Johannes 21,20-24

Das Hörbuch-Video zur Lutherbibel von 1545

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Hörbuch-Video zur Lutherbibel von 1545

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Hörbuch-Video

Nach der Auferstehung Jesu

Petrus und Johannes im Gespräch mit Jesus

Evangelium nach Johannes
21,20-24

vorgelesen von Reiner Makohl

 

 

 

Gedanken zum Text

 

Evangelium nach Johannes
Kapitel 21, Verse 20-24

Nach der Auferstehung Jesu

Petrus und Johannes im Gespräch mit Jesus

Einleitung und Kontext

Der Text Johannes 21,20-24 erzählt die Geschichte, in der sich Petrus an Jesus wendet und ihn nach dem Schicksal des Jüngers befragt, den »Jesus liebte«. Dieser Jünger wird in der Auslegung häufig als Johannes identifiziert.

Jesus antwortet mit den Worten: »Wenn ich will, dass er bleibt, bis ich komme, was geht es dich an? Folge du mir nach!«

Diese Antwort zeigt, dass jeder Jünger eine individuelle Berufung hat und dass die Nachfolge nicht davon abhängt, wie Gott mit anderen verfährt.

Für die evangelische Auslegung unterstreicht dies den individuellen Aspekt des Glaubens und der Nachfolge: Jeder Mensch ist dazu berufen, Jesus persönlich zu folgen, unabhängig von anderen.

 

Schlüsselthemen im Text

Die individuelle Berufung und Nachfolge

Jesus macht klar, dass Petrus sich auf seine eigene Berufung konzentrieren soll und nicht darauf, wie er mit anderen Jüngern verfährt.

Aus evangelischer Perspektive unterstreicht dies, dass die Beziehung zu Gott eine persönliche und direkte ist. Es ist nicht die Aufgabe eines Gläubigen, das Schicksal anderer zu hinterfragen, sondern vielmehr, der eigenen Berufung in der Nachfolge Jesu zu folgen.

 

Die Rolle des Apostels Johannes

Traditionell wird »der Jünger, den Jesus liebte«, als Johannes, der Evangelist, verstanden.

Die evangelische Auslegung betont, dass Johannes durch seine enge Beziehung zu Jesus und sein Zeugnis im Evangelium eine besondere Rolle hat. Die Aussage Jesu, »bis ich komme«, wurde oft eschatologisch interpretiert, als Hinweis auf die Wiederkunft Christi. Johannes wird somit zu einem Symbol des bleibenden Zeugnisses, dass Christus in der Gemeinschaft der Gläubigen gegenwärtig bleibt, bis er wiederkommt.

 

Der Glaube an die Wiederkunft Jesu

Die Worte Jesu, dass Johannes bleiben könnte, bis er wiederkommt, erinnern daran, dass das christliche Leben immer in Erwartung der Wiederkunft Jesu gelebt wird. Dies wird jedoch nicht als genaue Zeitangabe verstanden, sondern als Ausdruck der Hoffnung und der Lebendigkeit des Glaubens.

Aus evangelischer Sicht bedeutet dies, dass die Gemeinde stets in Erwartung und in Treue zu Jesus lebt, ohne genaue Zeitangaben über sein Kommen zu haben.

 

Die persönliche Verantwortung in der Nachfolge

Die Passage zeigt die Unmittelbarkeit, mit der die Nachfolge Jesu gelebt werden soll. »Folge du mir nach!« – diese Worte richten sich an Petrus und zugleich an jeden Christen. Es ist ein persönlicher Ruf zur Nachfolge.

Evangelisch betrachtet ist dies ein zentraler Aspekt des Glaubens: Jede Person wird individuell in die Beziehung zu Christus gerufen, und diese Nachfolge ist nicht an Bedingungen oder Vergleiche geknüpft.

 

Zusammenfassung

In Johannes 21,20-24 wird die persönliche Berufung in die Nachfolge Jesu betont. Jeder Gläubige hat seine eigene Verantwortung und seinen eigenen Weg im Glauben.

Aus evangelischer Sicht erinnert diese Stelle daran, dass es um eine direkte und individuelle Beziehung zu Christus geht und dass die Nachfolge Jesu von der persönlichen Entscheidung und Hingabe jedes Einzelnen abhängt. Der Text ist ein Aufruf, in Treue zu Jesus zu leben und auf seine Verheißungen zu vertrauen, ohne sich durch Vergleiche oder Zweifel ablenken zu lassen.

 

 

 

 

Kleiner Entwurf für eine Predigt

 

 

Evangelium nach Johannes
21,20-24

 

Nach der Auferstehung Jesu

Petrus und Johannes im Gespräch mit Jesus

Folge du mir nach!

 

Petrus und die Frage der Nachfolge

Der Text Johannes 21,20-24 berichtet von einer Begegnung der Jünger mit dem auferstandenen Jesus.

Petrus, der gerade von Jesus eine tiefe Vergebung und eine neue Berufung empfangen hatte, wendet sich um und sieht »den Jünger, den Jesus lieb hatte«. Er fragt Jesus: »Herr, was wird aus diesem?« Und Jesus antwortet mit klaren Worten: »Wenn ich will, dass er bleibt, bis ich komme, was geht es dich an? Folge du mir nach!«

Diese Worte Jesu an Petrus haben für uns eine wichtige Bedeutung. Jesus fordert Petrus dazu auf, seinen Blick nicht auf die Berufung und den Weg anderer zu richten, sondern der eigenen Berufung zu folgen. Es ist die Aufforderung, unser Vertrauen und unseren Fokus auf Jesus zu setzen und uns nicht in Vergleichen mit anderen zu verlieren.

 

Die Berufung ist immer persönlich

Jeder von uns hat seine eigene Geschichte mit Jesus. Jede Berufung ist einzigartig. Wir sind nicht dazu berufen, uns um das Schicksal anderer zu sorgen oder uns zu fragen, wie Jesus mit ihnen verfährt. Stattdessen sollen wir uns darauf konzentrieren, dem Weg zu folgen, den Jesus uns persönlich zeigt.

Unser Wert und unser Ziel hängen nicht von anderen ab, sondern von unserer Beziehung zu Christus.

 

Das Vertrauen in den Plan Jesu

In Jesu Antwort schwingt auch eine Mahnung zum Vertrauen mit. Jesus weiß um das Schicksal eines jeden von uns, und er hat einen Plan, den wir nicht immer verstehen. Selbst wenn andere anders geführt werden oder einen anderen Weg gehen, dürfen wir darauf vertrauen, dass Jesus uns auf unserem Weg führt und uns das gibt, was wir brauchen.

So wie Johannes und Petrus auf unterschiedliche Weise in Jesu Dienst standen, dürfen auch wir darauf vertrauen, dass unser Beitrag im Reich Gottes Bedeutung hat.

 

Die Nachfolge ist eine tägliche Entscheidung

Die Aufforderung, »Folge du mir nach!«, ist nicht nur ein einmaliger, sondern ein täglicher Ruf. Wir sind aufgefordert, unsere Herzen immer wieder neu auf Jesus auszurichten und unsere Wege zu prüfen.

Jesus wünscht sich, dass wir ihm treu nachfolgen und uns im Glaben an ihn festigen.

 

Schluss

Wir sollen und können uns mutig auf unseren eigenen Weg in der Nachfolge konzentrieren und uns dabei von Jesu Worten leiten lassen.

Er ist der, der uns kennt und führt – heute, morgen und für alle Zeit.

 

 

Liturgiegeschichtliche Verwendung
Perikope Typ Tag
1531 - 1898  

Keine Verwendung an Sonntagen, Feiertagen und Gedenktagen

1899 - 1978  

Keine Verwendung an Sonntagen, Feiertagen und Gedenktagen

Lutherische Kirchen
1958-1978
 

Joh 21,18-22

Reihe III

→ Tag der Apostel Petrus und Paulus
(29. Juni)

Joh 21,19b-24

Reihen I, III und V

→ Tag des Apostels und Evangelisten Johannes
(27. Dezember)

1979 - 2018  

Joh 21,20-24

Evangelium

→ Tag des Apostels und Evangelisten Johannes
(27. Dezember)

seit 2019  

Joh 21,20-24

Evangelium +
Reihen III und VI

→ Tag des Apostels und Evangelisten Johannes
(27. Dezember)

 

 

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Frakturschrift ist nicht leicht zu lesen. Die Videos zeigen ausgewählte Texte aus der Lutherbibel von 1545, vorgelesen von Reiner Makohl.

 

 

Zum Gebrauch

Die Lutherbibel von 1545 ist mit ihrem Frakturzeichensatz nicht leicht zu lesen. Wir bieten Videos, in denen ausgewählte Perikopen aus den Sonn- und Feiertagsreihen vorgelesen werden.

Wir empfehlen, die Videos im Vollbildmodus zu genießen.

 

 

Credits zum Video:

©2024 by Reiner D. Makohl | www.stilkunst.de

Bibeltexte: Dr. Martin Luther, Biblia, Wittenberg 1545
Zeichensätze der Frakturschriften, Typografie & Layout,
Video: Reiner D. Makohl

Sprecher: Reiner D. Makohl
Musik: ©Bluevalley, J.S.Bach, Präludium in C-Dur, Gitarre

 

 

Text | Grafik | Webdesign | Layout:

©by Reiner Makohl | Stilkunst.de

SK Version 09.09.2026