebet wenig.

 

 

 

 

 

 

48VND er ſprach zu jr / Dir ſind deine Sünde vergeben. 49Da fiengen an die mit jm zu tiſch ſaſſen / vnd ſpra­chen bey ſich ſelbs / Wer iſt dieſer / der auch die ſünde vergibt? 50Er aber ſprach zu dem weibe / Dein Glaube hat dir geholffen / Gehe hin mit frieden.

 

 

 

WEITERER TEXT ZUR AUSWAHL FÜR DIE PREDIGT

Erstes Buch Samuel

1Sam 17,38-51

POOL

M
1

 

Biblia

 

 

 

 

Das Erſte Bucĥ
Samuel.

 

C. XVII.

 

 

Aus dem Abschnitt:

David und Goliat

Verse 38 - 51

 

SAul ſprach zu Dauid / Gehe hin / der HERR ſey mit dir. Vnd Saul zoch Dauid ſei­ne Kleider an / vnd ſetzt jm ein ehern Helm auff ſein Heubt / vnd legt jm ein Pantzer an. 39Vnd Dauid gürtet ſein Schwert vber ſei­ne Kleider / vnd fieng an zugehen / denn er hats nie verſucht. Da ſprach Dauid zu Saul / Ich kan nicht alſo gehen / denn ich bins nicht gewonet / vnd legets von ſich. 40Vnd nam ſei­nen Stab in ſei­ne Hand / vnd erwelet funff glatte Stein aus dem bach / vnd thet ſie in die Hirtentaſſche die er hatte / vnd in den Sack / vnd nam die Schleuder in ſei­ne Hand vnd macht ſich zu dem Phi­li­ſter.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

VND der Phi­li­ſter gieng auch einher / vnd macht ſich zu Dauid / vnd ſein Schilttreger fur jm her. 42Da nu der Phi­li­ſter ſahe vnd ſchawet Dauid an / veracht er jn / Denn er war ein Knabe / braunlicht vnd ſchön. 43Vnd der Phi­li­ſter ſprach zu Dauid / Bin ich denn ein Hund / das du mit Stecken zu mir kompſt? Vnd fluchet dem Dauid bey ſei­nem Gott / 44vnd ſprach zu Dauid / Kom her zu mir / ich wil dein Fleiſch geben den Vogeln vnter dem Hi­mel / vnd den Thie­ren auff dem felde.

 

 

→Pſal. 20.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

45DAuid aber ſprach zu dem Phi­li­ſter / Du kompſt zu mir mit ſchwert / ſpies vnd ſchilt / Jch aber kome zu dir im Namen des HER­RN Ze­ba­oth des Gottes des zeugs Jſrael / die du gehönet haſt. 46Heuts tags wird dich der HERR in meine hand vber­ant­wort­en / Das ich dich ſchlahe / vnd ne­me dein Heubt von dir / vnd gebe den Leichnam des Heers der Phi­li­ſter heute den Vogeln vnter dem Hi­mel / vnd dem Wild auff erden / Das alles Land innen werde / das Jſrael einen Gott hat / 47Vnd das alle dieſe Gemeine innen werde / das der HERR nicht durch Schwert noch Spies hilfft / Denn der ſtreit iſt des HER­RN / vnd wird euch geben in vnſere hende.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Holzschnitt, Bild zum 1. Buch Samuel, Kapitel 17: David und Goliat

 

 

 

 

 

 

 

 

Eccl. 47.

 

 

 

 

 

 

DA ſich nu der Phi­li­ſter auffmacht / gieng da her / vnd nahet ſich gegen Dauid / eilet Dauid vnd lieff vom Zeug gegen dem Phi­li­ſter. 49Vnd Dauid thet ſei­ne hand in die Taſſchen / vnd nam einen Stein daraus / vnd ſchleudert / vnd traff den Phi­li­ſter an ſei­ne ſtirn / das der Stein in ſei­ne ſtirn fuhr / vnd er zur erden fiel auff ſein angeſicht. 50Alſo vberwand Dauid den Phi­li­ſter mit der Schleuder vnd mit dem Stein / vnd ſchlug jn / vnd tödtet jn. Vnd da Dauid kein Schwert in ſei­ner hand hatte / 51lieff er / vnd trat zu dem Phi­li­ſter / vnd nam ſein Schwert vnd zogs aus der ſcheiden / vnd tödtet jn / vnd hieb jm den Kopff damit abe.

 

 

Goliath von

Dauid vber­wun­den vnd ge­töd­tet.

 

 

DA aber die Phi­li­ſter ſahen / das jr Sterckſter tod war / flohen ſie.

 

 

 

Holzschnitte der Bibel

Die Holzschnitte der Bibel

Holzschnitt in 1Sam 17

»David und Goliat«

Klicken Sie auf das Bild oben, um eine größere Ansicht zu erhalten.

 

WEITERER TEXT ZUR AUSWAHL FÜR DIE PREDIGT

Evangelium nach Matthäus

Mt 23,(1-7)8-12

POOL

M
2

 

Biblia

 

 

 

 

Euangelium
S. Mattheus.

 

C. XXIII.

 

 

Aus dem Abschnitt:

Die Rede gegen die Schriftgelehrten und Pharisäer

|| →Mk 12,38-40    || →Lk 20,45-47    || →Lk 11,39-52

Fakultativ: Verse 1 - 7

Luc. 11.

 

 

 

 

Mar. 10.

DA redete Jhe­ſus zu dem Volck / vnd zu ſei­nen Jüngern / 2vnd ſprach / Auff Moſes ſtuel ſi­tzen die Schrifft­ge­ler­ten vnd Pha­ri­ſe­er / 3Alles nu was ſie euch ſa­gen / das jr halten ſollet / das haltet vnd thuts / Aber nach jren wercken ſolt jr nicht thun / Sie ſa­gens wol / vnd thuns nicht. 4Sie binden aber ſchwere vnd vntregliche Bürden / vnd legen ſie den Men­ſchen auff den hals / Aber ſie wöllen die ſelben nicht mit einem finger regen. 5Alle jre werck aber thun ſie / das ſie von den Leuten geſehen werden. Sie machen jre Denckzedel breit / vnd die Seume an jren Kleidern gros. 6Sie ſi­tzen gerne oben an vber Tiſſch / vnd in den Schulen / 7vnd habens gerne / das ſie gegrüſſet werden auff dem Marckt / vnd von den men­ſchen Rabbi genant werden.

 

 

(Auff Moſes ſtuel ſi­tzen)

Wenn man an­ders vnd mehr denn Moſes geſetz leret / ſo ſitzet man nicht auff Moſes ſtuel / darumb ver­wirfft er auch her­nach jre werck vnd men­ſchen lere.

 

 

 

Verse 8 - 12

 

 

 

 

 

Luc. 14. 18.

 

 

 

 

 

IR ſolt euch nicht Rabbi nennen laſſen / Denn einer iſt ewer Mei­ſter / Chri­ſtus / Ir aber ſeid alle brüder. 9Vnd ſolt niemand Vater hei­ſſen auff erden / Denn einer iſt ewer Vater / der im Hi­mel iſt. 10Vnd jr ſolt euch nicht laſſen Meiſter nennen / Denn einer iſt ewer Mei­ſter / Chri­ſtus / 11Der gröſſeſt vnter euch / ſol ewer diener ſein / 12Denn wer ſich ſelbs erhöhet / der wird ernidriget / Vnd wer ſich ſelbs ernidriget / der wird erhöhet.

 

 

 

»Frewet euch mit den Frölichen /

vnd weinet mit den Weinenden.

Habt mit allen Men­ſchen Friede.«

→Römerbrief 12,15.18

Zum Gebrauch

Für die in­halt­li­che und the­ma­ti­sche Ge­stal­tung der Got­tes­dien­ste schla­gen die Ord­nun­gen der evan­ge­li­schen Kir­chen seit Jahr­hun­der­ten bib­li­sche Tex­te vor.

Die hier ge­bo­te­nen Tex­te fol­gen ei­ner Kir­chen­ord­nung, die heu­te nicht mehr gül­tig ist!

Bit­te ru­fen Sie den Kir­chen­tag im ak­tu­el­len Jahr auf, wenn Sie wis­sen möch­ten, wel­che Bi­bel­stel­len für Le­sun­gen und Pre­digt nach der gül­ti­gen Kir­chen­ord­nung für den Got­tes­dienst emp­foh­len wer­den.

 

Biblia 1545

Hinweise zur Stilkunst.de-Ausgabe

Erläuterungen zum Satz und zur Typografie des Bibeltextes

Der Text aus der Luther­bi­bel ist auf un­se­ren Sei­ten in An­leh­nung an das Druck­bild des Ori­gi­nals von 1545 wie­der­ge­ge­ben.

Den Sei­ten­auf­bau, die ver­wen­de­ten Schrif­ten, die Schreib­re­geln der Frak­tur­schrift und Luthers In­ten­tio­nen, mit der Ty­po­gra­fie Le­se­hil­fen be­reit­zu­stel­len, er­läu­tert dem in­ter­es­sier­ten Le­ser un­ser Ar­ti­kel »Satz und Ty­po­gra­fie der Luther­bi­bel von 1545«.

 

 

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Das Gleichnis vom Pharisäer und Zöllner

Titelbild
Hörbuch-Video zur Biblia 1545

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Das Video zeigt den Text der Ge­schich­te aus der Luther­bi­bel von 1545, in der Je­sus die An­ma­ßung der Fröm­mig­keit und die Über­heb­lich­keit ver­ur­teilt, vor­ge­le­sen von Reiner Makohl.

 
Sabrina

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