Die Sonntage Septuagesimä, Sexagesimä, Quinquagesimä und Quadragesimä

Herkunft und Sinn im liturgischen Jahr
Unter dem Maßstab evangelischer Wortbindung

Evangelisch gedacht
wortgebundene Klärungen zwischen Brauch, Bibel und Gegenwart

Die Sonntage Septuagesimä, Sexagesimä, Quinquagesimä und Quadragesimä

Herkunft und Sinn im liturgischen Jahr

 

Über die Bedeutung ihrer Namen und gegenwärtige Fehlinterpretationen

 

Reiner Makohl | Februar 2026

 

Be­fund

  • Die Sonn­tags­na­men Sep­tu­a­ge­si­mä, Sex­a­ge­si­mä, Quin­qua­ge­si­mä und Qua­dra­ge­si­mä be­zeich­nen kei­ne ein­heit­li­che An­nä­he­rung an Os­tern.
  • Ihre Zah­len­wer­te ent­spre­chen nicht den tat­säch­li­chen Ab­stän­den zum Os­ter­sonn­tag.
  • Je­der Sonn­tag steht für ei­ne ei­ge­ne Rück­wärts­zäh­lung mit ei­ge­nem Ziel­punkt.
  • Die De­ka­den­fol­ge ist kei­ne Run­dung, son­dern Teil ei­ner prä­zi­sen Zähl­ord­nung.
  • Sym­bo­li­sche Deu­tun­gen set­zen erst nach­träg­lich ein.
  • Die ver­brei­te­te Count­down-Deu­tung über­formt die ur­sprüng­li­che Struk­tur.
  • Maß­geb­lich ist die ka­len­da­ri­sche Wirk­lich­keit, nicht ih­re ver­ein­fach­te Er­klä­rung.
Die Sonntagsnamen | ©by Reiner Makohl

Grafik: Die Sonn­tags­na­men, ihre Be­deu­tun­gen als Or­di­nal­zah­len und die End­punk­te im Ka­len­der, auf die sie ver­wei­sen 
Bildnachweis: → siehe unten.

Worum es hier geht

 

In den Kir­chen­ka­len­dern tau­chen in der Zeit nach Epi­pha­ni­as bis zu vier la­tei­ni­sche Sonn­tags­na­men auf, die heu­te kaum noch je­mand er­klä­ren kann, und die selbst dort, wo Er­klä­run­gen ge­ge­ben wer­den, meist falsch er­klärt wer­den. Das ist der Aus­gangs­punkt die­ser Stu­die.

Die Na­men klin­gen ge­lehrt. Sie sind es auch. Aber ihre Ge­lehrt­heit ist ka­len­da­ri­scher, nicht sym­bo­li­scher Na­tur: Hin­ter Sep­tua­ge­si­mä, Se­xa­ge­si­mä, Quin­qua­ge­si­mä und Qua­dra­ge­si­mä ste­cken kei­ne va­gen Zah­len­sym­bo­le, kei­ne from­men Run­dun­gen, kei­ne mys­ti­schen Sieb­zi­gen oder Vier­zi­gen. Es sind prä­zi­se Zeit­span­nen – mit je ei­nem be­stimm­ten An­fang und ei­nem be­stimm­ten En­de.

Wer das weiß, kann die Na­men selbst nach­voll­zie­hen. Wer es nicht weiß, wird frü­her oder spä­ter auf Er­klä­run­gen sto­ßen, die – trotz ehr­wür­di­ger Quel­len und from­mer Ab­sicht – nicht stim­men.

Die­se Stu­die rich­tet sich an al­le, die wis­sen wol­len, was die­se Sonn­ta­ge wirk­lich be­deu­ten. Die An­mer­kun­gen sind so an­ge­legt, dass kein Bib­lio­theks­be­such nö­tig ist, der Text er­schließt sich aus sich selbst. Wer aber tie­fer ge­hen möch­te, fin­det in den An­mer­kun­gen die Quel­len.

 

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Reiner Makohl, Theologische Aufsätze: Die Bedeutung der Sonntagsnamen Septuagesimä, Sexagesimä, Quinquagesimä, Quadragesimä., in: Stilkunst.de,
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SK Version 27.03.2026