Gedenktag der Heiligen
Freitag, 1. November 2019

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Titel: Das evangelische Kirchenjahr
Christusmonogramm mit A und O in der liturgischen Farbe Rot
1.11.2019 | Gedenktag der Heiligen
Freitag
 

Kirchenjahr 2018/2019

Gedenktag
der Heiligen

 

 
Gesetzlicher Feiertag

→Gesetzlicher Feiertag
in einzelnen Ländern der Bundesrepublik Deutschland

Symbol

Erhard Schnepf
(† 1. November 1558 in Jena)

 
Festes Datum
1. November
     
  • Der Gedenktag der Heiligen
    ist immer der 1. November eines Jahres.
  • Gottesdienstlich ist der Gedenktag der Heiligen in der Zeit vom 1. November bis zum 6. November zu begehen, wenn der 1. November auf einen Sonntag fällt.
 
Gesetzlicher Feiertag
Baden-Württemberg (BW) Bayern (BY)
Nordrhein-Westfalen (NW) Rheinland-Pfalz (RP)
Saarland (SL)  

Der Tag Allerheiligen ist in der Bundesrepublik Deutschland
im Jahr 2019 →gesetzlicher Feiertag in

  • Baden-Württemberg (BW)
  • Bayern (BY)
  • Nordrhein-Westfalen (NW)
  • Rheinland-Pfalz (RP)
  • Saarland (SL)
 
AlternativeR Artikel zum Gedenktag der Heiligen
Titel

Allerheiligen | 1. November 2019

Der Feiertag Allerheiligen geht wahrscheinlich auf ein 610 von Papst Bonifatius IV. zu Ehren Marias und aller Märtyrer in Rom eingeführtes Fest zurück.

Mehr darüber in diesem Artikel.
Titel Gottesdienstliche Ordnung
Symbol Evangelisch
 

Der evangelische

Gedenktag
der Heiligen

Gottesdienstliche Ordnung

gültig in den Kirchenjahren ab 2018/2019

 
 

Liturgische Farbe

 
Christusmonogramm mit A und O in der liturgischen Farbe Rot

Rot

 
 

Hallelujavers

 
 

Halleluja.

Singet dem HERRN ein newes Lied / Die gemeine der Heiligen ſol jn loben.

Halleluja.

→Ps 149,1     

 
 

Spruch und Psalm

 
Biblia
1545
 

Spruch für den Tag

 

So ſeid jr nu nicht mehr Geſte / vnd Frembdlinge / Sondern Bürger mit den Heiligen / vnd Gottes Hausgenossen.

→Eph 2,19

Pſalm
150
 

Psalm für den Tag

 
 

→Psalm 150

 

 

 

Lied für den Tag

 
Liedauswahl
A EG 253 Ich glaube, dass die Heiligen
B SJ 29 Die Heiligen, uns weit voran
 

EG: Evangelisches Gesangbuch
SJ: Singt Jubilate, Lieder und Gesänge für die Gemeinde

 
 

HERR thu meine Lipppen auff

Das mein Mund deinen Rhum verkündige.

→Psalm 51,17

 

 

Textlesung und Predigt

Nach der Perikopenordnung der Evangelischen Kirche sind für Gottesdienste in den Jahren 2019 - 2024 die folgenden biblischen Texte vorgesehen:

 

Die biblischen Texte für die Lesungen

 
Lesung Text für die Lesung
Evangelium Zum TextMt 5,1-10
Epistel Zum TextOffb 7,9-12
Altes Testament Zum TextDan 7,1-3.13-18.27
   

 

 

Die biblischen Texte für die Predigt

Im Kirchenjahr 2018/2019 gilt die Reihe I.

 
Kirchen-
jahr
Datum Reihe Text für die Predigt Pool weiterer Texte
2018/2019 1.11.2019 I Zum TextOffb 7,9-12 Zum TextJoh 17,6-14(15-19)
2019/2020 1.11.2020 II Zum TextDan 7,1-3.13-18.27 Zum TextHebr 11,1 - 12,3
2020/2021 1.11.2021 III Zum TextMt 5,1-10
2021/2022 1.11.2022 IV Zum TextOffb 7,9-12
2022/2023 1.11.2023 V Zum TextDan 7,1-3.13-18.27
2023/2024 1.11.2024 VI Zum TextMt 5,1-10
   
 

Kirchenjahr und Datum:
Unsere Sortierung stellt jeweils das gewählte Kirchenjahr nach oben. Die Spalte »Datum« zeigt das tatsächliche Datum des Tages, für den der Predigttext gilt.

Reihen:
Die Perikopenordnung kennt drei Lesetexte (je einen aus den Evangelien, den Episteln und dem Alten Testament) sowie sechs Predigttextreihen.
Die Reihen werden mit römischen Zahlen von I bis VI gekennzeichnet. Jede Reihe benennt die Bibeltexte (Perikopen) für alle Predigten in einem Kirchenjahr zwischen dem 1. Advent und dem Ewigkeitssonntag.

Die Reihen gelten nacheinander. Sie umfassen somit die Zeitspanne von sechs Kirchenjahren.

Die Zählung der Reihen begann im Kirchenjahr 2018/2019 mit Reihe I und wird kontinuierlich fortgeführt. Nach Reihe VI folgt wieder Reihe I.

Die Reihe I gilt für das Kirchenjahr 2018/2019, danach wieder für das Kirchenjahr 2024/2025.
Die Reihe II gilt für das Kirchenjahr 2019/2020, danach wieder für das Kirchenjahr 2025/2026,
usw.

Pool weiterer Texte:
Der Pool weiterer Texte stellt Bibeltexte zur Auswahl, die thematisch gut zum Tag passen. Aus ihnen kann die Gemeinde unabhängig von Reihe und Kirchenjahr einen Text für die Predigt wählen, der dann den vorgesehenen Predigtext der gültigen Reihe ersetzt.

 
Titel Perikopen

Gedenktag der Heiligen

Perikopen

Gültig für die Kirchenjahre ab 2018/2019

Texte für Lesungen und Predigt nach der Perikopenordnung 2018/2019

Biblia
1545

Gesetzt nach der Vorlage des Originals in Frakturschrift
mit Luthers Scholion in den Marginalspalten.

Ergänzt um Verszählung und Abschnittsüberschriften.

 

LESUNG AUS DEM EVANGELIUM UND PREDIGTTEXT

Evangelium nach Matthäus

Mt 5,1-10

REIHE

III
VI

 

 

 

Euangelium
S. Mattheus.

 

C. V.

 

 

Aus dem Abschnitt

Die Seligpreiſungen

|| →Lk 6,20-23

Verse 1-10

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

DA a Jheſus aber das Volck ſahe / gieng er auff einen Berg / und ſatzte ſich / und ſeine Jünger tratten zu jm / 2 vnd er that ſeinen Mund auff leret ſie / vnd ſprach. 3 Selig ſind / die da geiſtlich arm ſind / Denn das Himelreich iſt jr. 4 Selig ſind / die da leide tragen / Denn ſie ſollen getröſtet werden. 5 Selig ſind die Senfftmütigen / Denn ſie werden das b Erdreich beſitzen.6 Selig ſind die da hungert vnd dürſtet nach der Gerechtigkeit / Denn ſie ſollen ſat werden. 7 Selig ſind die Barmhertzigen / Denn ſie werden barmhertzigkeit erlangen. 8 Selig ſind die reines hertzen ſind / Denn ſie werden Gott ſchawen. 9 Selig ſind die c Friedfertigen / Denn ſie werden Gottes kinder heiſſen. 10 Selig ſind / die vmb Gerechtigkeit willen verfolget werden / Denn das Himelreich iſt jr.

a

In dieſem Capi­tel redet Chriſtus nicht von dem Ampt oder Regi­ment weltlicher Oberkeit / ſon­dern leret seine Chriſten ein recht leben fur Gott im geiſt.

 

b

(Besitzen)

Die Welt ver­mei­net die Erden zu­beſitzen / vnd das jre zu ſchutzen / wenn ſie gewalt vbet. Aber Chri­ſtus leret / Das man die Erden mit ſenfftmütig­keit beſitze.

c

Die Friedfertigen ſind mehr denn Friedſamen / nem­lich / die den friede machen / fordern vnd erhalten vn­ter andern. Wie Chriſtus vns bey Gott hat friede ge­macht.

 

 

 

 

LESUNG AUS DEN EPISTELN UND PREDIGTTEXT

Buch der Offenbarung an Johannes

Offb 7,9-12

REIHE

I
IV

 

 

 

Die Offenbarung
S. Johannis
des Theologen.

 

C. VII.

 

 

Aus dem Abschnitt

Die große Schar aus allen Völkern

Verse 9-12

 

 

Johannes schreibt:

 

ICh ſah / Vnd ſihe / eine groſſe Schar / welche niemand zelen kund / aus allen Heiden vnd Völckern vnd Sprachen / fur dem Stuel ſtehend vnd fur dem Lamb / angethan mit weiſſem Kleide / vnd Palmen in jren Heiden*1) / 10ſchrien mit groſſer ſtimme / vnd ſprachen / Heil ſey dem / der auff dem ſtuel ſitzt / vnſerm Gott vnd dem Lamb. 11Vnd alle Engel ſtunden vmb den ſtuel / vnd vmb die Elteſten / vnd vmb die vier *1)Thier / vnd fielen fur dem ſtuel auff jr angeſicht / vnd beteten Gott an / 12vnd ſprachen / Amen. Lob vnd ehre / vnd weisheit / vnd danck / vnd preis / vnd krafft / vnd ſtercke ſey vnſerm Gott / von ewigkeit zu ewigkeit / Amen.

 

 

 

LESUNG AUS DEM ALTEN TESTAMENT UND PREDIGTTEXT

Buch des Propheten Daniel

1Sam 16,1-3.13-18.27

REIHE

II
V

 

 

 

Der Prophet Daniel.

 

C. VII.

 

 

Verse 1-3

Daniel beginnt den Bericht über ſeinen Traum

1. jar König Belſazer.

IM erſten jar Belſazer des Königes zu

Babel / hatte Daniel einen Traum vnd Geſicht auff ſeinem Bette / vnd er ſchreib denſelbigen Traum / vnd verfaſſet jn alſo. 2Ich Daniel ſahe ein Geſichte in der nacht / vnd ſihe / Die vier Winde vnter dem Himel / ſtürmeten widernander auff dem groſſen Meer. 3Vnd vier groſſe Thier ſtiegen er auff aus dem Meer / eins je anders denn das ander.

 

 

Daniels

Geſicht von den 4. Thieren.

 

 

 

 

 

 

Verse 13-18

Die Viſion vom Menſchenſohn

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

ICH ſahe in dieſem Geſichte des nachts / vnd ſihe / Es kam einer in des Himels wolcken / wie eins menſchen Son / bis zu dem Alten / vnd ward fur denſelbigen gebracht. 14Der gab jm Gewalt / Ehre vnd Reich / Das jm alle Völcker / Leute vnd Zungen dienen ſolten / Seine Gewalt iſt ewig / die nicht vergehet / vnd ſein Königreich hat kein ende.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

ICh Daniel entſatzt mich dafur / vnd ſolch Geſicht erſchreckt mich. 16Vnd ich gieng zu der einem die da ſtunden / vnd bat jn / das er mir von dem allen gewiſſen bericht gebe. Vnd er redet mit mir / vnd zeiget mir / was es bedeutet / 17Dieſe vier groſſe Thier / ſind vier Reich / ſo auff Erden komen werden. 18Aber die Heiligen des Höheſten werden das Reich einnemen / vnd werdens jmer vnd ewiglich beſitzen.

 

 

 

 

 

 

 

Aus dem Abschnitt

Die Deutung des vierten Tieres

Vers 27

 

 

 

 

 

 

27Aber das Reich / gewalt vnd macht / vnter dem gantzen Himel / wird dem heiligen Volck des Höheſten gegeben werden / des Reich ewig iſt / vnd alle gewalt wird jm dienen vnd gehorchen.

 

 

 

WEITERER TEXT ZUR AUSWAHL FÜR DIE PREDIGT

Evangelium nach Johannes

Joh 17,6-14(15-19)

POOL

W
1

 

 

 

Euangelium
S. Johannes.

 

C. XVII.

 

 

Aus dem Abschnitt

Das hoheprieſterliche Gebet

Verse 9-19

 

 

Jesus betet:

 

ICH habe deinen Namen offenbaret den Menſchen / die du mir von der Welt gegeben haſt. Sie waren dein / vnd du haſt ſie mir gegeben / vnd ſie haben dein Wort behalten. 7Nu wiſſen ſie / das alles was du mir gegeben haſt / ſey von dir. 8Denn die wort die du mir gegeben haſt / hab ich jnen gegeben / vnd ſie habens angenomen / vnd erkand warhafftig / Das ich von dir aus gegangen bin / vnd gleuben / das du mich geſand haſt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

9ICH bitte fur ſie / vnd bitte a nicht fur die Welt / ſondern fur die du mir gegeben haſt / denn ſie ſind dein. 10Vnd alles was mein iſt / das iſt dein / vnd was dein iſt / das iſt mein / vnd ich bin in jnen verkleret. 11Vnd ich bin nicht mehr in der welt / Sie aber ſind in der welt / vnd ich kome zu dir. Heiliger Vater / erhalt ſie in deinem Namen / die du mir gegeben haſt / das ſie eines ſeien / gleich wie wir. 12Die weil ich bey jnen war in der welt / erhielt ich ſie in deinem Namen. Die du mir gegeben haſt / die habe ich bewaret / vnd iſt keiner von jnen verloren / On das verlorne Kind / Das die Schrifft erfüllet würde.

13NV aber kome ich zu dir / vnd rede ſolches in der welt / Auff das ſie in jnen haben meine Freude volkomen. 14Ich hab jnen gegeben dein wort / Vnd die welt haſſet ſie / Denn ſie ſind nicht von der welt / wie denn auch ich nicht von der welt bin.

a

(Nicht fur die Welt)

Das iſt / Ich bit­te nicht / das du der welt vnd vn­gleu­bi­gen fur­ne­men vnd thun / dir laſ­ſeſt ge­fal­len. Gleich wie Mo­ſes Num. 16. bit­tet. Das Gott ſolt des Ko­rah opf­fer nicht an­ne­men. Vnd Pſal. Non miſerea­ris omni­bus ope­ran­ti­bus in­iqui­ta­tem. →*1) Sonſt ſol man fur die welt bit­ten / das ſie be­ke­ret wer­de.

 

 

 

 

Fakultativ: Verse 9-19

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

15Ich bitte nicht / das du ſie von der welt nemeſt / ſondern das du ſie bewareſt fur dem vbel. 16Sie ſind nicht von der welt / gleich wie ich auch nicht von der welt bin. 17Heilige ſie in deiner Warheit. Dein wort iſt die Warheit. 18Gleich wie du mich geſand haſt in die welt / ſo ſende ich ſie auch in die welt. 19Ich heilige mich ſelbs fur ſie / auff das auch ſie geheiliget ſeien in der Warheit.

 

 

*1) lat.: Non miserearis omnibus operantibus iniquitatem.

dt.: »Gewähre keine Gnade allen Werken in [bzw. aus] Ungerechtigkeit.«

Luther bezieht sich hier auf →Psalm 59, Vers 6b:

Sey der keinem gnedig / die ſo verwegene Vbelthetter ſind /

lat. (Vulgata(nach G)) Ps 58,6: non miserearis omnibus qui operantur iniquitatem.

 

 

WEITERER TEXT ZUR AUSWAHL FÜR DIE PREDIGT

Brief an die Hebräer

Hebr 11,1 - 12,3

POOL

W
2

 

 

 

Die Epiſtel:
An die Ebreer.

 

C. XI.

 

 

Der Apostel schreibt:

 

 

Verse 1-7

Von der Schöpfung bis Noah

 

 

 

 

 

 

 

 

→Gene. 1.

 

 

 

 

→Gen. 4.

 

 

 

 

 

 

 

 

ES iſt aber der Glaube / eine gewiſſe

zuuerſicht / des / das man hoffet / Vnd nicht zweiueln an dem / das man nicht ſihet. 2Durch den haben die Alten zeugnis vberkomen. 3Durch den Glauben mercken wir / das die Welt durch Gottes wort c fertig iſt / Das alles das man ſihet / d aus nichte worden iſt.

4DVrch den glauben hat Abel Gott ein gröſſer Opffer gethan / denn Kain / Durch welchen er zeugnis vberkomen hat / das er gerecht ſey / da Gott zeugete von ſeiner Gabe / Vnd durch denſelbigen redet er noch / wiewol er geſtorben iſt.

c

(Fertig)

Das iſt / Sie iſt in ſchwang ge­bracht das ſie ge­het vnd ſte­het nach Got­tes wort on vn­ter­las / vn­ge­hin­dert vnd on auff­hö­ren.

d

(Aus nicht)

Das hie ſte­het / Inui­ſi­bi­li­bus

→*1) / heiſ­ſen wir / Nichts / vnd iſt auch noch nichts / bis es ge­ſchicht.

Abel.

Kain.

→Gen. 5.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

5DVrch den glauben ward Enoch weggenomen / das er den Tod nicht ſehe / vnd ward nicht erfunden / darumb das jn Gott wegnam / Denn vor ſeinem wegnemen / hat er zeugnis gehabt / das er Gott gefallen habe. 6Aber on glauben iſts vmmüglich / Gott gefallen / Denn wer zu Gott komen wil / der mus gleuben / das er ſey / vnd denen / die jn ſuchen / ein Vergelter ſein werde.

Enoch.

 

→Gen. 6.

 

 

 

 

 

 

 

7DVrch den glauben hat Noe Gott geehret / vnd die Archa zubereitet / zum heil ſeines Hauſes / Da er ein göttlichen Befelh empfieng von dem / das man noch nicht ſahe / Durch welchen er verdampt die Welt / Vnd hat ererbet die Gerechtigkeit / die durch den glauben kompt.

Noe.

 

 

 

 

 

Verse 8-22

Von Abraham bis Joseph

 

 

→Gen. 12.

 

 

 

 

 

DVrch den Glauben ward gehorſam Abraham / da er beruffen ward / aus zugehen in das land / das er ererben ſolte / Vnd gieng aus / vnd wuſte nicht wo er hin keme.

Abra-.

ham.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

9DVrch den glauben iſt er ein Frembdling geweſen in dem verheiſſen Lande / als in einem frembden / vnd wonet in Hütten mit Iſaac vnd Jacob / den Miterben derſelbigen Verheiſſunge. 10Denn er wartet auff eine Stad / die einen grund hat / welcher Bawmeiſter vnd Schepffer Gott iſt.

→Gen. 21.

 

 

 

 

 

 

→Gen. 15.

 

 

 

11DVrch den glauben empfieng auch Sara krafft / das ſie ſchwanger ward vnd gebar vber die zeit jres Alters / Denn ſie achtet jn trew / der es verheiſſen hatte. 12Darumb ſind auch von einem / wiewol erſtorbens Leibes / viel geboren / wie die Stern am Himel / vnd wie der Sand am rande des Meeres / der vnzelich iſt.

Sara.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

→Exo.3.

 

 

13DIeſe alle ſind geſtorben im glauben / vnd haben die Verheiſſung nicht empfangen / Sondern ſie von fernen geſehen / vnd ſich der vertröſtet / vnd wol benügen laſſen / vnd bekand / das ſie Geſte vnd Frembdlinge auff Erden ſind. 14Denn die ſolchs ſagen / die geben zuuerſtehen / das ſie ein Vaterland ſuchen. 15Vnd zwar / wo ſie das gemeinet hetten / von welchem ſie waren ausgezogen / hatten ſie ja zeit wider vmb zukeren. 16Nu aber begeren ſie eines beſſern / nemlich eines Himliſchen. Darumb ſchemet ſich Gott jr nicht zu heiſſen jr Gott / Denn er hat jnen eine Stad zubereit.

 

→Gen. 22.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

17DVrch den glauben opfferte Abraham den Iſaac / da er verſucht ward / vnd gab dahin den Eingebornen / da er ſchon die Verheiſſung empfangen hatte / 18Von welchem geſagt ward / In Iſaac wird dir dein Same geheiſſen werden / 19Vnd dachte / Gott kan auch wol von den Todten erwecken / Daher er auch jn zum Furbilde wider nam.

Iſaac.

→Gen. 27.

 

 

→Gen. 48.

 

 

 

20DVrch den glauben ſegenete Iſaac von den zukünfftigen dingen den Jacob vnd Eſau. 21Durch den glauben ſegnete Jacob / da er ſtarb beide ſöne Joſephs / Vnd neiget ſich gegen ſeines Scepters ſpitzen.

Jacob

Eſau.

→Gen. 50.

 

 

 

22DVrch den glauben redet Joſeph / vom Auszug der kinder Iſrael / da er ſtarb / Vnd thet befelh von ſeinen Gebeinen.

Joſeph.

 

 

 

 

 

Verse 23-31

Von Moses bis Rahab

 

 

→Exod. 2.

 

 

 

 

 

 

DVrch den glauben ward Moſes / da er geboren war / drey monden verborgen von ſeinen Eltern / Darumb das ſie ſahen / wie er ein ſchön Kind war / vnd furchten ſich nicht fur des Königes gebot.

Moſes.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

24DVrch den glauben wolt Moſes / da er gros ward / nicht mehr ein Son heiſſen der tochter Pharao / 25Vnd erwelet viel lieber mit dem volck Gottes vngemach zu leiden / Denn die zeitliche Ergetzung der ſünden zu haben / 26Vnd achtet die ſchmach Chriſti fur gröſſer reichthum / Denn die ſchetze Egypti / Denn er ſahe an die Belohnung.

 

 

 

 

27DVrch den glauben verlies er Egypten / vnd furchte nicht des Königes grim / Denn er hielt ſich an den / den er nicht ſahe / als ſehe er jn.

→Exod. 12.

 

 

 

28DVrch den glauben hielt er die Oſtern vnd das Blutgieſſen / Auff das der die Erſtengeburten würgete / ſie nicht treffe.

→Exod.14.

 

 

 

29DVrch den glauben giengen ſie durchs Rotemeer / als durch trocken land / Welches die Egypter auch verſuchten / vnd erſoffen.

Joſu. 6.

 

 

30DVrch den glauben fielen die mauren Jericho / da ſie ſieben tage vmbher gegangen waren.

→Joſu. 2.

 

 

 

31DVrch den glauben ward die Hure Rahab nicht verloren mit den vngleubigen / da ſie die Kundſchaffer freundlich auffnam.

Rahab.

 

 

 

 

 

 

 

Verse 32-40

Der Glaube ist das Motiv aller Geschichten im Alten Testament

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

VND was ſol ich mehr ſagen? Die zeit würde mir zukurtz / wenn ich ſolte erzelen von Gedeon / vnd Barac / vnd Samſon / vnd Iephthahe / vnd Dauid / vnd Samuel / vnd den Propheten / 33welche haben durch den glauben Königreiche bezwungen / Gerechtigkeit gewircket / die Verheiſſung erlanget / der Lewen rachen verſtopffet / 34des Fewers krafft ausgeleſſcht / des Schwerts ſcherffe entrunnen / Sind krefftig worden aus der Schwacheit / Sind ſtarck worden im ſtreit / Haben der frembden Heer darnider gelegt. 35Die Weiber haben jre Todten von der Aufferſtehung wider genomen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(Schwacheit)

Im leiden ſind ſie krefftiger worden 2. Cor. 12. Meine Krafft wird in ſchwacheit ſtarck.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

DIe andern aber ſind zurſchlagen / vnd haben keine Erlöſung angenomen / Auff das ſie die Aufferſtehung / die beſſer iſt / erlangeten. 36Etliche haben ſpot vnd geiſſeln erlidden / dazu band vnd gefengnis. 37Sie ſind geſteiniget / zuhackt / zuſtochen / durchs Schwert getödtet. Sie ſind vmbher gegangen in peltzen vnd ziegen Fellen / mit mangel / mit trübſal / mit vngemach / 38Der die welt nicht werd war / Vnd ſind im Elend gegangen / in den Wüſten / auff den Bergen / in den Klüfften vnd Löchern der erden.

 

 

 

 

 

 

 

 

39Djeſe alle haben durch den Glauben zeugnis vberkomen / vnd nicht empfangen die Verheiſſung / 40Darumb / das Gott etwas beſſers fur vns zuuor verſehen hat / das ſie nicht on vns volendet würden.

 

 

 

 

 

 

C. XII.

 

 

 

 

 

 

 

 

Aus dem Abschnitt

Das Vorbild Jesu Christi

Verse 1-3

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

DArumb auch wir / dieweil wir ſolchen

hauffen Zeugen vmb vns haben / Laſſet vns ablegen die Sünde / ſo vns jmer anklebt vnd trege macht / Vnd laſſet vns lauffen durch gedult / in dem Kampff / der vns verordnet iſt / 2Vnd auffſehen auff Jheſum / den Anfenger vnd Volender des glaubens / Welcher / da er wol hette mügen freude haben / erduldet er das Creutz / vnd achtet der ſchande nicht / Vnd iſt geſeſſen zur Rechten auff dem ſtuel Gottes. 3Gedencket an den / der ein ſolchs widerſprechen von den Sündern wider ſich erduldet hat / Das jr nicht in ewrem mut mat werdet / vnd ablaſſet.

 

 

 

»Frewet euch mit den Frölichen /

vnd weinet mit den Weinenden.

Habt mit allen Menſchen Friede.«

→Römerbrief 12,15.18

Zum Gebrauch

Für die inhaltliche und thematische Ge­stal­tung der Gottes­dien­ste schla­gen die Ord­nun­gen der evan­ge­li­schen Kir­chen bib­li­sche Texte vor.

Sie sind je­doch nicht nur für den Vor­trag im Gottes­dienst ge­dacht. Es sind gleich­zei­tig Lese­emp­feh­lun­gen für je­den, der sich für die christ­li­che Re­li­gi­on oder für die Bi­bel in der prak­ti­schen An­wen­dung in­ter­es­siert.

Wir möch­ten Sie daher aus­drück­lich da­zu er­mun­tern, die Text­stel­len ein­mal in Ihrer Bi­bel zu le­sen!

Über das Jahr be­trach­tet, wer­den Sie auf die­se Wei­se die we­sent­li­chen Text­zeug­nis­se ken­nen­ler­nen, auf die sich die christ­li­che Re­li­gi­on stützt.

 

Hinweise zur Stilkunst.de-Ausgabe der Lutherbibel von 1545

Erläuterungen zum Satz und zur Typografie des Bibeltextes

Der Text aus der Luther­bi­bel ist auf un­se­ren Sei­ten in An­leh­nung an das Druck­bild des Ori­gi­nals von 1545 wie­der­ge­ge­ben.

Den Sei­ten­auf­bau, die ver­wen­de­ten Schrif­ten, die Schreib­re­geln der Frak­tur­schrift und Luthers In­ten­tio­nen, mit der Ty­po­gra­fie Le­se­hil­fen be­reit­zu­stel­len, er­läu­tert dem in­ter­es­sier­ten Le­ser un­ser Ar­ti­kel »Satz und Ty­po­gra­fie der Luther­bi­bel von 1545«.

 
 
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