Markus 14,66-72

Das Hörbuch-Video zur Lutherbibel von 1545

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Hörbuch-Video zur Lutherbibel von 1545

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Hörbuch-Video

Das Leiden und der Tod Jesu

Petrus verleugnet Jesus

Evangelium nach Markus
14,66-72

vorgelesen von Reiner Makohl

 

 

 

Gedanken zum Text

 

Evangelium nach Markus
Kapitel 16, Verse 1-8

Das Leiden und der Tod Jesu

Petrus verleugnet Jesus

Einleitung

Der Text Mk 14,66-72 erzählt von der drei­fa­chen Ver­leug­nung des Pe­t­rus, die un­mit­tel­bar nach Je­su Ver­haf­tung ge­schieht. Aus evan­ge­li­scher Sicht birgt die­ser Ab­schnitt tie­fe the­o­lo­gi­sche Be­deu­tung, die so­wohl die Schwä­che des mensch­li­chen Cha­rak­ters als auch die Gna­de und Ver­ge­bung Got­tes in den Vor­der­grund stellt.

Themen

1. Das Versagen des Petrus

Im Mittelpunkt steht das mensch­li­che Ver­sa­gen. Pe­t­rus, der zu­vor ver­si­chert hat­te, Je­sus nie­mals zu ver­ra­ten, tut dies in Mo­men­ten der Angst gleich drei­mal. Die­se Ver­leug­nung zeigt die Schwä­che und Zer­brech­lich­keit selbst der treu­es­ten Jün­ger. Das Evan­ge­li­um be­tont hier, dass nie­mand aus ei­ge­ner Kraft voll­kom­men treu sein kann, son­dern auf Got­tes Gna­de an­ge­wie­sen ist.

2. Jesu Vorwissen und Vergebung

Schon in → Markus 14,30 hat­te Je­sus Pe­t­rus vor­aus­ge­sagt, dass er ihn drei­mal ver­leug­nen wer­de, be­vor der Hahn zwei­mal kräht. Die­se Vor­aus­sa­ge hebt zwei Din­ge her­vor: Zum ei­nen, dass Je­sus das Herz je­des Men­schen kennt, und zum an­de­ren, dass er den­noch Ver­ge­bung an­bie­tet. Ob­wohl Je­sus die Schwä­chen des Pe­t­rus kann­te, lieb­te er ihn wei­ter­hin und ver­gab ihm spä­ter, wie → Jo­han­nes 21 zeigt.

3. Die Reue, die Umkehr und die Gnade

Der Hahnenschrei im letz­ten Vers sym­bo­li­siert ei­ne Auf­for­de­rung zur Um­kehr. Pe­t­rus er­kennt sein Ver­sagen, weint und be­reut sei­ne Tat. In der evan­ge­li­schen Theo­lo­gie wird be­tont, dass Reue und Um­kehr der ers­te Schritt zur Ver­ge­bung sind. Gott ist be­reit, je­dem zu ver­ge­ben, der ehr­lich be­reut, so wie Pe­t­rus nach die­sem Vor­fall wie­der in Je­su Gemein­schaft auf­ge­nom­men wur­de.

4. Die Botschaft für Christen

Für die heutige Gemeinde und für je­den ein­zel­nen Chris­ten un­ter uns bie­tet die­ser Text ei­ne wich­ti­ge Lek­ti­on: Wir al­le ha­ben Schwä­chen und kön­nen in Zei­ten der Not oder Ver­su­chung ver­sa­gen. Viel­leicht müs­sen wir das so­gar, um uns selbst zu schüt­zen. Wie Pe­t­rus aus ei­nem ge­wis­sen Selbst­schutz he­r­aus sei­ne Zu­ge­hö­rig­keit zum Kreis der Jün­ger leug­ne­te.

Doch Pe­t­rus wur­de den­noch zu ei­ner zen­tra­len Fi­gur in der Ver­brei­tung des Evan­ge­li­ums. Das zeigt die al­les ver­än­dern­de Kraft der Ver­ge­bung. Je­der Mensch ist zur Reue, zur Um­kehr und zur Ver­ge­bung fä­hig, und Got­tes Gna­de bleibt grö­ßer als un­ser Ver­sa­gen.

Zusammenfassung

Die Geschichte der Verleugnung des Petrus in Mk 14,66-72 zeigt aus evan­ge­li­scher Sicht den Kreis­lauf von mensch­li­chem Ver­sa­gen und der Mög­lich­keit zur Um­kehr durch Got­tes Gna­de.

Dort, wo Menschen sich am Glau­ben und an Gott ver­sün­digt ha­ben, also an an­de­ren Men­schen, be­darf es der Er­in­ne­rung da­ran, so wie der Evan­ge­list Mar­kus die­se Ge­schich­te über Pe­t­rus auf­ge­schrie­ben hat­te.

Es ist sicher gut und wich­tig, so, wie Pe­t­rus es tat, über un­ser Ver­sa­gen bit­ter­lich zu wei­nen, Reue zu zei­gen und um Ver­ge­bung zu bit­ten.

Dann, aber auch nur dann, dür­fen wir auf Got­tes Gna­de hof­fen.

 

 

Liturgiegeschichtliche Verwendung
Perikope Typ Tag
1531 - 1898  

Keine Verwendung an Sonntagen, Feiertagen und Gedenktagen

1899 - 1978  

Keine Verwendung an Sonntagen, Feiertagen und Gedenktagen

Lutherische Kirchen
1958-1978
 

Keine Verwendung an Sonntagen, Feiertagen und Gedenktagen

1979 - 2018  

Mk 14,66-72

Continuatext

→ Sonntag Judika

seit 2019  

Mk 14,66-72

Evangelium +
Reihe I

→ Tag des Gedenkens an die Novemberpogrome (9. November)

 

 

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Frakturschrift ist nicht leicht zu lesen. Die Videos zeigen ausgewählte Texte aus der Lutherbibel von 1545, vorgelesen von Reiner Makohl.

 

 

Zum Gebrauch

Die Lutherbibel von 1545 ist mit ihrem Frak­tur­zei­chen­satz nicht leicht zu le­sen. Wir bie­ten Vi­de­os, in de­nen aus­ge­wähl­te Pe­ri­ko­pen aus den Sonn- und Fei­er­tags­rei­hen vor­ge­le­sen wer­den.

Wir empfehlen, die Vi­de­os im Voll­bild­mo­dus zu ge­nie­ßen.

 

 

Credits zum Video:

©2024 by Reiner D. Makohl | www.stilkunst.de

Bibeltexte: Dr. Martin Luther, Biblia, Wittenberg 1545
Zeichensätze der Frakturschriften, Typografie & Layout,
Video: Reiner D. Makohl

Sprecher: Reiner D. Makohl
Musik: ©Bluevalley, J.S.Bach, Präludium in C-Dur, Gitarre

 

 

Text | Grafik | Webdesign | Layout:

©by Reiner Makohl | Stilkunst.de

SK Version 31.07.2026