DU - GOTT - ICH

Eine gelebte Dreiecksbeziehung
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Theologische Positionen

DU
GOTT
ICH

Über Verantwortung, Beziehung und Glauben im Alltag

 

Warum Gottesnähe nicht außerhalb menschlicher Beziehungen entsteht

 

Reiner Makohl | Mai 2026

 

Das ICH schafft oder de­fi­niert den Nächs­ten nicht. Er ist be­reits Nächs­ter und Gottes Ge­schöpf, be­vor das ei­gene Han­deln beginnt. Die Be­ziehung Gottes zum ICH kann da­ran wach­sen oder zer­brechen.

 

Worum es hier geht

 

Eine gelebte Drei­ecks­be­zie­hung

Viele reli­giöse Modelle beschrei­ben die Be­zie­hung zwi­schen Gott und Mensch wie eine di­rek­te Ver­bin­dung. Der Mensch sucht Gott, glaubt an Gott, be­tet zu Gott oder wird durch reli­gi­ö­se Hand­lun­gen mit Gott ver­bun­den. Der Mit­mensch er­scheint da­bei oft nur noch als Fol­ge oder Ne­ben­sache.

Die Evan­ge­lien zeich­nen ein an­de­res Bild. Je­sus spricht auf­fäl­lig sel­ten über ei­ne iso­lier­te Be­zie­hung zwi­schen Gott und Mensch. Er spricht über Schuld und Ver­ge­bung, über Wahr­heit und Barm­her­zig­keit, über Ver­ant­wor­tung und den kon­kreten Um­gang von Men­schen mit­ein­ander. Die Got­tes­be­zie­hung zeigt sich nicht ab­seits des Le­bens, son­dern mit­ten in ihm.

Die­ses klei­ne Denk­mo­dell ver­sucht, die­se Be­ob­ach­tung in ei­ner ein­fa­chen Bild­spra­che sicht­bar zu ma­chen.

 

 

📖Le­se­zeit : ca. 9 Mi­nu­ten.

 

 

 

1. Die Grafik

Du, Gott, Ich - ein gelebtes Beziehungsdreieck

 
Du, Gott, Ich - ein gelebtes Beziehungsdreieck

Gra­fik: Du, Gott, Ich.
Die Be­zie­hung zu Gott ist un­trenn­bar mit der Be­zie­hung zu an­de­ren Men­schen ver­bun­den. Got­tes Han­deln am ICH setzt die Wert­schät­zung des DU und des­sen Be­zie­hung zu GOTT vor­aus. Got­tes Zu­spruch er­war­tet vom ICH eine ver­bind­li­che Ant­wort und ein Han­deln aus Glau­ben her­aus. Im Zen­trum steht der Glau­be, des­sen Ba­sis das zwi­schen­mensch­li­che Wir­ken ist. Das ICH emp­fängt als Ant­wort auf Got­tes For­de­rung zur Teil­ha­be am Reich Got­tes durch ge­leb­te Ver­ge­bung und Ver­söh­nung mit dem Du den Zu­spruch Got­tes.

Bild­nach­weis: → sie­he un­ten.

 

 

1.1 Das Drei­eck

 

Drei Punkte bil­den das Mo­dell: „DU“, „GOTT“ und „ICH“. Die Gra­fik ist von links nach rechts zu le­sen. Das DU, der Mit­mensch, steht be­wusst an ers­ter Stelle. GOTT steht oben, das ICH wie­der an der Ba­sis, rechts un­ten. Wa­rum das so an­ge­legt ist, wird zu zei­gen sein.

Was zwi­schen die­sen drei Punk­ten auf­ge­spannt wird, das ge­füll­te Drei­eck, ist kein Platz­hal­ter, um graf­ische Lee­re zu fül­len, und auch kein abs­trak­tes Sche­ma. Das Drei­eck stellt einen Raum dar, der die Wirk­lich­keit zwi­schen den drei Punk­ten be­schreibt.

Gott „thront“ nicht als ty­ran­ni­sche Macht über dem Ge­sche­hen, son­dern als Ur­sprung, Wahr­heit und Maß­stab al­len Le­bens. Er ist Schöp­fer und zu­gleich der­je­ni­ge, der dem Men­schen Ver­ant­wor­tung über­trägt. Der Mensch darf han­deln, er muss ent­schei­den, er trägt Ver­ant­wor­tung für das, was aus sei­nem Den­ken, Re­den und Han­deln her­vor­geht.

Die ei­gent­li­che Be­wäh­rung ge­schieht je­doch nicht oben, in der Nä­he zu Gott, son­dern un­ten, an der brei­ten Ba­sis des Drei­ecks: im zwi­schen­mensch­li­chen Wir­ken. Dort, wo Men­schen mit­ein­ander le­ben, ent­schei­det sich, ob Glau­be in die Le­bens­pra­xis hi­n­ein­wirkt. Die drei Sei­ten des Drei­ecks be­schrei­ben, wie sich der Raum de­fi­niert.

 

 

1.2 Die lin­ke Sei­te: Gott und der Mit­mensch

 

Die lin­ke Sei­te des Drei­ecks ver­läuft zwi­schen GOTT und dem DU, dem Mit­menschen. Sie ist die theo­lo­gisch schwerste Sei­te des Mo­dells, schwe­rer als sie auf den ers­ten Blick er­scheint.

Je­sus macht in ei­ner sei­ner radi­kals­ten Pas­sagen deut­lich, was auf ihr steht. Im Ge­richt des Men­schen­sohns wird nicht nach reli­giöser Leis­tung ge­fragt, son­dern da­nach, wie der Hun­gernde, der Fremde, der Kranke, der Ge­fangene be­handelt wurde. „Was ihr einem die­ser mei­ner ge­rings­ten Brü­der ge­tan habt, das habt ihr mir ge­tan“ (→ Mt 25,40). Chris­tus iden­ti­fi­ziert sich mit dem lei­den­den Men­schen. Das ist kei­ne fromme Meta­pher. Es ist eine theo­lo­gische Aus­sage von prä­ziser Schärfe: Gott ist im Mit­menschen gegen­wärtig. Wer den Mit­menschen schä­digt, schä­digt da­mit Gott selbst. Wer ihn er­niedrigt, er­niedrigt Gott. Wer ihn tötet, trifft Gott.

Das klingt abs­trakt, bis man es an dem Ort bedenkt, wo es am schwers­ten wiegt. Die Frage, wo Gott war, als un­schul­dige Men­schen in den Lagern des Drit­ten Reichs er­mordet wur­den, hat von der lin­ken Sei­te des Drei­ecks aus eine Ant­wort: Er war bei den Op­fern. Er war das DU, das ge­tötet wurde.

Die Täter ope­rier­ten theo­lo­gisch aus­schließ­lich auf der rech­ten Sei­te. Das Ge­wissen, das sie mit Gott ver­bin­den wollte, war auf das ei­gene In­nere redu­ziert. Die Theo­lo­gie der Deut­schen Chris­ten hatte die lin­ke Sei­te fak­tisch ge­kappt: Gott stand nicht in Be­zie­hung zum Ver­folg­ten, zum Frem­den, zum Feind. Er stand nur in Be­ziehung zum ei­ge­nen Volk, zur ei­ge­nen Ge­mein­schaft, zum ei­genen ICH. Das mach­te es mög­lich, das Ge­wissen klein zu hal­ten und trotz­dem zu glau­ben, man stehe in Be­ziehung zu Gott.

Das Drei­eck zeigt, was dabei theo­lo­gisch ge­schieht: Wer die lin­ke Sei­te kappt, hat kein Drei­eck mehr. Der Raum des Glau­bens im­plo­diert. Zu­rück bleibt eine Li­nie, eine di­rek­te Ver­bin­dung zwi­schen ICH und GOTT, ab­ge­schirmt vom Mit­men­schen. Ge­nau das ist das Mo­dell, das Je­sus in der Rede vom Welt­ge­richt im Mat­thä­us-Evan­ge­lium, Ka­pi­tel 25 zer­stört.

Das DU steht links, denn GOTT ist mit dem DU schon ver­bun­den, be­vor das ICH es ken­nen­lernen kann. Das ICH schafft oder de­fi­niert den Nächs­ten nicht. Er ist be­reits Nächs­ter und Gottes Ge­schöpf, be­vor das ei­gene Han­deln beginnt. Die Be­ziehung Gottes zum ICH kann da­ran wach­sen oder zer­brechen.

 

 

1.3 Die rech­te Sei­te: Gott und das Ich

 

Die rech­te Sei­te ver­bin­det GOTT mit dem ICH. Hier geht es um die per­sön­li­che Got­tes­be­zie­hung, aber nicht in dem Sin­ne, dass sie sich von der zwi­schen­mensch­li­chen Di­men­si­on ab­lö­sen lie­ße. Got­tes Zu­spruch er­war­tet vom ICH ver­bind­li­che Ant­wort und Han­deln aus dem Glau­ben he­raus.

Ver­ant­wor­tung ist in die­sem Mo­dell wört­lich zu ver­ste­hen: Ant­wort auf das ge­hör­te Wort. Wer das Wort Got­tes hört, steht da­mit in ei­ner Be­zie­hung, die Fol­gen hat. Den­ken, Re­den und Han­deln ge­gen­über dem Mit­men­schen ste­hen da­bei im Mit­tel­punkt, nicht geist­li­che Übun­gen oder re­li­gi­ö­se Son­der­leis­tun­gen.

Das zeigt sich auch im Ge­bet. Je­sus bin­det die Er­hö­rung des Ge­bets un­miss­ver­ständ­lich an die Be­reit­schaft zur Ver­söh­nung und Ver­ge­bung. Wer vor dem Al­tar steht und sich er­in­nert, dass der Bru­der et­was ge­gen ihn hat, soll zu­erst hin­ge­hen und sich ver­söh­nen (→ Mt 5,23-24). Wer Ver­ge­bung von Gott er­bit­tet, muss sie selbst ge­wäh­ren, denn bei­des hängt un­trenn­bar zu­sam­men (→ Mt 6,14-15).

Die rech­te Sei­te des Drei­ecks ist kein from­mer Son­der­weg, sie führt un­wei­ger­lich zur Ba­sis zu­rück, zum Le­ben zwi­schen Men­schen.

 

 

1.4 Die Flä­che: Der Raum des Glau­bens

 

Was zwi­schen den drei Sei­ten liegt, ist das Ent­schei­den­de. Die Flä­che des Drei­ecks ist der Raum, in dem sich Glau­be ent­fal­tet, ge­füllt durch Den­ken, Re­den und Han­deln aus dem Glau­ben he­raus.

Die­ser Raum hat eine ei­gen­tüm­li­che Geo­me­trie. Un­ten, an der brei­ten Ba­sis, ist noch viel Spiel­raum. Den­ken, Re­den und Han­deln kön­nen aus­ein­an­der­fal­len. Re­li­gi­ö­se Rol­len, Fröm­mig­keits­spra­che und kul­ti­sche Ges­ten bie­ten noch Schutz. Je wei­ter man sich je­doch in Rich­tung Gott be­wegt, des­to en­ger wird der Raum. Den­ken, Re­den und Han­deln kön­nen im­mer we­ni­ger aus­ein­an­der­fal­len, oh­ne dass die Be­zie­hung lei­det.

Ho­ri­zon­ta­le Schnit­te durch das Drei­eck ma­chen das an­schau­lich: Sie al­le stel­len die Be­zie­hung zwi­schen DU und ICH dar, mit je un­ter­schied­li­cher Dis­tanz. Je stär­ker der Glau­be wirkt, je nä­her das ICH Gott kommt, des­to ge­rin­ger wird der Ab­stand zwi­schen DU und ICH. Die Dis­tanz zwi­schen Men­schen ist kein von der Got­tes­be­zie­hung un­ab­hän­gi­ges Phä­no­men. Sie schrumpft in dem Maß, in dem der Glau­be wächst und trägt.

Ge­ra­de des­halb spricht Je­sus so ra­di­kal. Er for­dert nicht zu­erst kom­pli­zier­te Theo­ri­en über Gott, er for­dert den Men­schen selbst he­raus: zur Wahr­heit, zur Ver­ge­bung, zur Fein­des­lie­be, zur Barm­her­zig­keit. Das Reich Got­tes er­scheint bei ihm nicht fern vom All­tag, son­dern mit­ten in ihm, auf der Ba­sis des Drei­ecks, zwi­schen Men­schen.

 

 

2. Kein Leis­tungs­sys­tem

 

Die­ses Mo­dell ist kein re­li­gi­ö­ses Punk­te­sys­tem. Der Mensch ar­bei­tet sich nicht durch gute Leis­tun­gen zu Gott em­por. Den­ken, Re­den und Han­deln sind kei­ne Vor­leis­tun­gen für Got­tes Lie­be und Gna­de. Es sind kei­ne Buß­leis­tun­gen, die ei­ne Ge­gen­ga­be er­zwin­gen.

Was hier be­schrie­ben wird, ist et­was an­de­res: der na­tür­li­che Aus­druck ei­ner Be­zie­hung, die be­reits trägt. Wer das Wort Got­tes ge­hört hat, wer in die­ser Be­zie­hung lebt, des­sen Den­ken, Re­den und Han­deln wer­den da­von ge­formt. Nicht vor­aus­ar­bei­tend, son­dern als Fol­ge. Nicht Ver­dienst, son­dern Aus­druck.

Das hat Kon­se­quen­zen für das Bild, das man sich von Schuld macht. Die Fra­ge be­trifft nicht nur die all­ge­mei­ne Got­tes­fer­ne, die dog­ma­ti­sche To­tal­for­mel der Sün­de. Die kon­kre­ten Schul­den zwi­schen Men­schen blei­ben of­fen, so­lan­ge sie nicht be­kannt und ver­ge­ben sind. Selbst wenn ei­ne vor­aus­ei­len­de Sün­den­ver­ge­bung an­ge­nom­men wird, löst das die ganz kon­kre­ten Fra­gen des Zu­sam­men­le­bens nicht auf. Die Schär­fe der Je­sus­wor­te lässt sich durch dog­ma­ti­sche Be­ru­hi­gungs­for­meln nicht ein­ho­len.

Die re­for­ma­to­ri­sche Ein­sicht, dass der Mensch vor Gott al­lein aus Gna­de ge­recht­fer­tigt wird, steht da­bei au­ßer Fra­ge. Das Drei­eck setzt sie vor­aus. Es fragt nach dem, was folgt.

 

 

3. Mit­ten im Le­ben

 

Er pre­dig­te sel­ten in ab­ge­schlos­se­nen re­li­gi­ö­sen Räu­men: Je­sus sprach auf Stra­ßen, an Brun­nen, auf Fel­dern, in Häu­sern, an Ti­schen, mit­ten un­ter Men­schen. Dort sprach er über Gott, in Schuld und Ver­ge­bung, in Krank­heit und Angst, in Ge­walt und Un­recht, in Macht und Ohn­macht, in Lie­be und Ver­rat.

Die ei­gent­li­che Zu­mu­tung sei­ner Bot­schaft liegt nicht al­lein dort, wo man sie meist ver­mu­tet. Nicht die Fra­ge, wie der Mensch vor Gott ge­recht wird, ist das ein­zig Schwie­ri­ge. Schwie­ri­ger ist die Fra­ge, was da­nach ge­schieht. Denn hier be­ginnt die Kom­par­ti­men­tie­rung: Der Mensch ist ge­recht­fer­tigt aus Gna­de, be­tet, geht in die Kir­che, über­nimmt wo­mög­lich so­gar ein Amt, und führt gleich­zei­tig ei­nen Streit mit dem Nach­barn; ein Streit, der mit alle­dem nichts zu tun ha­ben soll. Das Re­li­gi­ö­se hat sein Zim­mer, das Le­ben hat sei­ne an­de­ren Zim­mer.

Das Drei­eck lässt die­se Tren­nung nicht zu. Weil Gott auf der lin­ken Sei­te in Be­zie­hung zum Mit­men­schen steht, gibt es kei­ne au­ßer­gläu­bi­ge Zo­ne im Um­gang mit Men­schen. Was dort ge­schieht, ist im­mer auch theo­lo­gisch qua­li­fi­ziert, ob man es so be­nennt oder nicht. Re­li­gi­ö­se Zu­ge­hö­rig­keit, kirch­li­che Äm­ter und öf­fent­li­ches Han­deln exis­tie­ren in die­sem Mo­dell nicht in ver­schie­de­nen Wel­ten. Fröm­mig­keit als Ge­bet und Kirch­gang ist kei­ne ei­gen­stän­di­ge Sphä­re, die von der Be­wäh­rung im All­tag ab­ge­kop­pelt wer­den könn­te.

 

 

4. Fa­zit

 

Wer Gott nä­her­kom­men will, wird sich dem Mit­men­schen nä­hern, aber bit­te nicht als Vor­aus­set­zung und nicht als Mit­tel zum Zweck, son­dern als Ma­xi­me im Glau­ben: als das, was aus dem Glau­ben folgt, wenn er trägt.

Das ICH lebt im Glau­ben an GOTT vom DU.
Denn wo das DU ver­schwin­det, im­plo­diert der Raum des Glau­bens.

 

 

Verbindung zu Beiträgen

 

→Wer kann Sün­den ver­ge­ben?

Zum Aufsatz: Wer kann Sün­den ver­ge­ben? Die Ver­ge­bungs­bit­te im Va­ter­un­ser
Theo­lo­gi­sche Auf­sät­ze

→Wer kann Sün­den ver­ge­ben?

Ver­ge­bung ist für vie­le Chris­ten in der Glau­bens­pra­xis nicht leicht zu ver­ste­hen. Wer ver­gibt Sün­den und Ver­ge­hen? Was sagt Je­sus? Was steht im Va­ter­un­ser?

Die Fra­ge nach der Ver­ge­bung steht im Zen­trum des christ­li­chen Glau­bens. Sie be­geg­net in Ge­be­ten, Pre­dig­ten, Got­tes­diens­ten, Beich­te, Abend­mahl und Seel­sor­ge. Fast im­mer rich­tet sich der Blick da­bei zu­erst auf Gott: Gott ver­gibt dem Men­schen sei­ne Schuld. Doch die Ver­ge­bungs­bit­te im Va­ter­un­ser führt in eine an­de­re Rich­tung. Die mensch­li­che Ver­ge­bung be­sitzt exis­ten­ti­el­les Ge­wicht für Chris­ten. Sie ist nicht los­ge­löst von gött­li­cher Ver­ge­bung. Sie wird von Je­sus zur un­be­ding­ten Vor­aus­set­zung für die Ge­wäh­rung gött­li­cher Ver­ge­bung er­klärt. Der Auf­satz un­ter­sucht Über­lie­fe­rung, Hin­ter­grün­de und Kon­kre­ti­sie­rung in der christ­li­chen Glau­bens­pra­xis.

Mai 2026 | ~15 Min. | Ver­ge­bung, Va­ter­un­ser, Sün­de, Süh­ne, Ab­so­lu­ti­on
 

→Der delegierende Gott.

Der Mensch in der Verantwortung ohne Rückzugsoption

Zum Aufsatz: Der delegierende Gott
Theo­lo­gi­sche Po­si­ti­o­nen

→Der delegierende Gott

Das Evangelium be­schreibt Gott nicht als kon­trol­lie­ren­de In­s­tanz, son­dern als de­le­gie­ren­den Gott. Was ge­schieht, wenn Men­schen Ver­ant­wor­tung an Gott rück­de­le­gie­ren wol­len?

Gott de­le­giert Ver­ant­wor­tung und schenkt dem Men­schen Frei­heit im Glau­bens­raum. Er ver­traut dar­auf, dass der Mensch zur Ant­wort fä­hig ist und Ver­ant­wor­tung über­nimmt. Gott nimmt die Ver­ant­wor­tung des Men­schen nicht zu­rück. Ge­nau dar­in liegt der Preis der Frei­heit.

 
 

 

Bildnachweis:

Illustration: Du, Gott, Ich.
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Autor: Reiner Makohl
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