Die Apokryphen des Alten Testaments

Sie sind hier: ⏵Home | ⏵Lutherbibel 1545 | ⏵Die Apokryphen des Alten Testaments
Die Apokryphen des Alten Testaments

 

Biblia
 

Die gantze Heilige Schrifft Deudsch
D. Martin Luther, Wittenberg 1545

 

Die Apokryphen des Alten Testaments

Einführung

 

 

Die Texte in der Übersicht

 

 

Luthers Inhaltsverzeichnis zu den Apokryphen

 

 

 

 

 
[156a]

 

Apócryphá: Dás ẛind Bücĥer:

ſo der heiligen Schrifft nicht gleich gehalten / vnd doch nützlich vnd gut zu leſen / Als nemlich /

CLVI.

 

I

Judith.

II

Sápientia.

III

Tóbias.

IIII

Syracĥ.

V

Barucĥ.

VI

Maccábeórum.

VII

Stücke in Eſther.

VIII

Stücke in Daniel.

 

 

 
Info

Die apokryphen Bücher Judith und Maccabeorum (erstes und zweites Buch der Makkabäer) sind derzeit auf unseren Seiten noch nicht verfügbar.

 

Die apokryphen Bücher Sapienta (Die Weisheit Salomos), Tobias (Das Buch Tobias) und Syrach (das Buch Jesus Sirach) liegen derzeit noch nicht vollständig vor.

Info

Mit der Neuübersetzung der Apokryphen für die Lutherbibel, Ausgabe 2017, haben sich gegenüber älteren Bibelausgaben die Texte sowie der Verseinteilung z. T. erheblich geändert.

 

Wir berücksichtigen für die zugefügte Nummerierung der Verse in unserer Ausgabe der Lutherbibel von 1545 sowohl die herkömmliche Verszählung der Ausgaben vor 2017 wie auch die neue Verszählung der Lutherbibel 2017.

 

I. Das Buch Judit

Das Buch gilt in der Forschung als weisheitlicher Roman, nicht als Geschichtsbericht. Geschrieben wurde es vermutlich um 100 v. Chr. in griechischer Sprache.

 

Vorrede auf das Buch Judith

VerweisVorrede auf das Buch Judit

Luther kommt zu dem Schluss, dass dieses Buch kein Geschichtswerk, sondern ein Roman bzw. ein Theaterstück sei.

Vorrede und Buch sind derzeit noch nicht verfügbar!

Das Buch Judith

VerweisDas Buch Judith

Eine Erzählung über die gottesfürchtige Witwe Judit, die das Volk Israel aus der Hand der Assyrer rettete.

Dieses Buch ist derzeit noch nicht verfügbar!

 

II. Das Buch der Weisheit Salomos (Sapientia)

Vorrede auf das Buch der Weisheit

→Vorrede auf das Buch der Weisheit

Luther erklärt die Autorenschaft, den Inhalt und die Botschaften des Buchs der Weisheit Salomos. Es sei eine Auslegung des ersten Gebots und es appelliere an Gottesfurcht und Gottvertrauen.

Das Buch der Weisheit

→Das Buch der Weisheit

Das Buch behandelt Glaubensfragen und mahnt die Obrigkeit zu gerechtem Verhalten.

Unsere Ausgabe umfasst derzeit nicht alle Kapitel!

 

III. Das Buch Tobias

Vorrede auf das Buch Tobias

→Vorrede auf das Buch Tobias (Tobit)

Luther vermutet den Ursprung des Buchs Tobias in einem Schauspiel oder Theaterstück. Er stellt die handelnden Personen vor und erklärt ihre Rollen. Obwohl es kein prophetisches Buch ist, sieht er einen gewissen nutzen für Christen.

 

Das Buch Tobias

→Das Buch Tobias (Tobit)

Erzählt wird die Lebensgeschichte Tobits, dem die Unter­stützt­ung Bedürftiger besonders wichtig war, weil sie Gottes Wille sei.

Unsere Ausgabe umfasst derzeit nicht alle Kapitel!

 

IIII. Das Buch Jesus Sirach

Vorrede auf das Buch Jesus Sirach

→Luthers Vorrede auf das Buch Jesus Sirach

Luther gibt dem Buch Ecclesiaticus den Namen Jesus Sirach. Dieses Buch sei eine Sammlung von Inhalten aus verschiedenen Büchern, deren Ursprung zwischen Griechenland und Ägypten zu liegen scheint. Für Christen sei es im Haugebrauch lesenswert.

Das Buch Jesus Sirach

→Das Buch Jesus Sirach

Das Buch ist eine Sammlung weisheitlicher Sprüche,. Es fordert zu Bildung und zu einem gottesfürchtigen Leben auf.

Unsere Ausgabe umfasst derzeit nicht alle Kapitel!

 

V. Das Buch Baruch

Vorrede auf das Buch Baruch

→Vorrede auf den Propheten Baruch

Luther misst dem Buch des Propheten Baruch nur geringen Wert bei. Doch anders als bei den Büchern Esra 3 und Esra 4 entschloß er sich, Baruch in die Sammlung seiner Apokryphen aufzunehmen.

 

Das Buch Baruch

→Der Prophet Baruch

Anders als in der katholischen Kirche gehört Baruch seit Luther nicht in den biblischen Kanon, sondern zählt zu den Apokryphen. Thematisiert ist die babylonische Gefangenschaft, begründet in der Sünde, und die Befreiung, erbeten in der Buße.

 

 

VI. Die Bücher der Makkabäer

Vorrede auf das 1. Buch der Makkabäer

VerweisVorrede auf das 1. Buch der Makkabäer

 

 

Vorrede und Buch sind derzeit noch nicht verfügbar!

Das 1. Buch der Makkabäer

VerweisDas 1. Buch der Makkabäer

 

 

Dieses Buch ist derzeit noch nicht verfügbar!

Vorrede auf das 2. Buch der Makkabäer

VerweisVorrede auf das 2. Buch der Makkabäer

 

 

Vorrede und Buch sind derzeit noch nicht verfügbar!

Das 2. Buch der Makkabäer

VerweisDas 2. Buch der Makkabäer

 

 

Dieses Buch ist derzeit noch nicht verfügbar!

 

VII. Stücke in Esther

Die Stücke zu Esther und Daniel sind Zusätze, die sich in der Septuaginta, der altgriechi­schen Übersetzung des Alten Testaments finden, nicht aber in der hebräischen Bibel.

Martin Luther hatte dazu eine kurze Vorrede verfasst:

Vorrede auf die Stücke Esther und Daniel

→Vorrede auf die Stücke zu Esther und Daniel

Luther erläutert, dass er diese Stücke, die im hebräischen Text der Bücher Esther und Daniel nicht vorkommen, wohl aber in griechischen und lateinischen Ausgaben, herausgelöst und in diesem Abschnitt zusammengestellt hat.

Martin Luther, dem beide Quellen vorlagen, entschied sich bei seiner Übersetzung dafür, die Zusätze der Septuaginta nicht im Buch Esther zu zeigen, sondern sie im Teil »Apocrypha«, und dort im Buch »Stücke in Esther« zusammenzufassen.

In der Marginalspalte des Buches »Stücke in Esther« verweist Luther darauf, nach welcher Stelle des Buches Esther die einzelnen Abschnitte zu lesen sind. Als Trenner zwischen den Abschnitten benutzt er Schmuckversalien, die in der Lutherbibel von 1545 Kapitel einleiten.

In modernen Ausgaben ist das Buch »Stücke zu Esther« in sieben Kapitel unterteilt, die Vers­zählung ist ergänzt. Jedem Kapitel ist angemerkt, zu welchem Kapitel des Buches Esther es gehört. Allerdings weicht die moderne Kapitelzählung in »Stücke zu Esther« von Luthers Kapitelschnitten ab. Dies ist in unserer Wiedergabe der Text leicht anhand Luthers Schmuckversalien und den neueren Kapitelüberschriften auszumachen.

Die Unterschrift (die Autorenangabe) findet sich in der Lutherbibel von 1545 am Anfang des 5. Kapitels, wo sie gemäß des Septuaginta-Textes hingehörte. Moderne Bibeln platzieren die »Unterschrift« (wohl ihrem Sinn gemäß) am Ende des Buchs, nach Kapitel 7.

Übersicht über die Titel und Abkürzungen der Bücher

VII Stücke zu Esther

 Kürzel

Bezeichnung in Luthers Biblia 1545

Moderne Bibel

 Kürzel

 
Stücke in Eſther.

→Zum Text

Stücke zu Ester

St zu Est

StEst

 

Vorrede auf die Stücke Esther und Daniel

→Vorrede auf die Stücke zu Esther und Daniel

Luther erläutert, dass er diese Stücke, die im hebräischen Text der Bücher Esther und Daniel nicht vorkommen, wohl aber in griechischen und lateinischen Ausgaben, herausgelöst und in diesem Abschnitt zusammengestellt hat.

Stücke zu Esther

→Stücke zu Esther

Der persische König Artaxerxes befiehlt, alle Juden zu töten, die sich nicht integrieren lassen wollen. Doch Esther gewinnt die Gunst des Königs. Sie bewegt ihn, den Befehl aufzuheben.

 

 

VIII. Stücke in Daniel

In der Vorrede zu den Stücken in Esther und Daniel stuft Luther diese Stücke als »schöne geistliche Geschichten« ein, setzt sie mit den Büchern Judith und Tobias gleich und misst ihnen bestenfalls eine gewisse Nettigkeit zu, die womöglich der Erbauung frommer Kreise dienen mag.

Dennoch erkennt er an, dass »viel guts« darin sei, insbesondere verweist er dabei auf das »Benedicite« (lat.: segnet!), zu finden im Stück »Gesang der drei Männer im Feuerofen« (Daniel 3, 35-65[.66]), das nach einem Beschluss des Konzils zu Toledo 633 in Kirchen und Klöstern an jedem Märtyrertag zu singen war.

 

Die fünf Bücher Zusätze zu Daniel

Luther teilt in den Apokryphen die Zusätze zu Daniel in fünf eigene Bücher ein und gibt ihnen zum Inhalt passende Titel, die er jedoch in seinem Inhaltsverzeichnis alle unter »Stücke in Daniel« zusammenfasst.

 

Vorrede auf die Stücke Esther und Daniel

→Vorrede auf die Stücke zu Esther und Daniel

Luther erläutert, dass er diese Stücke, die im hebräischen Text der Bücher Esther und Daniel nicht vorkommen, wohl aber in griechischen und lateinischen Ausgaben, herausgelöst und in diesem Abschnitt zusammengestellt hat.

Geschichte von Susanna und Daniel

→Die Geschichte von Susanna und Daniel

Die Geschichte von Susanna und Daniel erzählt, wie der Prophet Daniel die junge Susanna vor der gekränkten Eitelkeit zweier Richter und vor dem sicheren Tod rettet.

Von dem Bel zu Babel

→Von dem Bel zu Babel

Daniel weigert sich, den Bel, ein Götzenbild in Babel, anzubeten. Er beweist dem König mit kriminalistischem Geschick, dass dieser Götze kein verehrungswürdiger, lebender Gott ist.

Von dem Bel zu Babel

→Vom Drachen zu Babel

Daniel weigert sich, den Bel, ein Götzenbild in Babel, anzubeten. Er beweist dem König mit kriminalistischem Geschick, dass dieser Götze kein verehrungswürdiger, lebender Gott ist.

Das Gebet Asarjas

→Das Gebet Asarjas

Eine nahezu zeitlose Geschichte mit grausigem Hintergrund: Asarja soll bei lebendigem Leib verbrannt werden. Doch Asarja betet, Gott steht ihm im Feuer bei, und diesmal geht es gut aus.

Der Gesang der drei Männer im Feuer

→Der Gesang der drei Männer im Feuer

Vor dem Hintergrund einer grausigen Geschichte steht im Mittelpunkt dieses Textes ein formelhaftes Gebet, das alles und jeden auf dieser Welt aufruft, um Gott zu danken und zu loben.

 

 

Das Gebet Manasses

Unter dem Titel »Stücke in Daniel« in Luthers Inhaltsverzeichnis ist letztendlich auch das Stück »Das Gebet Manasse, des Königes Juda« eingeordnet. Es gehört allerdings nicht zu Daniel, sondern ist ein Zusatz im Buch 2. Chronik (2Chr 33,12.13.18).

Dieses Gebet beschließt in Luthers Drucken das Alte Testament. So wird angenommen, dass Luther diesem Gebet, das er besonders mochte, eben diese Bedeutung zumaß: Es bilde den Abschluss des Alten Testaments, wie ein Anhang, ein Nachwort, jedoch dem Text der Bibel selbst entnommen, demütig und in aller Stille platziert, ohne besondere Erwähnung in einem Inhaltsverzeichnis, ohne weitere Erklärung in einer Vorrede.

 

Das Gebet des Manasse

→Das Gebet des Manasse

Dieses Gebet ist (obwohl es zu den Apokryphen gehört) ein gutes Beispiel für christliche Demut, für das Bekenntnis von Verfehlungen und für die Bitte um Barmherzigkeit.

 

Übersicht über die Titel und Abkürzungen der Bücher

VIII Stücke zu Daniel

 Kürzel

Bezeichnung in Luthers Biblia 1545

Moderne Bibel

 Kürzel

 
Hiſtoria von der Suſanna vnd Daniel.

→Zum Text

Stücke zu Daniel

Geschichte von Susanna und Daniel

1. Stück zu Daniel

St zu Dan

1StDan

 
Von dem Bel zu Babel.

→Zum Text

Stücke zu Daniel

Vom Bel zu Babel

2. Stück zu Daniel

St zu Dan

2StDan

 
Vom Drachen zu Babel.

→Zum Text

Stücke zu Daniel

Vom Drachen zu Babel

3. Stück zu Daniel

St zu Dan

3StDan

 
Das Gebet Aſarie: Dani.iij

Zum Text

Stücke zu Daniel

Das Gebet Asarjas

4. Stück zu Daniel

St zu Dan

4StDan

 
Der Geſang der dreien Menner im Fewr: Dani.iij

Zum Text

Stücke zu Daniel

Der Gesang der drei Männer im Feuerofen

5. Stück zu Daniel

St zu Dan

5StDan

 
Das Gebet Manaſſe.

Zum Text

Gebet des Manasse

Gebet Manasses

Geb. Man

Mana

OrMan

 

Verwendung der Texte in der gemeindlichen Praxis

Einige wenige Abschnitte aus den Apokryphen finden sich in der Perikopenordnung wieder. Für bestimmte Sonntage kann sich daher die Predigt auf einen solchen ausgewählten Text beziehen.

Nach der Perikopenordnung von 1978 (gültig bis zum Ewigkeitssonntag 2018) sind dies die die folgenden Sonntage. Bitte informieren Sie sich dort in der Liste der Predigttexte für einen Sonntag in den Kirchenjahren zwischen 1978/79 und 2017/2018.

Zum Artikel

→2. Sonntag nach dem Christfest 2017

Als Marginaltext für diesen Sonntag steht zur Auswahl:

 

→Jesus Sirach 51,18-23.31-35

 

Zum Artikel

→Sonntag Miserikordias Domini 2017

Als Marginaltext für diesen Sonntag steht zur Auswahl:

 

→Jesus Sirach 18,7-14

 

Zum Artikel

→Sonntag Kantate 2017

Als Marginaltext für diesen Sonntag steht zur Auswahl:

 

→Tobias 13,1-5.8

 

Zum Artikel

→Sonntag Rogate 2017

Als Marginaltext für diesen Sonntag steht zur Auswahl:

 

→Jesus Sirach 34,28-31

 

Zum Artikel

→Sonntag Trinitatis 2017

Als Marginaltext für diesen Sonntag steht zur Auswahl:

 

→Jesus Sirach 1,1-10

 

Zum Artikel

→1. Sonntag nach Trinitatis 2017

Als Marginaltext für diesen Sonntag steht zur Auswahl:

 

→Jesus Sirach 41,1-7

 

Zum Artikel

→6. Sonntag nach Trinitatis 2017

Als Marginaltext für diesen Sonntag steht zur Auswahl:

 

→Gebet Manasses 1-6

 

 
Empfehlungen: Das könnte Sie auch interessieren
Vorrede auf das Alte Testament

→Vorrede auf das Alte Testament

Luthers erklärt den Sinn und die Bedeutung des Alten Testaments und der Gesetze Mose. Diese Schriften seien für Christen sehr nützlich zu lesen, nicht zuletzt deshalb, weil Jesus, Petrus und Paulus mehrfach daraus zitieren.

Vorrede auf das Neue Testament

→Vorrede auf das Neue Testament

Luthers Vorrede zum Neuen Testament ist in neuen Bibelausgaben nicht mehr enthalten. Lesen Sie, was Luther seinen Lesern 1545 mit auf den Weg gegeben hatte.

 

Sabrina

Text | Grafik | Webdesign | Layout:

©by Reiner Makohl | Stilkunst.de
©by Sabrina | SABRINA CREATIVE DESIGN™

 
 

Dieses Buch ist in unserer Ausgabe derzeit leider noch nicht verfügbar!