4. Advent

Sonntag, 20. Dezember 2020

Der Tag im Kalender

Der Tag im Jahreskalender

20.12.2020 | 4. AdventSonntag
 
 

4. Advent

 
Symbol

 🕯🕯🕯🕯 vier Kerzen
am Adventskranz

Symbol

Katharina von Bora

(† 20. Dezember 1552 in Torgau)

Symbol

4. Adventssonntag

Rorate

 

Kalenderblätter

 

Bewegliches Datum
4. Advent zwischen dem 18. Dezember und dem 24. Dezember
 
  • Der frühest mögliche Termin für den 4. Advent ist der 18. De­zemb­er. In diesem Fall wird Heiligabend ein Samstag sein.
  • Der spä­test mögliche Termin ist der 24. Dezember, dann fällt Hei­lig­abend auf einen Sonntag, der zugleich der →4. Ad­vents­sonn­tag ist.
Symbol: Länge der Adventszeit
 
  • Die →Adventszeit umfasst die vier Sonntage vor dem →1. Weih­nachts­feie­rtag. Sie beginnt immer am ersten Ad­vents­sonn­tag und en­det an →Heiligabend. Dadurch ist sie un­ter­schied­lich lang und dauert 22 bis 28 Tage.
  • Im Jahr 2020 ist die Adventszeit 26 Tage lang.
Symbol: Tage bis zum Christfest
 
  • Der 4. Advent liegt einen Tag bis 7 Tage vor dem 1. Weih­nachts­fei­er­tag.
  • Der 4. Advent 2020 liegt 5 Tage vor dem 1. Weih­nachts­fei­er­tag.

 

Alternativer Artikel zum 4. Advent

In unserem Kalender zum →evangelischen Kirchenjahr finden Sie einen weiteren Artikel zum 4. Advent:

Zum Artikel

→Vierter Sonntag im Advent 2020/2021

Spruch, Psalm und Liedauswahl für die Woche sowie die Bi­bel­tex­te für Le­sun­gen und Pre­dig­ten nach der Kir­chen­ord­nung.

Mehr dazu in diesem Artikel.
 

Der Name Advent

 

Adventus Domini

Der Name Advent stammt aus dem Lateinischen und meint Ankunft (lat. adventus). Der vollständige lateinische Name lautet Adventus Domini ( »Ankunft des Herrn«) und bezeichnet die Jahreszeit, in der die Christenheit sich auf das Hochfest der Geburt von Jesus von Nazaret, auf Weihnachten, vorbereitet.

Die Christen gedenken der Geburt Jesu und feiern sie als Menschwerdung Gottes. Zugleich erinnert Advent daran, dass Christen das zweite Kommen Jesu Christi erwarten sollen.

 

Die Adventszeit

 

Praeparatio adventus Domini

Der lateinische Ausdruck praeparatio adventus Domini meint Vorbereitung der Ankunft des Herrn und bezeichnete bereits in der frühen Kirche das, was wir heute Adventszeit nennen.

Zunächst wurde die Adventszeit als Fastenzeit vor →Epiphanias (6. Januar) bzw. vor Weihnachten verstanden. Vermutlich seit dem 6. Jahrhundert wird die Adventszeit auch liturgisch im Messfeiern begangen. Anfangs schwankte die Zahl der Tage und damit die Zahl der Sonntage in der Adventszeit. Erst im 6. Jahrhundert wurden vier Adventssonntage vor Weihnachten durch Papst Gregor dem Großen (540 - 604) festgelegt.

 

Gedankenpausen

Sich auf den Weg machen

Gedanken zum 4. Advent

Weihnachtsvorbereitungen

Vierter Advent, die letzten Weihnachtsvorbereitungen laufen. Es sind Einkäufe zu er­le­di­gen, damit schließlich alles bereit ist: Festschmuck für Wohnung, Zutaten und Ge­trän­ke für das Festessen an den Feiertagen. Und ganz wichtig: Geschenke für alle, die man liebt, denen man eine Freude machen möchte oder denen man verpflichtet ist.

4. Advent | Weise Menschen machen sich auf den Weg

Abbildung: 4. Advent | Weise Menschen machen sich auf den Weg
Foto: © Geschütztes Bildmaterial

Die Weisen aus dem Morgenland

Der Brauch des Beschenkens begründet sich in der biblischen Geschichte über den Be­such der Weisen (→Matthäus 2,1-12). Auch sie trafen ihre Vorbereitungen. Doch uns geht es hier nicht um die Geschenke. Ein anderer Aspekt dieser Geschichte mag uns kurz be­schäf­ti­gen, der viel eher in die Adventszeit passt: Sich auf den Weg machen.

Die Geschichte erzählt fast nichts über die lange Reise der Weisen vom Morgenland bis nach Israel. Sie begnügt sich mit dem Hinweis »da kamen Weise aus dem Morgenland nach Je­ru­sa­lem« (→Matthäus 2,1).

Wir dürfen davon ausgehen, dass die Weisen eine mehrwöchige Reise unternommen hat­ten. Sie kamen aus fernen, nicht genannten Ländern, die östlich von Israel lagen, dort, wo die Son­ne aufgeht. Vermutlich begann ihre Reise schon lange vor dem eigentlichen Ge­burts­ter­min, im Advent.

Wir wissen nicht, wie viele Weise es waren. Die Tradition hat sich auf drei beschränkt we­gen der Zahl der Geschenke, die sie dabei hatten, und nennt sie »die Heiligen Drei Kö­ni­ge«. Wir wissen nicht, ob es Könige waren. Man zeichnet dieses Bild gern wegen der wert­vol­len Geschenke, die sie überbrachten. Wahrscheinlich waren es Gelehrte, Wis­sen­schaft­ler, die im gehobenen Dienst ihrer Regierungen arbeiteten.

Weihnachten ist international, interkulturell und ökumenisch

Wir wissen aber ganz sicher, dass die Weisen keine Christen waren, obwohl wir sie »Hei­li­ge« nennen. Die christliche Religion gab es noch gar nicht. Juden waren es auch nicht, die ihrem neugeborenen König der Juden hätten huldigen wollen und können. Wä­re Je­sus tatsächlich ein Königskind gewesen, wäre er nicht ihr künftiger König.

Sie kamen aus dem Morgenland, aus fremden Staaten mit eigenen Herrscherhäusern, Re­gie­run­gen und Königen. Für Maria und Joseph waren es Fremde, Ausländer, Angehörige an­de­rer Na­ti­o­nen und anderer Religionen, die in ihrem eigenen Kulturkreis aufwuchsen und leb­ten, was man ihnen ganz sicher ansah und anmerkte.

Und doch fand man zusammen in einem Stall in Bethlehem und feierte die Geburt eines Kin­des. In­ter­na­ti­o­nal, interkulturell und ökumenisch – so war Weihnachten von An­be­ginn!

Wie befremdlich mag das damals in den Augen aller gewesen sein, nicht nur in denen des Kö­nigs Herodes, der die Sache sehr ernst nahm, wie wir wissen. Ganz Bethlehem hat das mit­be­kom­men: Eine reich ausgestattete, kleine Reisegruppe aus fremden Ländern hält vor ei­nem Stall nahe einer überbelegten Herberge. Das hat für Aufsehen gesorgt. Und daher wuss­te man noch Jahre später davon zu erzählen, so, wie es Matthäus in seiner Erzählung tat.

Was ist Ihnen Weihachten wert?

Wir wissen auch nicht, wie viele Begleiter mit den Weisen unterwegs waren. Wir dür­fen aber davon ausgehen, dass sich eine kleine Karawane auf den Weg machte, an­ders, als es viele Abbildungen der christlichen Religion vermitteln. Solche Reisen führten durch weite, karge Landschaften, und das, was man unterwegs brauchte, musste man mit sich führen.

Wir wissen nicht, wie groß der Aufwand war, Lebensmittel, Kleidung und Zelte für eine lan­ge Rei­se durch Wüsten, durch öde Täler und über steinige Bergketten zu packen und zu trans­por­tie­ren. Wir wissen aber, wie sich auf den alten Handelsrouten durch Vorderasien in der damaligen Zeit Karawanen bewegten und Reisen durchführten. Es war teuer, auf­wän­dig und mühsam. Aber das alles war es ihnen wert!

Das alles war vorzubereiten. Die Reise der Weisen aus dem Morgenland war wohl ihre ganz besondere Art der »Weihnachtsvorbereitung«. Den Sinn der mühsamen Reise über­lie­fert uns Matthäus knapp in einem Satz, als die Weisen ihr Ziel erreicht hatten:

Die Weisen traten in das Haus ein, sahen das Kind mit seiner Mutter Maria, fielen nieder und huldigten ihm.
(→Matthäus 2,11a)

Sich besuchen, sich wertschätzen

Die Weisen suchten und besuchten das neugeborene Kind. All die Mühen und Be­schwer­lich­kei­ten der Reise und der ganze Aufwand nur deshalb! Doch warum mach­ten sie das?

Die Geschichte des Christentums wäre ohne diesen Besuch kaum anders verlaufen. Doch sie wollten teilhaben. Sie wollten selbst dabei sein und es mit ihren eigenen Augen sehen, was ihnen die Sterne und die Weissagungen ankündigten. Sie wollten ihre Verbundenheit und ihre hohe Wertschätzung persönlich überbringen. Dabei spielten für sie Nationalitäten, Re­li­gi­o­nen und Unterschiede im Glauben keine Rolle. Die Geschenke, die sie mitbrachten, un­ter­stri­chen letztendlich nur das, was ihnen die Reise wirklich bedeutete und was sie ih­nen wert war: Die Begegnung mit einem Menschen, den sie wertschätzten!

Weise Menschen machen sich auf den Weg

Sich besuchen, teilhaben am Leben anderer. Dessen Dasein wertschätzen. Unabhängig vom Glauben, von Religionen und von Nationalitäten. Dasein für andere, selbst dann, wenn es mühsam werden kann – auch das ist Weihnachten!

Fei­ern Sie Weihnachten? Feiern Sie Weihnachten! Es genügt, da zu sein. Dasein für sich und für andere. Losgelöst von Glauben, Religion und Nationalität. Dafür muss man kein Hei­li­ger sein und kein König. Das kann sehr leicht sein, aber dafür lohnt es sich auch, selbst müh­sa­me Reisen zu unternehmen und beschwerliche Wege zu gehen.

Und dafür die Vorbereitungen treffen: Sich auf den Weg machen in der Erwartung, mit dem anderen zu feiern – auch das ist Advent!

Sabrina

Text | Grafik | Webdesign | Layout:

©by Reiner Makohl | Stilkunst.de
©by Sabrina | SABRINA CREATIVE DESIGN™

SK Version 23.08.2020  

 

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