Stilkunst.de BLOG«

Muss man nicht lesen, kann man aber!

Buß- und Bettag

20. November 2013

Buß- und Bettag

Gedanken zum Buß- und Bettag

Buß- und Bettag

Bedenke, dass Du sterblich bist.
Foto: Walchsee, Tirol
Foto: Sabrina | Reiner | CC-BY-SA

In der Bundesrepublik Deutschland ist der Buß- und Bettag gesetzlicher Feiertag in diesem Bundesland:

  • Sachsen

 

Evangelischer Feiertag

Der Buß- und Bettag ist nach wie vor evangelischer Feiertag. Er ist eingesetzt zur Weckung der Selbstbesinnung der Gemeinde vor Gott.

»Da unser Herr und Meister Jesus Christus spricht: ‘Tut Buße’ usw. (Matth. 4,17), hat er gewollt, dass das ganze Leben der Gläubigen Buße sein soll.«
Dr. Martin Luther, 95 Thesen

Martin Luther forderte so in seinen 95 Thesen die Menschen zur Buße auf. Zum Buß- und Bettag gehört die Erinnerung an dieses evangelische Grundverständnis.

Empfehlungen: Das könnte Sie auch interessieren


Buß- und Bettag

Hintergründiges und Gedanken zum Buß- und Bettag im Stilkunst-Kalender.

 
Sabrina

Kategorien: Kirche und Religion | Brauchtum

Kommentare: erstellen und ansehen

Volkstrauertag 2013

17. November 2013

Volkstrauer

Gedanken zum Volkstrauertag und an die Opfer von Gewalt

Gegen Gewalt – Für Frieden

Gegen Gewalt – Für Frieden
Wir haben es in der Hand.
© Geschütztes Bildmatrial | copyrighted picture

»In Europa ist viel über den Krieg nachgedacht worden. Die Engländer taten es vorher, die Franzosen während des Krieges, die Deutschen nachher.«

Kurt Tucholsky, 1890 – 1935

Der Volkstrauertag ist ein nationaler Trauertag der Bundesrepublik Deutschland zum Gedenken der Opfer des Nationalsozialismus und der Toten beider Weltkriege.

Uns stellt sich die Frage: Ist das noch zeitgemäß?

Gut und wichtig ist die öffentliche Aufmerksamkeit, die dem Tag zuteil wird: Der Deutsche Bundestag begeht den Volkstrauertag mit einer zentralen Gedenkstunde mit Rede und Ansprache des Bundespräsidenten in Anwesenheit des Bundeskanzlers, des Kabinetts und des Diplomatischen Korps. In vielen Gemeinden finden offizielle Kranzniederlegungen statt.

Ein Gedenktag, der an Kriege erinnert

Die Problematik des Volkstrauertages begründet sich in der Tatsache, dass er ein Gedenktag ist, der an Kriege erinnert. Allzu leicht ist es möglich, damit eine Glorifizierung kriegerischen Handelns zu verbinden, wie es faktisch die Umwidmung dieses Tages zum »Heldengedenktag« während des Dritten Reichs belegt. Bis heute gelingt es dem Volkstrauertag nicht, sich ausreichend und nachhaltig von solchen Gedankenströmen der Heldenverehrung zu befreien. So wird er immer wieder zum Politikum in der gelebten Praxis des Brauchtums.

Das Problem sitzt tief, die klare Akzentuierung des Verständnisses ist wesentlich, damit der Volkstrauertag nicht Gefahr läuft, zu einer Plattform für propagandistische Kriegshetze, glorifizierendes Heldentum und archaischer Gewaltbereitschaft zu verkommen.

Verkannt wird dabei, dass es sich um einen Gedenktag für Opfer handelt, nicht für Helden. Auch Soldaten sind in erster Linie Opfer. Sie sind es spätestens dann, wenn Mütter um ihre Söhne und Kinder um ihre Väter trauern. Aber ein solches Verständnis geht mit Schuldbekenntnissen und Schuldanerkennung einher. Es würde Opfer über Täter stellen und das Machtgefüge grundlegend erschüttern. Will man das? Ist unsere Gesellschaft dazu in der Lage?

Gedenktag für Opfer von Gewalt

Wir meinen: Der Volkstrauertag ist als Gedenktag für Opfer von Gewalt eindeutiger, ohne dabei seinen konkreten Bezug zu Krieg und seinen Folgen zu verlieren. Er hätte aber die Chance, das zu würdigen, was Betroffene bewegt: Den unannehmbaren Schmerz in der Trauer um Angehörige und Mitmenschen, die letztendlich genau das sind: Opfer von Gewalt. Es sind Menschen, die von Tätern zu Opfern degradiert wurden. Gnadenlos, rücksichtslos und respektlos.

Es wäre an der Zeit, eine Umwidmung zu überdenken.

 

Empfehlungen: Das könnte Sie auch interessieren


Volkstrauertag

Hintergründiges und Gedanken zum Volkstrauertag im Stilkunst-Kalender.

 
Sabrina

Kategorien: Gegen Gewalt - für Frieden | Politik

Kommentare: erstellen und ansehen

Erfolg im Kampf gegen Kindesmissbrauch und Kinderpornografie

16. November 2013

U nserer Tageszeitung war es gestern nur wenige Zeilen auf der letzten Seite wert: »Pornoring gesprengt«, so lautete die knappe Überschrift. Da war ich dankbar, dass Radio- und Fernsehanstalten das Thema aufgriffen und diesen großartigen Erfolg entsprechend würdigten.

Wir hatten in unserem Blog schon öfter den Kampf gegen Kinderpornografie angesprochen ( zur Übersicht der Beiträge ) Wir tun es aus unterschiedlichen Gründen: Einerseits liegen uns Kinder sehr am Herzen. Es liegt in unserer Verantwortung, sie vor Missbrauch und Gewalt zu schützen. Anderseits treten wir ein für ein freies, offenes und gewaltfreies Internet. Diese Plattform, die mehr und mehr unser aller Leben bestimmen wird, darf keine Plattform sein für Gewalttäter, erst recht nicht für solche, die sich an Kindern vergehen und Menschen zu Opfern machen.

D ie kanadische Polizei hat wohl in mühsamer Zusammenarbeit mit vielen Polizeien anderer Länder einen Kinderpornoring gesprengt. Die Fakten kurz und knapp: ca. 340 Menschen wurden festgenommen. Täter und Nutznießer. Dass darunter Vertreter selbst angesehenster Berufsgruppen sind, denen man besondere Moralvorstellungen und Werte zuordnen würde, überraschte nicht. Es bestätigte nur, wie Menschen ticken, und wie sehr sich Innen und Außen unterscheiden können. Aber das ist nicht neu.

Das besondere an dieser Meldung war: 386 Kinder wurden gerettet! – Das ist nur ein kurzer Satz in dieser Meldung, ein sehr kurzer Satz! Hinter ihm stehen jedoch furchtbare Erlebnisse, die Kinder bis zur ihrer Befreiung durchleben mussten. Das entzieht sich jeder Vorstellungskraft.

Wie groß die Zahl der Opfer dieser Täter tatsächlich ist, wurde nicht berichtet. Doch soviel steht fest: Unzählige weitere Kinder wurden ganz sicher durch den Zugriff der Polizei und durch die Festnahme der Täter davor bewahrt, Opfer zu werden. Solche Täter sind unersättlich und ebenso erbarmungslos.

Wir gratulieren allen beteiligten Behörden zu diesem großartigen Erfolg!

Stilkunst unterstützt White IT – das Bündnis gegen Kinderpornografie im Internet.

Wir alle können helfen! Halten Sie die Augen offen, machen Sie sich schlau und schützen Sie Ihre Kinder und die Kinder Ihrer Nachbarn vor mutmaßlichen Tätern. Auf der Straße und im Internet!

Sabrina

Kategorien: Kampf gegen Kinderpornografie | Gegen Gewalt - für Frieden

Kommentare: erstellen und ansehen

Mindestlohn gegen Exportüberschüsse

15. November 2013

D ie Nachrichten und Tageszeitungen meldeten es: Eine EU-Kommission prüft mögliche Verstöße der Bundesrepublik Deutschland gegen EU-Regeln: Unser Export-Überschuss übersteigt wohl seit Jahren immer wieder die zulässigen Höchstwerte, die in der EU festgelegt wurden. Geprüft würde nun, ob das ein wirtschaftliches Ungleichgewicht in Europa erzeugt und negative Folgen für andere europäische Länder haben könnte. Überlegt wird auch, wie ein Ungleichgewicht zwischen den Ländern gemindert werden könnte.

Interessant ist, dass eine mögliche Maßnahme darin gesehen wird, die Binnenmarktnachfrage durch Lohnerhöhungen und Mindestlöhne zu steigern. Mehr Kaufkraft gerade für einkommenschwache Mitbürger bedeutet unmittelbar mehr Umsatz im eigenen Land. Davon profitieren nicht nur asiatische Importe, sondern vor allem das deutsche Kleingewerbe, inländische Dienstleister und der deutsche Mittelstand. Im Endeffekt würden Inlandsumsätze und Exporteinnahmen dichter zueinandergeführt. Ob sich das negativ auf den Export auswirken würde, beispielsweise durch Verteuerungen in der Produktion, blieb unklar. Wohl eher nicht, denn unsere Exportschlager sind in der Regel sowieso hochpreisige Produkte und das Label “Made in Germany” mit all seinen Vorzügen.

Wen es interessiert: Das Thema Arbeit und Lohn haben wir bereits in einem Artikel in unserer Rubrik Gedankenpausen angesprochen:

Arbeit und Lohn

 

Hohe Löhne verteuern Produkte und erschweren den Mitbewerb am Markt. Dennoch muss Arbeit so entlohnt werden, dass Löhne eine Mindestlebensqualität ermöglichen.

 

Ach, ja: Ein Verstoß gegen die EU-Export-Vorgaben könnte eine Strafzahlung zur Folge haben, die dann aus Steuermitteln zu finanzieren wäre. Das würde vermutlich Ausgabeneinsparungen der öffentlichen Hand an anderen Stellen bedeuten müssen. Zahlen würden wir dann alle dafür – was letztendlich auch nicht gut ist für Kaufkraft und Binnennachfrage!

Sabrina

Kategorien: Europa | Politik

Kommentare: erstellen und ansehen

Taifun-Opfer brauchen unsere Hilfe!

12. November 2013

A m 8. November 2013 zog ein Super-Taifun der Klasse 5 mit Windstärken bis über 300 km/h und mit einem Durchmesser von mehreren hundert Kilometern über die Philippinen hinweg.

Taifun Hiyan am 10. November 2013 vor den Küsten Vietnams und Chinas | Foto: NASA | Public Domain

Das Foto zeigt die gewaltigen Ausmaße des Taifuns, aufgenommen am 10. November 2013 03:30 UTC (04:30 MEZ/CET) vor den Küsten Vietnams und Chinas.
Foto: Jeff Schmaltz NASA Goddard/LANCE/EOSDIS MODIS Rapid Response | NASA | Public Domain

D ie brachiale Gewalt des Zyklons tötete tausende von Menschen. Mehrere Millionen Menschen leiden nun direkt unter den schlimmen Folgen der Zerstörungen, die Wind und Regen angerichtet haben. Die Hilfsmaßnahmen liefen sofort an. Zahlreiche Hilfsdienste waren bereits vor Ort.

Überall finden sich Spendenaufrufe. Auch wir haben seit Montag auf unserer Startseite das Spendenbanner der Aktion Deutschland Hilft sofort auf die Taifun-Hilfe umgestellt.

Klicken Sie ruhig einmal auf diesen Link. Er informiert darüber, wie Sie helfen können und wie Ihre Spenden verwendet werden.

Menschen brauchen Hilfe. Viele helfen bereits. Sie auch? Sie müssen nicht gleich Ihren Mantel zerschneiden . Wenige Klicks genügen, um wirkungsvoll zu helfen!

Dankeschön!

Sabrina

Kategorien: Hope for the Future |

Kommentare: erstellen und ansehen