Markus 1,1-4.14-15

Das Hörbuch-Video zur Lutherbibel von 1545

Hörbuch-Video
zur Lutherbibel von 1545

 

 

Hörbuch-Video

Das öffentliche Wirken Jesu in Galiläa

Johannes der Täufer predigt über Christus
und das öffentliche Auftreten Jesu in Galiläa

Evangelium nach Markus
1,1-4.14-15

vorgelesen von Reiner Makohl

 

 

 

Gedanken zum Text

 

Evangelium nach Markus
Kapitel 1, Verse 1-4 und 14-15

Das öffentliche Wirken Jesu in Galiläa

Johannes der Täufer predigt über Christus
und das öffentliche Auftreten Jesu in Galiläa

Einleitung

Der Text Mk 1,1-4.14-15 erzählt die Ge­schich­te, in der Jo­han­nes der Täu­fer Jesus als Chris­tus an­kün­digte, der da­nach erst­mals öf­fent­lich in Ga­li­lä­a pre­digte.

Inhalte und Botschaften

Verse 1-4: Die Verkündigung des Evangeliums

Der Anfang des Markusevangeliums betont, dass mit Jesus Christus eine neue Zeit anbricht. Johannes der Täufer ruft zur Umkehr auf, als Vorbereitung auf das Kommen Jesu.

Diese Umkehr ist kein äußeres Ritual, sondern eine existentielle Neuorientierung des Menschen. Umkehr bedeutet, sich von der Selbstsicherheit des alten Lebens abzuwenden und sich auf die existenzielle Wahrheit des Evangeliums einzulassen.

Verse 14-15: Der Ruf zur Entscheidung

Der Text zitiert Jesus: »Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe herbeigekommen. Kehrt um und glaubt an das Evangelium!«

Dies ist die zentrale Forderung des Glaubens: die persönliche Entscheidung für das neue Sein in Christus.

Das »Reich Gottes« ist keine zukünftige Ära, in der Gott regiert, sondern eine existenzielle Wirklichkeit im Hier und Jetzt. Das Reich Gottes ist längst herbeigekommen. Zum Greifen nahe. Wer teilhaben will, muss Buße tun und an das Evangelium glauben.

Der Aufruf zur Umkehr ist daher keine moralische, sondern eine existenzielle Forderung. Diese Umkehr wirkt grundlegend lebensverändernd: Aus dem fernen Gott wird der nahe Gott. Nicht, weil Gott sich dem gläubigen Menschen nähert, sondern weil sich der gläubige Mensch durch die Umkehr Gott nähert.

Zusammenfassung

Der Tex Mk 1,1-4.14-15 zeigt, dass der Glaube keine bloße Lehre ist, sondern eine existenzielle Forderung Gottes erfüllt. Das Evangelium ruft zur Entscheidung. Es steht dem Menschen dennoch frei, sich für einen Weg zu entscheiden. Doch der Weg hin zu Gott kann nur durch vollständige Umkehr und durch bedingungslosen Glauben an das Evangelium gegangen werden.

 

 

 

 

Kleiner Entwurf für eine Predigt

 

 

Evangelium nach Markus
Kapitel 10, Verse 1-4 und 14-15

Das öffentliche Wirken Jesu in Galiläa

Johannes der Täufer predigt über Christus
und das öffentliche Auftreten Jesu in Galiläa

Jetzt kommt es drauf an!

An Dich!

Es gibt Momente im Leben, die alles verändern. Ein Anruf, eine Begegnung, eine Entscheidung – plötzlich steht man an einem Wendepunkt. Genau darum geht es in diesem Text.

Markus beginnt sein Evangelium mit einer klaren Ansage: »Anfang des Evangeliums von Jesus Christus, dem Sohn Gottes.«

Das ist kein Rückblick auf Vergangenes, sondern ein Startsignal für das Hier und Jetzt. Johannes ruft zur Umkehr und Jesus verkündet: »Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe. Kehrt um und glaubt an das Evangelium!«

Was bedeutet das für uns? Drei Punkte erscheinen mir wichtig.

Es bedeutet erstens: Jetzt ist die Zeit der Entscheidung

Glaube ist keine Theorie über Gott, sondern eine persönliche Entscheidung. Der Ruf zur Umkehr meint nicht Moral oder Gesetz, sondern, sich auf eine neue Lebenshaltung einlassen. Und zwar nicht irgendwann, sondern jetzt.

Es bedeutet zweitens: Das Reich Gottes ist kein ferner Traum

Viele denken, Gottes Reich sei etwas für später – nach dem Tod oder am Ende der Zeiten. Aber Jesus sagt: Es ist nahe! Es beginnt da, wo wir Vertrauen wagen. Wo Vergebung geschieht. Wo Menschen neu anfangen. Wo wir uns trauen, Liebe über Angst zu stellen.

Es bedeutet drittens: Glaube ist Mut zum Leben

Glauben heißt, sich der Gegenwart Gottes zu stellen und Gott im Gehorsam zu folgen. Es heißt, offen zu sein für das, was Gott heute mit uns vorhat.

Ja, jetzt zählt’s, jetzt kommt es drauf an! Jetzt ist die Zeit, Gott zu vertrauen. Jetzt ist die Zeit, der Forderung Gottes zu folgen und sich auf eine neue Lebenshaltung einzulassen.

 

 

Liturgiegeschichtliche Verwendung
Perikope Typ Tag
1531 - 1898  

Keine Verwendung an Sonntagen, Feiertagen und Gedenktagen

1899 - 1978  

Keine Verwendung an Sonntagen, Feiertagen und Gedenktagen

Lutherische Kirchen
1958-1978
 

Keine Verwendung an Sonntagen, Feiertagen und Gedenktagen

1979 - 2018  

Mk 1,14-15

Marginaltext

→ 3. Sonntag im Advent

seit 2019  

Mk 1,1-4.14-15

Evangelium +
Reihen I/IV

→ Tag des Evangelisten Markus (25. April)

 

 

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Titelbild
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Frakturschrift ist nicht leicht zu le­sen. Die Vi­de­os zei­gen aus­ge­wähl­te Tex­te aus der Luther­bi­bel von 1545, vor­ge­le­sen von Reiner Makohl.

 

 

Zum Gebrauch

Die Lutherbibel von 1545 ist mit ihrem Frak­tur­zei­chen­satz nicht leicht zu le­sen. Wir bie­ten Vi­de­os, in de­nen aus­ge­wähl­te Pe­ri­ko­pen aus den Sonn- und Fei­er­tags­rei­hen vor­ge­le­sen wer­den.

Wir empfehlen, die Vi­de­os im Voll­bild­mo­dus zu ge­nie­ßen.

 

 

Credits zum Video:

©2024 by Reiner D. Makohl | www.stilkunst.de

Bibeltexte: Dr. Martin Luther, Biblia, Wittenberg 1545
Zeichensätze der Frakturschriften, Typografie & Layout,
Video: Reiner D. Makohl

Sprecher: Reiner D. Makohl
Musik: ©Bluevalley, J.S.Bach, Präludium in C-Dur, Gitarre

 

 

Sabrina

Text | Grafik | Webdesign | Layout:

©by Reiner Makohl | Stilkunst.de

SK Version 15.03.2025