Über mich

Evangelisch, reformatorisch, wortgebunden

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Über mich

evangelisch, reformatorisch, wortgebunden

Ich schreibe als evangelischer Christ in reformatorischer Tradition. Nicht im Namen einer Kirche, nicht im Auftrag einer Partei und nicht mit dem Anspruch, für „das Christentum“ oder für andere Gläubige zu sprechen.

Maßstab meines theologischen Denkens ist die Bindung an das biblische Wort in seiner christologischen und geschichtlich reflektierten Auslegung. Diese Bindung ist für mich kein formaler Bekenntnissatz, sondern ein zentrales Kriterium dafür, ob religiöse Aussagen theologisch tragfähig sind. Nicht alles, was religiös klingt oder sich auf christliche Tradition beruft, ist deshalb bereits evangelisch oder theologisch verantwortet.

Mein Leitbild

 

Ich verstehe biblische Orientierung als Auftrag für die Gegenwart:

Mutig sein in der Über­tra­gung auf die He­r­aus­for­de­run­gen des 21. Jahr­hun­derts, stand­haft blei­ben in der chris­to­lo­gi­schen Aus­le­gung.

 

Mei­ne the­o­lo­gi­sche und per­sön­li­che Hal­tung grün­det im Rö­mer­brief (Ka­pi­tel 1, 16–17). In ei­ner zeit­ge­mä­ßen Über­tra­gung ge­le­sen, ist die­ser Text für mich die De­fi­ni­ti­on von Frei­heit, Ver­ant­wor­tung und Got­tes Nähe:

Ich schä­me mich des Evan­ge­li­ums nicht; denn es ist ei­ne Kraft Got­tes. Al­lein da­rauf ba­siert die Ge­rech­tig­keit, die vor Gott gilt.

Diese Ge­rech­tig­keit ent­steht aus dem Glau­ben he­r­aus, der Den­ken, Re­den und Han­deln be­stimmt und Vor­aus­set­zung ist für die Teil­ha­be am Reich Got­tes im Hier und Jetzt, wie es ge­schrie­ben steht: Der Ge­rech­te wird aus Glau­ben le­ben.

Christlicher Glaube bleibt für mich nicht privat. Er betrifft den Menschen in seiner konkreten Existenz, und damit auch das Zusammenleben in Gesellschaft und Öffentlichkeit. Öffentlichkeit ist dabei weder Missionsfeld noch Machtinstrument, sondern ein Raum, in dem sich christliches Reden bewähren muss.

Ich verstehe mein christliches Reden als Versuch theologischer Unterscheidung zwischen Glaube und Ideologie, zwischen Bekenntnis und religiöser Selbstermächtigung, zwischen christlicher Verantwortung und politischer Instrumentalisierung. Diese Unterscheidung dient nicht der Abgrenzung um ihrer selbst willen, sondern dem Schutz der Freiheit des Glaubens und der Würde jedes Menschen.

Das Projekt Stilkunst verstehe ich als Ausdruck dieser Haltung. Die hier veröffentlichten Texte sind persönlich verantwortet, theologisch gebunden und auf Öffentlichkeit bezogen. Sie erheben keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit oder kirchliche Verbindlichkeit, laden aber zur kritischen Auseinandersetzung ein. Irrtum bleibt möglich – Beliebigkeit nicht.

Die daraus folgenden Grenzen gegenüber religiöser Instrumentalisierung und die ethischen Grundannahmen christlicher Verantwortung werden auf eigenen Seiten entfaltet.

 

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©by Reiner Makohl | Stilkunst.de

SK Version 14.02.2026