1. Sonntag nach Trinitatis

Sonntag, 14. Juni 2020

evangelisches Kreuz
QuickInfo

Textordnung der Evangelischen Kirchen Deutschlands

Evangelium    Zum TextLk 16,19-31
Predigt Zum TextApg 4,32-37  
Lied EG 365, EG 382  
→Gottesdienstordnung

 

evangelisches Kreuz

Das evangelische Kirchenjahr

Christusmonogramm mit A und O in der liturgischen Farbe Grün
14.6.2020 | 1. Sonntag nach Trinitatis
Sonntag
 

1. Sonntag
nach Trinitatis

 

 
Symbol

Gottschalk der Wende

(† 7. Juni 1066 in Lenzen)

Info

Fällt der →Tag Johannes des Täufers (24. Juni) auf den 1. Sonntag nach Trinitatis oder auf einen Tag der vorausgehenden oder folgenden Woche, dann können die Lesungen dieses Gedenktages an die Stelle der Sonntagslesungen treten.

 

Fällt der →Gedenktag der Augsburgischen Konfession auf den 1. Sonntag nach Trinitatis, dann kann sein →Proprium das Sonntagsproprium ersetzen, wenn dieser Sonntag nicht schon für die Feier des →Tags der Geburt Johannes des Täufers vorgesehen ist.

 

Der →Tag der Apostel Petrus und Paulus (29. Juni) kann in die Woche nach diesen Sonntag fallen und wird dann am folgenden Sonntag, dem 2. Sonntag nach Trinitatis begangen.

 

Der→Tag des Besuchs Marias bei Elisabeth, Heimsuchung, (2. Juli) kann in die Woche nach diesen Sonntag fallen und kann am 1. Sonntag nach Trinitatis begangen werden oder am 2. Sonntag nach Trinitatis, wenn dort nicht schon der Tag der Apostel Petrus und Paulus nachzuholen ist.

 

Der →Tag des Apostels Thomas (3. Juli) kann in die Woche nach dem diesen Sonntag fallen und kann nicht an einem der angrenzenden Sonntage vor- oder nachgeholt werden.

 

Wirkung im Kirchenjahr 2019/2020

- keine -

 

Kalenderblätter

 

Bewegliches Datum
Der 1. Sonntag nach Trinitatis liegt zwischen dem<br>24. Mai und dem 27. Juni eines Jahres.
 
  • 1. Sonntag nach Trinitatis
  • 9. Sonntag nach →Ostern
  • Abhängig vom →Osterdatum
  • Der 1. Sonntag nach Trinitatis liegt zwischen dem
    24. Mai und dem 27. Juni eines Jahres.
Symbol: Abstand zum Osterfest
 
  • 63 Tage nach Ostern
  • am 64. Tag nach Ostern, gerechnet ab Ostersonntag

 

Gottesdienstliche Ordnung

Symbol Evangelisch

Der evangelische

1. Sonntag
nach Trinitatis

Nach der Textordnung der Evangelischen Kirchen Deutschlands

 

gültig in den Kirchenjahren ab 2018/2019

 
 

Liturgische Farbe

 
Christusmonogramm mit A und O in der liturgischen Farbe Grün

Grün

 
 

Hallelujavers

 
 

Halleluja.

Die gerechtigkeit deiner Zeugnis iſt ewig / Vnterweiſe mich / ſo lebe ich.

Halleluja.

→Ps 119,144     

 
 

Spruch und Psalm

 
Biblia
1545
 

Spruch für die Woche

 

Wer in der Liebe bleibet / der bleibet in Gott / vnd Gott in jm.

→1Joh 4,16b

Pſalm
34
 

Psalm für die Woche

 

 

 

Lied für die Woche

 
Liedauswahl
A EG 365 Von Gott will ich nicht lassen
B EG 382 Ich steh vor dir mit leeren Händen, Herr
 

EG: Evangelisches Gesangbuch

 
 

HERR thu meine Lippen auff

Das mein Mund deinen Rhum verkündige.

→Psalm 51,17

 

 

Textlesung und Predigt

Nach der Perikopenordnung der Evangelischen Kirche sind für Gottesdienste in den Jahren 2020 - 2025 die folgenden biblischen Texte vorgesehen:

 

Die biblischen Texte für die Lesungen

 
Lesung Text für die Lesung
Evangelium Zum TextLk 16,19-31
Epistel Zum Text1Joh 4,(13-16a)16b-21
Altes Testament Zum TextJer 23,16-29
   

 

 

Die biblischen Texte für die Predigt

Im Kirchenjahr 2019/2020 gilt die Reihe II.

 
Kirchen-
jahr
Datum Reihe Text für die Predigt Pool weiterer Texte
2019/2020 14.6.2020 II Zum TextApg 4,32-37 Zum TextSir 41,1-4
2020/2021 6.6.2021 III Zum TextJona 1,1 - 2,2(3-10)11 Zum Text2Tim 3,14-17
2021/2022 19.6.2022 IV Zum TextLk 16,19-31
2022/2023 11.6.2023 V Zum Text1Joh 4,(13-16a)16b-21
2023/2024 2.6.2024 VI Zum TextJer 23,16-29
2024/2025 22.6.2025 I Zum TextJoh 5,39-47
   

 

Predigtreihe über das Buch Jona

vom 1. bis zum 3. Sonntag nach Trinitatis sind ab 2018/2019 die ehemaligen Continuatexte des Buchs Jona in die Jahresreihen eingeordnet. Am 1. So. n. Tri. in Reihe III, am 2. So. n. Tri. in Reihe IV und am 3. So. n. Tri. in Reihe V. Es empfielt sich, dieser Ordnung zu folgen.

Die drei Texte des Buchs Jona können aber nach wie vor für eine Continua-Predigt zusammenhängend innerhalb einer Reihe verwendet werden. Die Reihe ist frei wählbar. Es sollten allerdings Doppelungen eines Jona-Textes innerhalb eines Zykluses (Reihen I bis VI) vermieden werden. Anstelle der dann verschobenen Jona-Texte können Texte aus dem Pool »Weitere Texte« genutzt werden.

 

Kirchenjahr und Datum:
Unsere Sortierung stellt jeweils das gewählte Kirchenjahr nach oben. Die Spalte »Datum« zeigt das tatsächliche Datum des Tages, für den der Predigttext gilt.

Reihen:
Die Perikopenordnung kennt drei Lesetexte (je einen aus den Evangelien, den Episteln und dem Alten Testament) sowie sechs Predigttextreihen.
Die Reihen werden mit römischen Zahlen von I bis VI gekennzeichnet. Jede Reihe benennt die Bibeltexte (Perikopen) für alle Predigten in einem Kirchenjahr zwischen dem 1. Advent und dem Ewigkeitssonntag.

Die Reihen gelten nacheinander. Sie umfassen somit die Zeitspanne von sechs Kirchenjahren.

Die Zählung der Reihen begann im Kirchenjahr 2018/2019 mit Reihe I und wird kontinuierlich fortgeführt. Nach Reihe VI folgt wieder Reihe I.

Die Reihe II gilt für das Kirchenjahr 2019/2020, danach wieder für das Kirchenjahr 2025/2026.
Die Reihe III gilt für das Kirchenjahr 2020/2021, danach wieder für das Kirchenjahr 2026/2027,
usw.

Pool weiterer Texte:
Der Pool weiterer Texte stellt Bibeltexte zur Auswahl, die thematisch gut zum Tag passen. Aus ihnen kann die Gemeinde unabhängig von Reihe und Kirchenjahr einen Text für die Predigt wählen, der dann den vorgesehenen Predigtext der gültigen Reihe ersetzt.

 

Biblia 1545

Perikopen nach Luther 1545

1. Sonntag nach Trinitatis

Perikopen

Texte für Lesungen und Predigt

Gültig für die Kirchenjahre ab 2018/2019

 

Biblia
1545

Text nach der Lutherbibel von 1545.
Gesetzt nach der Vorlage des Originals in Frakturschrift
mit Luthers Scholion in den Marginalspalten.

Ergänzt um Verszählung und Abschnittsüberschriften.

 

LESUNG AUS DEM EVANGELIUM UND PREDIGTTEXT

Evangelium nach Lukas

Lk 16,19-31

REIHE

IV

 

Biblia

 

 

 

 

Euangelium
S. Lucas.

 

C. XVI.

 

 

Verse 19-31

Die Geschichte vom reichen Mann und dem armen Lazarus

 

ES war aber ein reicher Man / der kleidet ſich mit Purpur vnd köſtlichem Linwand / vnd lebet alle tage herrlich vnd in freuden. 20Es war aber ein Armer / mit namen Lazarus / der lag fur ſeiner Thür voller Schweren / 21vnd begeret ſich zu ſettigen von den Broſamen / die von des Reichen tiſche fielen. Doch kamen die Hunde / vnd lecketen jm ſeine Schweren. 22Es begab ſich aber / das der Arme ſtarb / vnd ward getragen von den Engeln in Abrahams ſchos. Der Reiche aber ſtarb auch / vnd ward begraben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

23ALs er nu in der Helle vnd in der qual war / hub er ſeine Augen auff / vnd ſahe Abraham von fernen / vnd Lazarum in ſeinem Schos / 24rieff vnd ſprach / Vater Abraham / Erbarme dich mein / vnd ſende Lazarum / das er das euſſerſte ſeines Fingers ins waſſer tauche / vnd küle meine Zungen / Denn ich leide pein in dieſer flammen. 25Abraham aber ſprach / Gedencke Son / das du dein gutes empfangen haſt in deinem Leben / vnd Lazarus da gegen hat böſes empfangen / Nu aber wird er getröſtet / Vnd du wirſt gepeiniget. 26Vnd vber das alles / iſt zwiſſchen vns vnd euch eine groſſe Klufft befeſtiget / das die da wolten von hinnen hin ab faren zu euch / könden nicht / vnd auch nicht von dannen zu vns herüber faren.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

27DA ſprach er / So bitte ich dich Vater / das du jn ſendeſt in meines Vaters haus / 28Denn ich habe noch fünff Brüder / das er jnen bezeuge / Auff das ſie nicht auch komen an dieſen Ort der qual. 29Abraham ſprach zu jm / Sie haben Moſen vnd die Propheten / Las ſie die ſelbigen hören. 30Er aber ſprach / Nein / Vater Abraham / ſondern wenn einer von den Todten zu jnen gienge / ſo würden ſie buſſe thun. 31Er ſprach zu jm / Hören ſie Moſen vnd die Propheten nicht / ſo werden ſie auch nicht gleuben / ob jemand von den Todten auffſtünde.

 

 

 

 

 

 

(Sie haben)

Hie iſt verboten den Polter­geiſt­ern vnd er­ſchei­nen­den Todt­en zu gleu­ben.

 

 

 

LESUNG AUS DEN EPISTELN UND PREDIGTTEXT

Erster Brief des Johannes

1Joh 4,(13-16a)16b-21

REIHE

V

 

Biblia

 

 

 

 

Die erſte Epiſtel
S. Johánnis.

 

C. IIII.

 

 

Aus dem Abschnitt

Die Liebe Gottes und die Liebe untereinander

 

 

Paulus schreibt:

 

 

Fakultativ: Verse 13-16a

 

DAran erkennen wir / das wir in jm bleiben / vnd er in vns / Das er vns von ſeinem Geiſt gegeben hat. 14Vnd wir haben geſehen vnd zeugen / das der Vater den Son geſand hat zum Heiland der welt. 15Welcher nu bekennet / Das Jheſus Gottes Son iſt / in dem bleibet Gott / vnd er in Gott. 16Vnd wir haben erkand vnd gegleubet die Liebe / die Gott zu vns hat.

 

 

 

 

Verse 16b-21

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

GOTT iſt die Liebe / vnd wer in der Liebe bleibet / der bleibet in Gott / vnd Gott in jm.17Daran iſt die Liebe völlig bey vns / auff das wir eine freidigkeit haben am tage des gerichts / Denn gleich wie er iſt / ſo ſind auch wir in dieſer Welt. 18Furcht iſt nicht in der Liebe / ſondern die völlige Liebe treibet die furcht aus / Denn die furcht hat pein / Wer ſich aber fürchtet der iſt nicht völlig in der Liebe.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

19LAſſet vns jn lieben / denn er hat vns erſt geliebet. 20So jemand ſpricht / Ich liebe Gott / Vnd haſſet ſeinen Bruder / der iſt ein Lügener. Denn wer ſeinen Bruder nicht liebet / den er ſihet / Wie kan er Gott lieben / den er nicht ſihet? 21Vnd dis Gebot haben wir von jm / Das / wer Gott liebet / das der auch ſeinen Bruder liebe.

 

 

 

LESUNG AUS DEM ALTEN TESTAMENT UND PREDIGTTEXT

Buch des Propheten Jeremia

Jer 23,16-29

REIHE

VI

 

Biblia

 

 

 

 

Der Próphet Jeremiá.

 

C. XXIII.

 

 

Aus dem Abschnitt

Worte über die falschen Propheten

Vgl. →Hes 13,2-16; →Hes 34

Verse 16-29

 

SO ſpricht der HERR Zebaoth / Gehorcht nicht den worten der Propheten / ſo euch weiſſagen / Sie betriegen euch / Denn ſie predigen jrs hertzen Geſicht / vnd nicht aus des HERRN Munde. 17Sie ſagen denen die mich leſtern / Der HERR hats geſagt / Es wird euch wol gehen / Vnd allen / die nach jrs hertzen tunckel wandeln / ſagen ſie / Es wird kein Vnglück vber euch komen. 18Denn wer iſt im Rat des HERRN geſtanden / der ſein wort geſehen vnd gehört habe? Wer hat ſein wort vernomen vnd gehöret.

Jere. 14.

27. 29.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

19SJhe / Es wird ein wetter des HERRN mit grim komen / vnd ein ſchrecklich vngewitter den Gottloſen auff den Kopff fallen. 20Vnd des HERRN zorn wird nicht nachlaſſen / Bis er thu vnd ausrichte was er im ſinn hat / Hernach werdet jrs wol erfaren. 21Ich ſandte die Propheten nicht / Noch lieffen ſie / Ich redet nicht zu jnen / Noch weiſſagten ſie. 22Denn wo ſie bey meinem Rat blieben / vnd hetten meine wort meinem volck gepredigt / So hette ſie daſſelb von jrem böſen weſen / vnd von jrem böſen leben bekeret.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(Daſſelb)

Gottes wort be­ke­ret / Al­le an­der Le­re ver­fü­ret.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

23BIn ich nicht ein Gott / der nahe iſt / ſpricht der HERR / vnd nicht ein Gott / der ferne ſey? 24Meinſtu / das ſich jemand ſo heimlich verbergen könne / das ich jn nicht ſehe? ſpricht der HERR. Bin ichs nicht / der Himel vnd Erden füllet / ſpricht der HERR?

(Nahe iſt)

Sie ſind ſo ſicher vnd frech / als ſe­he ich ir fal­ſches le­ren nicht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

ICH höre es wol / Das die Propheten predigen vnd falſch weiſſagen in meinem Namen / vnd ſprechen / Mir hat getreumet / mir hat getreumet. 26Wenn wollen doch die Propheten auffhören? die falſch weiſſagen / vnd jres Hertzen triegerey weiſſagen / 27vnd wollen / Das mein Volck meines Namens vergeſſe / vber jren Treumen / die einer dem andern prediget / Gleich wie jre Veter meines namens vergaſſen / vber dem Baal. 28Ein Prophet / der Treume hat / der predige treume / Wer aber mein wort hat / der predige mein wort recht. Wie reimen ſich Stro vnd Weitzen zuſamen / ſpricht der HERR? 29Ist mein wort nicht wie ein Fewer / ſpricht der HERR / vnd wie ein Hamer der Felſen zuſchmeiſt?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(Predige treume)

Er laſſe meinen Namen mit frie­den / vnd ſa­ge nicht / das mein wort ſey / was jm treu­met / Son­dern es ſey ſein wort / vnd hab ſei­nen na­men.

 

 

 

PREDIGTTEXT AUS DEM NEUEN TESTAMENT

Evangelium nach Johannes

Joh 5,39-47

REIHE

I

 

Biblia

 

 

 

 

Euangelium
S. Johannes.

 

C. V.

 

 

Aus dem Abschnitt

Das Zeugnis Jesu für den Sohn Gottes

Verse 39-47

 

 

Jesus spricht:

 

SVchet in der Schrifft / Denn jr meinet / jr habt das ewige Leben drinnen / Vnd ſie iſts / die von mir zeuget / 40Vnd jr wolt nicht zu mir komen / das jr das Leben haben möchtet. 41Ich neme nicht Ehre von Menſchen / 42Aber ich kenne euch / das jr nicht Gottes liebe in euch habt. 43Ich bin komen in meines Vaters namen / vnd jr nemet mich nicht an / So ein ander wird in ſeinem eigen namen komen / den werdet jr annemen. 44Wie könnet jr gleuben / die jr ehre von einander nemet? Vnd die Ehre / die von Gott alleine iſt / ſüchet jr nicht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

45IR ſolt nicht meinen / das ich euch fur dem Vater verklagen werde / Es iſt einer / der euch verklaget / der Moſes / auff welchen jr hoffet. 46Wenn jr Moſi gleubtet / ſo gleubtet jr auch mir / Denn er hat von mir geſchrieben. 47So jr aber ſeinen Schrifften nicht gleubet / Wie werdet jr meinen worten gleuben?

 

 

 

PREDIGTTEXT AUS DEM NEUEN TESTAMENT

Apostelgeschichte nach Lukas

Apg 4,32-37

REIHE

II

 

Biblia

 

 

 

 

Das anderteil des Euangelij S. Lucas: Von der Apoſtel Geſcĥicĥte.

 

C. IIII.

 

 

Verse 32-37

Die Gütergemeinschaft der ersten Christen

 

DEr menge aber der Gleubigen war ein Hertz vnd eine Seele. Auch keiner ſagete von ſeinen Gütern / das ſie ſein weren / ſondern es war jnen alles gemein. 33Vnd mit groſſer krafft gaben die Apoſtel zeugnis von der aufferſtehung des HErrn Jheſu / vnd war groſſe gnade bey jnen allen. 34Es war auch keiner vnter jnen / der mangel hatte / Denn wie viel jr waren / die da Ecker oder Heuſer hatten / verkaufften ſie das ſelb / vnd brachten das Geld des verkaufften Guts / 35vnd legetens zu der Apoſtel füſſe / Vnd man gab einem jglichen / was jm not war.

 

 

 

 

(Krafft)

Mit groſſem mut / ſeer kecklich vnd freidig.

 

 

 

 

 

 

 

 

IOſes aber mit dem zunamen von den Apoſteln genant Barnabas (das heiſſet ein Son des troſts) vom geſchlecht ein Leuit aus Cypern / 37der hatte einen Acker / vnd verkauffte jn / vnd brachte das Gelt / vnd legets zu der Apoſtel fuſſe.

Barnabas.

 

 

 

PREDIGTTEXT AUS DEM NEUEN TESTAMENT

Buch des Propheten Jona

Jona 1,1 - 2,2(3-10)11

REIHE

III

 

Biblia

 

 

 

 

Der Próphet
Jóná.

 

C. I.

 

 

Holzschnitt, Titelbild zum Buch des Propheten Jona

 

 

 

 

 

 

Kapitel 1

Jonas Berufung und Flucht vor Gott auf ein Schiff

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

ES geſcĥacĥ das wort

des HERRN zu Jona dem ſon Amithai / vnd ſprach / 2Mache dich auff / vnd gehe in die groſſe ſtad Ninene / vnd predige drinnen / Denn jre bosheit iſt er auff komen fur mich. 3Aber Jona machte ſich auff vnd flohe fur dem HERRN / vnd wolt auffs Meer / vnd kam hin ab gen Japho / Vnd da er ein Schiff fand / das auffs Meer wolt faren / gab er fehrgeld vnd trat drein / das er mit jnen auffs Meer füre / fur dem HERRN.

 

 

 

 

Das Schiff gerät in Seenot

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

DA lies der HERR einen groſſen wind auffs Meer komen / vnd hub ſich ein gros vngewitter auff dem Meer / Das man meinet / das Schiff würde zu brechen. 5Vnd die Schiffleute furchten ſich / vnd ſchrien / ein jglicher zu ſeinem Gott / vnd worffen das Gerete / das im Schiff war / ins Meer / das es leichter würde. Aber Jona war hinunter in das Schiff geſtiegen / lag vnd ſchlieff. 6Da trat zu jm der Schiffherr / vnd ſprach zu jm / Was ſchleffeſtu? Stehe auff / ruffe deinen Gott an / Ob vieleicht Gott an vns gedencken wolte / das wir nicht verdürben.

 

 

 

 

Die Matrosen versuchen, ihr Leben zu retten

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

7VND einer ſprach zum andern / Kompt / wir wollen loſſen / das wir erfaren / vmb welchs willen es vns ſo vbel gehe / Vnd da ſie loſſeten / traffs Jonam. 8Da ſprachen ſie zu jm / Sage vns / warumb gehet es vns ſo vbel? Was iſt dein gewerbe? vnd wo kompſtu her? Aus welchem Lande biſtu? vnd von welchem Volck biſtu? 9Er ſprach zu jnen / Ich bin ein Ebreer / vnd fürchte den HERRN Gott von Himel / welcher gemacht hat das Meer vnd das Trocken. 10Da furchten ſich die Leute ſeer / vnd ſprachen zu jm / Warumb haſtu denn ſolches gethan? Denn ſie wuſten / das er fur dem HERRN flohe / Denn er hatte es jnen geſagt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

11DA ſprachen ſie zu jm / Was ſollen wir denn mit dir thun / das vns das Meer ſtille werde? Denn das meer fuhr vngeſtüm. 12Er ſprach zu jnen / Nemet mich vnd werfft mich ins Meer / ſo wird euch das Meer ſtill werden / Denn ich weis / das ſolch gros Vngewitter vber euch kompt vmb meinen willen. 13Vnd die Leute trieben / das ſie wider zu lande kemen / Aber ſie kundten nicht / Denn das Meer fuhr vngeſtüm wider ſie. 14Da rieffen ſie zu dem HERRN / vnd ſprachen / Ah HERR / las vns nicht verderben vmb dieſes Mannes ſeele willen / vnd rechne vns nicht zu vnſchüldig blut / Denn du HERR thuſt / wie dirs gefellet.

 

 

 

 

 

Jona wird über Bord geworfen

 

 

 

 

 

 

15VND ſie namen Jona / vnd wurffen jn ins Meer / Da ſtund das Meer ſtill von ſeinem wüten. 16Vnd die Leute furchten den HERRN ſeer / vnd theten dem HERRN opffer vnd gelübde.

 

 

 

 

 

 

 

Fakultativ: Kapitel 2

2

 

 

 

 

Beginn des Ka­pi­tels 2 nach heu­ti­ger Zähl­wei­se!

 

 

 

 

 

Vers 1

Jona wird vom Fisch verschlungen

→Matt. 12.

 

 

 

 

 

1Aber der HERR verſchafft einen groſſen Fiſch / Jona zuuerſchlingen / Vnd Jona war im leibe des Fiſches / drey tag vnd drey nacht.

 

 

 

 

 

C. II.

 

 

 

 

Vers 2

Jonas Gebet im Bauch des Fisches

 

 

 

 

 

 

 

 

 

VND Jona betet zu dem HERRN ſeinem Gott / im Leibe des Fiſches .

 

 

 

 

 

 

 

Fakultativ: Verse 3-10

 

 

 

 

 

 

3vnd ſprach.

ICH rieff zu dem HERRN in meiner Angſt / vnd er antwortet mir / Ich ſchrey aus dem Bauche der Hellen / vnd du höreteſt meine ſtim.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

4DV warffeſt mich in die Tieffe mitten im Meer / das die Flut mich vmbgaben / Alle deine wogen vnd wellen giengen vber mich.

5DAs ich gedacht / Ich were von deinen Augen verſtoſſen / Ich würde deinen heiligen Tempel a nicht mehr ſehen.

6WAſſer vmbgaben mich / bis an mein Leben / Die Tieffe vmbringete mich Schilff bedeckte mein Heubt.

7ICH ſanck hinuntern zu der Berge gründe / Die Erde hatte mich verriegelt ewiglich / Aber du haſt mein Leben aus dem Verderben gefürt / HERR mein Gott.

8DA meine Seele bey mir verzagt / Gedacht ich an den HERRN / Vnd mein Gebet kam zu dir / in deinen heiligen Tempel.

a

(Nicht mehr)

Ebraice eſt que­ſi­ti­uum, Num uel an ui­debo Templum? Hoc debet uerti ne­ga­ti­ue. Nec cu­res hic Ebraiſtas grammati­ſtas, qui in ſenſu Scripturae ſunt Ra­biniſtae, id eſt, ani­mal ſine intellectu. Ipſi in affectibus pro­phe­ticis de re­bus tam arduis nihil ex­perti ſunt, Ideo nec uerba intelligere poſſunt.

→*1)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

9b DIe da halten vber dem Nichtigen / Verlaſſen jre gnade.

10ICh aber wil mit Danckopffern / Meine Gelübde wil ich bezalen dem HERRN / das er mir geholffen hat.

b

Auff Deudſch / Werckheiligen vnd Heuchler ver­laſſen jren Gott vnd Chri­ſtum / vmb jres nich­ti­gen Gottes­dienſts wil­len.

 

 

 

 

 

Vers 11

Der Fisch spuckt Jona wieder aus

 

 

 

11VND der HERR ſprach zum Fiſche / Vnd der ſelb ſpeiet Jona aus ans Land.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

*1) lat.: Ebraice est quae­si­ti­uum, Num vel an vi­debo Templum? Hoc debet verti ne­ga­ti­ve. Nec cu­res hic Ebraistas grammati­stas, qui in sensu Scripturae sunt Ra­binistae, id est, ani­mal sine intellectu. Ipsi in affectibus pro­phe­ticis de re­bus tam arduis nihil ex­perti sunt, Ideo nec verba intelligere possunt.

dt.: »Im Hebräischen ist es eine Frage: "Ob ich wohl jemals den Tempel wiedersehen werde?" Dies muss verneinend übersetzt werden. Und du solltest dich nicht um die Experten der Hebräischen Grammatik kümmern, die im Sinne der Schrift Rabbiner sind, dass heißt, Wesen ohne Verstand. Sie selbst sind in der Auslegung der Propheten, in Dingen, die sehr schwer sind, keine Experten. Daher können sie die Frage nicht verstehen.«

 

 

 

Holzschnitte der Bibel

Die Holzschnitte der Bibel

Hinweis zur Abbildung in Jona 1

»Die Geschichte des Propheten Jona«

Klicken Sie auf das Bild oben, um eine größere Ansicht zu erhalten.

Die Bildsprechung finden Sie in diesem Artikel:

Titelbild zu Jona

»Die Geschichte des Propheten Jona«

Das Titelbild des Buchs Jona zeigt mehrere Szenen aus dem Buch Jona, von Jonas Berufung bis hin zum Abschlussdialog zwischen Gott und Jona. Viel Platz ist dem großen Fisch gewidmet, der Jona verschlang.

 

WEITERER TEXT ZUR AUSWAHL FÜR DIE PREDIGT

Buch des Jesus Sirach

Sir 41,1-4

Neue Zählung

POOL

W
1

Achtung!

Das Buch Jesus Sirach ist Teil der →Apokryphen des Alten Testaments.
Diese Texte sind nicht in jeder Bibelausgabe abgedruckt!

Der Text des Buches Jesus Sirach wurde für die Lutherbibel 2017 komplett neu übersetzt und weicht von der hier gezeigten Textgestalt (gültig bis 2016; letzmals revidiert 1984) stellenweise erheblich ab.

 

Biblia

 

 

 

 

Das Bucĥ
Jeẛus Syracĥ.

 

C. XLI.

 

 

Verse 41,1-4 [41,1-7]

Vom Tod

 

 

 

 

 

 

O Tod wie bitter biſtu / wenn an dich gedenckt ein Menſch / der gute tage vnd gnug hat / vnd on ſorge lebt / [2]Vnd dem es wol gehet in allen dingen / vnd noch wol eſſen mag.

 

 

 

 

 

2[3]O Tod / wie wol thuſtu dem Dürfftigen / [4]der da ſchwach vnd alt iſt / Der in allen ſorgen ſteckt / vnd nichts beſſers zu hoffen / noch zu gewarten hat.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

3.4[5]FVrchte den Tod nicht / Gedencke / das alſo vom HERRN geordent iſt / vber alles Fleiſch / beide dere / die vor dir geweſen ſind / vnd nach dir komen werden. [6]Vnd was wegerſtu dich wider Gottes willen / du lebeſt zehen / hundert oder tauſent jar? [7]Denn im Tod fraget man nicht / wie lange einer gelebt habe.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Anmerkung zur Verszählung

Die Verszählung der Bibelausgaben vor 2017:grüne Zahlen in eckigen Klammern.

Die neue Zählung der Lutherbibel 2017 wird hier durch die roten Zahlen angezeigt.

Nähere Ausführungen zur neuen Verszählung finden Sie im zugehörigen Kapitel unserer Online-Bibel oder in den Ausgaben der Lutherbibel mit dem revidierten Text 2017.

 

 

 

WEITERER TEXT ZUR AUSWAHL FÜR DIE PREDIGT

Zweiter Brief des Paulus an Timotheus

2Tim 3,14-17

POOL

W
2

 

Biblia

 

 

 

 

Die ánder Epiſtel
S. Páuli:
An Timótheum.

 

C. III.

 

 

Verse 14-17

Die Bedeutung der heiligen Schrift

 

 

Paulus schreibt:

 

 

 

 

 

 

 

 

→2. Pet. 1.

DV aber / bleibe in dem das du gelernet haſt / vnd dir vertrawet iſt / Sintemal du weiſſeſt / von wem du gelernet habſt / 15Vnd weil du von kind auff die heilige Schrifft weiſſeſt / kan dich dieſelbige vnterweiſen zur ſeligkeit / durch den glauben an Chriſto Jheſu. 16Denn alle Schrifft von Gott eingegeben / iſt nütz zur lere / zur ſtraffe / zur beſſerung / zur züchtigung in der gerechtigkeit / 17Das ein Menſch Gottes / ſey volkomen / zu allem guten werck geſchickt.

 

 

 

Gedankenpause

Gedankenpause

»Der Gerechte wird seines Glaubens leben.«

Römerbrief, Kapitel 1, Verse 16a und 17

 

Leittext für die Zeit nach Trinitatis

Wir ha­ben den Text→Römer 1,16A.17 als Leit­text für die Bei­trä­ge zu den Sonn­ta­gen nach Tri­ni­ta­tis ge­wählt. In die­ser Zeit ste­hen die The­men »Glau­be« und »Ge­mein­de« im Vor­der­grund der Ver­kün­di­gung. Es geht um die Fra­ge­stel­lun­gen, was Glau­ben ist, wie sich Glau­ben zeigt und aus­wirkt, wie die Ge­mein­de Glau­ben um­set­zen und le­ben kann, wie Glau­ben die Ge­mein­de formt.

Ne­ben dem Vaterunser, der Se­gens­bi­tte und dem Glau­bens­be­kenn­tnis bie­ten die Aus­füh­run­gen von Pau­lus wun­der­ba­re An­lei­tun­gen für prak­ti­zier­tes Chris­ten­tum. Sie er­klä­ren in äu­ßert knap­per Form Sinn, In­hal­te und Ziel des Glau­bens.

Sie fin­den An­re­gun­gen für ei­ge­nen Ge­dan­ken über das The­ma Glau­ben in die­sem Ar­ti­kel:

Die Einladung zum Glauben | © Geschütztes Bildmaterial
Zum Artikel

→Die Einladung zum Glauben

Genügt es, Glau­ben zu be­ken­nen? Wie wirkt sich die­ses Be­kennt­nis aus? Ist mehr zu tun? Wie kann ich den Er­folg mes­sen? Was ist das Ziel des Glau­bens?

Anregungen für Ihre Gedanken

 

»Frewet euch mit den Frölichen /

vnd weinet mit den Weinenden.

Habt mit allen Menſchen Friede.«

→Römerbrief 12,15.18

Zum Gebrauch

Für die in­halt­li­che und the­ma­ti­sche Ge­stal­tung der Got­tes­dien­ste schla­gen die Ord­nun­gen der evan­ge­li­schen Kir­chen bib­li­sche Tex­te vor.

Sie sind je­doch nicht nur für den Vor­trag im Gottes­dienst ge­dacht. Es sind gleich­zei­tig Lese­emp­feh­lun­gen für je­den, der sich für die christ­li­che Re­li­gi­on oder für die Bi­bel in der prak­ti­schen An­wen­dung in­ter­es­siert.

Wir möch­ten Sie daher aus­drück­lich da­zu er­mun­tern, die Text­stel­len ein­mal in Ihrer Bi­bel zu le­sen!

Über das Jahr be­trach­tet, wer­den Sie auf die­se Wei­se die we­sent­li­chen Text­zeug­nis­se ken­nen­ler­nen, auf die sich die christ­li­che Re­li­gi­on stützt.

 

Biblia 1545

   Hinweise zur Stilkunst.de-Ausgabe

Erläuterungen zum Satz und zur Typografie des Bibeltextes

Der Text aus der Luther­bi­bel ist auf un­se­ren Sei­ten in An­leh­nung an das Druck­bild des Ori­gi­nals von 1545 wie­der­ge­ge­ben.

Den Sei­ten­auf­bau, die ver­wen­de­ten Schrif­ten, die Schreib­re­geln der Frak­tur­schrift und Luthers In­ten­tio­nen, mit der Ty­po­gra­fie Le­se­hil­fen be­reit­zu­stel­len, er­läu­tert dem in­ter­es­sier­ten Le­ser un­ser Ar­ti­kel »Satz und Ty­po­gra­fie der Luther­bi­bel von 1545«.

 

 

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→Sonntag Trinitatis 2020

Der Sonntag thematisiert die Tri­ni­tät, die Drei­fal­tig­keit Got­tes, und das Glau­bens­be­kennt­nis. Wir be­leuch­ten Hin­ter­grün­de und be­trach­ten sie kri­tisch.

Mehr darüber in diesem Artikel.
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