Vierter Sonntag im Advent
Sonntag, 23. Dezember 2306

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Titel: Das evangelische Kirchenjahr
Christusmonogramm mit A und O in der liturgischen Farbe Violett
23.12.2306 | Vierter Sonntag im Advent
Sonntag
 

Kirchenjahr 2306/2307

Vierter Sonntag
im Advent

 

 
Symbol

Anne du Bourg
(† 23. Dezember 1559 in Paris)

 

Teil I: Sonn- und Feiertage des Kirchenjahres  

Regeln

Info

Wenn der Tag des Apostels Thomas nicht am →3. Juli, sondern nach wie vor am 21. Dezember begangen werden soll, gilt:

 

Fällt der →Tag des Apostels Thomas (21. Dezember) auf den 4. Sonntag im Advent, dann kann der Aposteltag nur am Samstag zuvor oder am Montag bzw. Dienstag danach gefeiert werden, nicht aber am 4. Advent oder am 24. Dezember.

 

Zwei Feste an einem Tag:

Fällt der 24. Dezember auf einen Sonntag, dann wird am selben Tag abends mit der
→Christvesper das Christfest eingeleitet.

 

Wirkung in 2307

- keine -

 
Bewegliches Datum
4. Advent zwischen dem 18. Dezember und dem 24. Dezember
  • Mit dem ersten Sonntag im Advent beginnt das neue Kirchenjahr 2306/2307.
  • Die →Adventszeit umfasst die vier Sonntage vor dem →ersten Weih­nachts­tag. Sie beginnt immer am ersten Sonntag im Advent und endet an →Heiligabend.
  • Der frühest mögliche Termin für den vierten Sonntag im Advent ist der 18. Dezember. In diesem Fall wird Heiligabend ein Samstag sein.
  • Der spätest mögliche Termin ist der 24. Dezember, Heiligabend.
 
Symbol: Abstand zum Christfest
 

Der Name Advent

 

Adventus Domini

Der Name Advent stammt aus dem Lateinischen und meint Ankunft (lat. adventus). Der vollständige lateinische Name lautet Adventus Domini ( »Ankunft des Herrn«) und bezeichnet die Jahreszeit, in der die Christenheit sich auf das Hochfest der Geburt von Jesus von Nazaret, auf Weihnachten, vorbereitet.

Die Christen gedenken der Geburt Jesu und feiern sie als Menschwerdung Gottes. Zugleich erinnert Advent daran, dass Christen das zweite Kommen Jesu Christi erwarten sollen.

 

Die Adventszeit

 

Praeparatio adventus Domini

Der lateinische Ausdruck praeparatio adventus Domini meint Vorbereitung der Ankunft des Herrn und bezeichnete bereits in der frühen Kirche das, was wir heute Adventszeit nennen.

Zunächst wurde die Adventszeit als Fastenzeit vor →Epiphanias (6. Januar) bzw. vor Weihnachten verstanden. Vermutlich seit dem 6. Jahrhundert wird die Adventszeit auch liturgisch im Messfeiern begangen. Anfangs schwankte die Zahl der Tage und damit die Zahl der Sonntage in der Adventszeit. Erst im 6. Jahrhundert wurden vier Adventssonntage vor Weihnachten durch Papst Gregor dem Großen (540 - 604) festgelegt.

 
Alternativer Artikel zum 4. Advent

Während wir an dieser Stelle den vierten Sonntag im Advent aus der Sicht des evan­ge­li­schen Kirchenkalenders beleuchten, finden Sie allgemeine Informationen und Ge­dan­ken zu diesem Tag in diesem Artikel:

Zum Artikel

4. Advent 2306

Schenken und beschenkt werden, »sich auf den Weg machen«, um die Geschenke zu überbringen. Der Besuch drückt aus, wie groß Freude, Respekt und Wertschätzung sind.

Mehr darüber in diesem Artikel.
Titel Gottesdienstliche Ordnung
Symbol Evangelisch

Der evangelische Tag

Vierter Sonntag
im Advent

Gottesdienstliche Ordnung

gültig in den Kirchenjahren ab 2018/2019

 
 

Liturgische Farbe

 
Christusmonogramm mit A und O in der liturgischen Farbe Violett

Violett

 
 

Spruch und Psalm

 
Biblia
1545
 

Spruch für die Woche

 

Frewet euch in dem HErrn allwege / vnd abermal / ſage ich / frewet euch. / Der HErr iſt nahe.

→Phil 4,4.5b

Pſalm
102
 

Psalm für die Woche

 

 

 

Lied für die Woche

 
Liedauswahl
A EG 9 Nun jauchzet all ihr Frommen
B EG 19 O komm, o komm, du Morgenstern
 

EG: Evangelisches Gesangbuch

 
 

HERR thu meine Lipppen auff

Das mein Mund deinen Rhum verkündige.

→Psalm 51,17

 

 

Textlesung und Predigt

Nach der Perikopenordnung der Evangelischen Kirche sind für Gottesdienste in den Jahren 2307 - 2312 die folgenden biblischen Texte vorgesehen:

 

Die biblischen Texte für die Lesungen

 
Lesung Text für die Lesung
Evangelium Zum TextLk 1,26-38(39-56)
Epistel Zum TextPhil 4,4-7
Altes Testament Zum TextJes 62,1-5
   

 

 

Die biblischen Texte für die Predigt

Im Kirchenjahr 2306/2307 gilt die Reihe I.

 
Kirchen-
jahr
Datum Reihe Text für die Predigt Pool weiterer Texte
2306/2307 23.12.2306 I Zum TextLk 1,(26-38)39-56 Zum TextHes 17,22-24
2307/2308 22.12.2307 II Zum Text2Kor 1,18-22 Zum TextRom 5,12-14(18-21)
2308/2309 20.12.2308 III Zum Text1Mos 18,1-2.9-15
2309/2310 19.12.2309 IV Zum TextLk 1,26-38(39-56)
2310/2311 18.12.2310 V Zum TextPhil 4,4-7
2311/2312 24.12.2311 VI Zum TextJes 62,1-5
   
 

Kirchenjahr und Datum:
Unsere Sortierung stellt jeweils das gewählte Kirchenjahr nach oben. Die Spalte »Datum« zeigt das tatsächliche Datum des Tages, für den der Predigttext gilt.

Reihen:
Die Perikopenordnung kennt drei Lesetexte (je einen aus den Evangelien, den Episteln und dem Alten Testament) sowie sechs Predigttextreihen.
Die Reihen werden mit römischen Zahlen von I bis VI gekennzeichnet. Jede Reihe benennt die Bibeltexte (Perikopen) für alle Predigten in einem Kirchenjahr zwischen dem 1. Advent und dem Ewigkeitssonntag.

Die Reihen gelten nacheinander. Sie umfassen somit die Zeitspanne von sechs Kirchenjahren.

Die Zählung der Reihen begann im Kirchenjahr 2018/2019 mit Reihe I und wird kontinuierlich fortgeführt. Nach Reihe VI folgt wieder Reihe I.

Die Reihe I gilt für das Kirchenjahr 2306/2307, danach wieder für das Kirchenjahr 2312/2313.
Die Reihe II gilt für das Kirchenjahr 2307/2308, danach wieder für das Kirchenjahr 2313/2314,
usw.

Pool weiterer Texte:
Der Pool weiterer Texte stellt Bibeltexte zur Auswahl, die thematisch gut zum Tag passen. Aus ihnen kann die Gemeinde unabhängig von Reihe und Kirchenjahr einen Text für die Predigt wählen, der dann den vorgesehenen Predigtext der gültigen Reihe ersetzt.

 
Titel Perikopen

Vierter Sonntag im Advent

Perikopen

Gültig für die Kirchenjahre ab 2018/2019

Texte für Lesungen und Predigt nach der Perikopenordnung 2018/2019
aus der Lutherbibel von 1545

Biblia
1545

Gesetzt nach der Vorlage des Originals in Frakturschrift
mit Luthers Scholion in den Marginalspalten.

Ergänzt um Verszählung und Abschnittsüberschriften.

 

LESUNG AUS DEM EVANGELIUM UND PREDIGTTEXT

Evangelium nach Lukas

Lk 1,26-38(39-56)

REIHE

IV

 

 

 

Euangelium
S. Lucas.

 

C. I.

 

 

Verse 26-38

Die Ankündigung der Geburt Jeſu

 

IM ſechſten mond / ward der engel Gabriel geſand von Gott / in eine ſtad in Galilea / die heiſſt Nazareth / 27Zu einer Jungfrawen / die vertrawet war einem Manne / mit namen Joſeph / vom hauſe Dauid / vnd die Jungfraw hies Maria. 28Vnd der Engel kam zu jr hin ein / vnd ſprach / Gegrüſſet ſeiſtu holdſelige / der HERR iſt mit dir / du Gebenedeiete vnter den Weibern.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(Gebenedeiete)

Das iſt auff deudſch / Du Hoch­ge­lob­te.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

29DA ſie aber jn ſahe / erſchrack ſie vber ſeiner rede / vnd gedachte / welch ein grus iſt das? 30Vnd der Engel ſprach zu jr / Fürchte dich nicht Maria / Du haſt gnade bey Gott funden. 31Sihe / du wirſt ſchwanger werden im Leibe / vnd einen Son geberen / des Namen ſoltu Jheſus heiſſen. 32Der wird gros / vnd ein Son des Höheſten genennet werden. Vnd Gott der HERR wird jm den ſtuel ſeines vaters Dauid geben / 33vnd er wird ein König ſein vber das haus Jacob ewiglich / vnd ſeines Königreichs wird kein ende ſein.

 

 

 

 

(Gnade funden)

Das iſt / du haſt ei­nen gne­di­gen Gott.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

34DA ſprach Maria zu dem Engel / Wie ſol das zugehen? ſintemal ich von keinem Manne weis. 35Der Engel antwortet / vnd ſprach zu jr / Der heilige Geiſt wird vber dich komen / vnd die krafft des Höheſten wird dich vberſchatten. Darumb auch das Heilige / das von dir geboren wird / wird Gottes Son genennet werden. 36 Vnd ſihe / Eliſabet deine gefreundete / iſt auch ſchwanger mit einem Son / in jrem alter / vnd gehet itzt im ſechſten mond / die im geſchrey iſt / das ſie vnfruchtbar ſey / 37Denn bey Gott iſt kein ding vmmüglich. 38Maria aber ſprach Sihe / Ich bin des HERRN magd / mir geſchehe wie du geſagt haſt. Vnd der Engel ſchied von jr.

 

Fakultativ: Verse 39-56

Der Beſuch der Maria bei Eliſabeth
Marias Lobgeſang

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

MAria aber ſtund auff in den tagen / vnd gieng auff das Gebirge endelich / zu der ſtad Jude / 40vnd kam in das haus Zacharias / vnd grüſſet Eliſabeth. 41Vnd es begab ſich / als Eliſabeth den grus Maria höret / hüpffet das Kind in jrem leibe. Vnd Eliſabeth ward des heiligen Geiſts vol / 42vnd rieff laut / vnd ſprach / a Gebenedeiet biſtu vnter den Weibern / vnd gebenedeiet iſt die Frucht deines Leibes. 43Vnd wo her kompt mir das / das die Mutter meines HErrn zu mir kompt? 44Sihe / da ich die ſtimme deines Gruſſes hörete / hüpffet mit freuden das Kind in meinem Leibe. 45Vnd o ſelig biſtu / die du gegleubt haſt / Denn es wird volendet werden / was dir geſagt iſt von dem HERRN. 46Vnd Maria ſprach.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

a

Auff Deudſch alſo / Gelobet biſtu etc.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Meine Seele erhebt den HERRN.
47Vnd mein Geiſt frewet ſich Gottes meines Heilandes.

48Denn er hat ſeine elende Magd angeſehen / Sihe / von nu an werden mich ſelig preiſen alle Kinds kind.

49Denn er hat groſſe Ding an mir gethan / der da Mechtig iſt / vnd des Namen heilig iſt.

50Vnd ſeine Barmhertzigkeit weret jmer für vnd für / Bey denen die jn fürchten.

51Er vbet gewalt mit ſeinem Arm / Vnd zurſtrewet die Hoffertig ſind in jres hertzen ſinn.

52Er ſtöſſet die Gewaltigen vom ſtuel / Vnd erhebt die Elenden.

53Die Hungerigen füllet er mit Güttern / Vnd leſſt die Reichen leer.

54Er dencket der Barmhertzigkeit / Vnd hilfft ſeinem diener Iſrael auff.

55Wie er geredt hat vnſern Vetern / Abraham vnd ſeinem Samen ewiglich.

56VND Maria bleib bey jr bey dreien monden / Darnach keret ſie widerumb heim.

 

 

 

LESUNG AUS DEN EPISTELN UND PREDIGTTEXT

Brief des Paulus an die Gemeinde in Philippi

Phil 4,4-7

REIHE

V

 

 

 

Die Epiſtel S. Pauli:
An die Philipper.

 

C. IIII.

 

 

Verse 4-7

Verkündigung, Dank und Gebet als Vorbereitung auf die Wiederkunft Chriſti

 

 

Paulus schreibt:

 

FRewet euch in dem HErrn allwege / vnd abermal / ſage ich / frewet euch.5Ewer Lindigkeit laſſet kund ſein allen Menſchen. Der HErr iſt nahe.6Sorget nichts / Sondern in allen dingen laſſet ewre Bitte im Gebet vnd Flehen / mit Danckſagung fur Gott kund werden. 7Vnd der friede Gottes / welcher höher iſt / denn alle vernunfft / beware ewre hertzen vnd ſinne in Chriſto Jheſu.

 

 

 

LESUNG AUS DEM ALTEN TESTAMENT UND PREDIGTTEXT

Buch des Propheten Jesaja

Jes 62,1-5

REIHE

VI

 

 

 

Der Prophet Jeſáiá.

 

C. LXII.

 

 

Aus dem Abschnitt

Die zukünftige Herrlichkeit Zions

Verse 1-5

 

VMb Zion willen ſo wil ich nicht ſchwei-

gen / vnd vmb Jeruſalem willen ſo wil ich nicht inne halten / Bis das jre Gerechtigkeit auffgehe wie ein Glantz / vnd jr Heil entbrenne wie ein Fackel. 2Das die Heiden ſehen deine Gerechtigkeit / vnd alle Könige deine Herrligkeit / Vnd du ſolt mit einem newen Namen genennet werden / welchen des HERRN Mund nennen wird. 3Vnd du wirſt ſein eine ſchöne Krone in der Hand des HERRN / vnd ein königlicher Hut in der hand deines Gottes.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

4MAn ſol dich nicht mehr die Verlaſſene / noch dein Land eine wüſtunge heiſſen / Sondern du ſolt (mein luſt an jr) vnd dein Land (lieber Bule) heiſſen / Denn der HERR hat luſt an dir / vnd dein Land hat einen lieben Bulen. 5Denn wie ein lieber Bule einen Bulen lieb hat / So werden dich deine Kinder lieb haben / Vnd wie ſich ein Breutgam frewet vber der Braut / So wird ſich dein Gott vber dir frewen.

 

 

 

(Bule)

Das iſt / Eine Braut / die nicht on Man vnd verlaſſen / ſon­dern lieb vnd werd ſey / wie ein Bule.

 

 

 

PREDIGTTEXT AUS DEM NEUEN TESTAMENT

Evangelium nach Lukas

Lk 1,(26-38)39-56

REIHE

I

 

 

 

Euangelium
S. Lucas.

 

C. I.

 

 

Fakultativ: Verse 26-38

Die Ankündigung der Geburt Jeſu

 

IM ſechſten mond / ward der engel Gabriel geſand von Gott / in eine ſtad in Galilea / die heiſſt Nazareth / 27Zu einer Jungfrawen / die vertrawet war einem Manne / mit namen Joſeph / vom hauſe Dauid / vnd die Jungfraw hies Maria. 28Vnd der Engel kam zu jr hin ein / vnd ſprach / Gegrüſſet ſeiſtu holdſelige / der HERR iſt mit dir / du Gebenedeiete vnter den Weibern.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(Gebenedeiete)

Das iſt auff deudſch / Du Hoch­ge­lob­te.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

29DA ſie aber jn ſahe / erſchrack ſie vber ſeiner rede / vnd gedachte / welch ein grus iſt das? 30Vnd der Engel ſprach zu jr / Fürchte dich nicht Maria / Du haſt gnade bey Gott funden. 31Sihe / du wirſt ſchwanger werden im Leibe / vnd einen Son geberen / des Namen ſoltu Jheſus heiſſen. 32Der wird gros / vnd ein Son des Höheſten genennet werden. Vnd Gott der HERR wird jm den ſtuel ſeines vaters Dauid geben / 33vnd er wird ein König ſein vber das haus Jacob ewiglich / vnd ſeines Königreichs wird kein ende ſein.

 

 

 

 

(Gnade funden)

Das iſt / du haſt ei­nen gne­di­gen Gott.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

34DA ſprach Maria zu dem Engel / Wie ſol das zugehen? ſintemal ich von keinem Manne weis. 35Der Engel antwortet / vnd ſprach zu jr / Der heilige Geiſt wird vber dich komen / vnd die krafft des Höheſten wird dich vberſchatten. Darumb auch das Heilige / das von dir geboren wird / wird Gottes Son genennet werden. 36 Vnd ſihe / Eliſabet deine gefreundete / iſt auch ſchwanger mit einem Son / in jrem alter / vnd gehet itzt im ſechſten mond / die im geſchrey iſt / das ſie vnfruchtbar ſey / 37Denn bey Gott iſt kein ding vmmüglich. 38Maria aber ſprach Sihe / Ich bin des HERRN magd / mir geſchehe wie du geſagt haſt. Vnd der Engel ſchied von jr.

 

Verse 39-56

Der Beſuch der Maria bei Eliſabeth
Marias Lobgeſang

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

MAria aber ſtund auff in den tagen / vnd gieng auff das Gebirge endelich / zu der ſtad Jude / 40vnd kam in das haus Zacharias / vnd grüſſet Eliſabeth. 41Vnd es begab ſich / als Eliſabeth den grus Maria höret / hüpffet das Kind in jrem leibe. Vnd Eliſabeth ward des heiligen Geiſts vol / 42vnd rieff laut / vnd ſprach / a Gebenedeiet biſtu vnter den Weibern / vnd gebenedeiet iſt die Frucht deines Leibes. 43Vnd wo her kompt mir das / das die Mutter meines HErrn zu mir kompt? 44Sihe / da ich die ſtimme deines Gruſſes hörete / hüpffet mit freuden das Kind in meinem Leibe. 45Vnd o ſelig biſtu / die du gegleubt haſt / Denn es wird volendet werden / was dir geſagt iſt von dem HERRN. 46Vnd Maria ſprach.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

a

Auff Deudſch alſo / Gelobet biſtu etc.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Meine Seele erhebt den HERRN.
47Vnd mein Geiſt frewet ſich Gottes meines Heilandes.

48Denn er hat ſeine elende Magd angeſehen / Sihe / von nu an werden mich ſelig preiſen alle Kinds kind.

49Denn er hat groſſe Ding an mir gethan / der da Mechtig iſt / vnd des Namen heilig iſt.

50Vnd ſeine Barmhertzigkeit weret jmer für vnd für / Bey denen die jn fürchten.

51Er vbet gewalt mit ſeinem Arm / Vnd zurſtrewet die Hoffertig ſind in jres hertzen ſinn.

52Er ſtöſſet die Gewaltigen vom ſtuel / Vnd erhebt die Elenden.

53Die Hungerigen füllet er mit Güttern / Vnd leſſt die Reichen leer.

54Er dencket der Barmhertzigkeit / Vnd hilfft ſeinem diener Iſrael auff.

55Wie er geredt hat vnſern Vetern / Abraham vnd ſeinem Samen ewiglich.

56VND Maria bleib bey jr bey dreien monden / Darnach keret ſie widerumb heim.

 

 

 

PREDIGTTEXT AUS DEM NEUEN TESTAMENT

Zweiter Brief des Paulus an die Gemeinde in Korinth

2Kor 1,18-22

REIHE

II

 

 

 

Die Ander Epiſtel:
An die Córinther.

 

C. I.

 

 

Aus dem Abschnitt

Gegen den Vorwurf der Unredlichkeit

Verse 18-22

 

 

Paulus schreibt:

 

 

 

 

Silua-

nus.

Timo-

theus.

ABer O ein trewer Gott / das vnſer wort an euch nicht ja vnd nein geweſen iſt. 19Denn der Son Gottes Jheſus Chriſtus / der vnter euch durch vns geprediget iſt / durch mich vnd Siluanum vnd Timotheum / der war nicht ja vnd nein / ſondern es war ja in jm. 20Denn alle Gottes verheiſſung ſind Ja in jm / vnd ſind Amen in jm / Gotte zu lobe / durch vns. 21Gott iſts aber / der vns befeſtiget ſampt euch in Chriſtum / vnd vns geſalbet 22vnd verſiegelt / vnd in vnſer hertzen das Pfand / den Geiſt gegeben hat.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(Amen)

Das iſt / Gewis vnd warhafftig.

 

 

 

PREDIGTTEXT AUS DEM ALTEN TESTAMENT

Erstes Buch Mose | Genesis

1Mos 18,1-2.9-15

REIHE

III

 

 

 

Das Erſte Bucĥ
Móẛe.

 

C. XVIII.

 

 

Aus dem Abschnitt

Der HERR bei Abraham und Sara in Mamre

Verse 1-2

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

→Ebre. 13.

VND der HERR erschein jm im Hayn

Mamre / da er ſas an der thür ſeiner Hütten / da der tag am heiſſeſten war. 2Vnd als er ſeine augen auffhub / vnd ſahe / da ſtunden drey Menner gegen jm. Vnd da er ſie ſahe / lieff er jnen entgegen / von der thür ſeiner Hütten / vnd bücket ſich nider auff die Erden /

 

 

 

 

 

Verse 9-15

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

→1. Pet. 3.

 

 

 

 

4. Reg. 4.

 

 

 

 

→Rom. 9.

 

 

 

 

 

 

 

DA ſprachen ſie zu jm / Wo iſt dein weib Sara? Er antwortet / Drinnen in der Hütten. 10Da ſprach er / Ich wil wider zu dir komen / ſo ich lebe / Sihe / ſo ſol Sara dein weib einen Son haben. Das höret Sara / hinder jm / hinder der thür der Hütten. 11Vnd ſie waren beide / Abraham vnd Sara alt vnd wol betaget / Alſo das es Sara nicht mehr gieng / nach der Weiber weiſe. 12Darumb lachet ſie bey ſich ſelbs / vnd ſprach / Nu ich alt bin / ſol ich noch wolluſt pflegen / vnd mein Herr auch alt iſt.

13DA ſprach der HERR zu Abraham / Warumb lachet des Sara / vnd ſpricht / Meinſtu das war ſey / das ich noch geberen werde / ſo ich doch alt bin? 14Solt dem HERRN etwas vmmüglich ſein? Vmb dieſe zeit wil ich wider zu dir komen a ſo ich lebe / So ſol Sara einen Son haben.15Da leugnete Sara / vnd ſprach / Ich habe nicht gelachet / Denn ſie furcht ſich / Aber er ſprach / Es iſt nicht alſo / du haſt gelacht.

 

a

(So ich lebe)

Gott als ein Menſch / Gene. 3. Adam / Wo biſtu? Item →*1) Gen. xj. Ich wil hin ab fah­ren vnd ſe­hen. Gen. 19. Ich wil ſe­hen / obs ſo ſey. Denn dis wort (So ich Lebe) ſe­tze es wo du wilt ſo lauts doch nicht. Als wenn er von der Frucht / oder El­tern wolt ſagen / Du ſolt einen Son ha­ben / ſo er le­bet / oder / ſo jr le­bet. Mein­ſtu er wiſ­ſe nicht ob der Son oder die El­tern le­ben wer­den

Ja wo ſie nich­ti­ge­wis le­ben wür­den was we­re die ver­heiſ­ſung?

 

 

*1) lat.: Item

dt.: »Ebenso«

 

 

WEITERER TEXT ZUR AUSWAHL FÜR DIE PREDIGT

Buch des Propheten Hesekiel

Hes 17,22-24

POOL

W
1

 

 

 

Der Próphet Heſekiel.

 

C. XVII.

 

 

Aus dem Abschnitt

Das Gleichnis vom Zedernwipfel und vom Weinſtock

Verse 22-24

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

SO ſpricht der HErr HERR / jch wil auch von dem Wipffel des hohen Cedernbawm nemen / vnd oben von ſeinen Zweigen ein zartes a Reis brechen / vnd wils auff einen hohen geheufften Berg pflantzen / 23nemlich / auff den hohen berg Jſrael / wil ichs pflantzen / das es Zweige gewinne vnd Früchte bringe / vnd ein herrlicher Cederbawm werde / Alſo / das allerley Vogel vnter jm wonen / vnd allerley Fliegends vnter dem ſchatten ſeiner Zweige bleiben mügen. 24Vnd ſollen alle Feldbewme erfaren / das ich der HERR den hohen Bawm genidriget / vnd den nidrigen Bawm erhöhet habe / vnd den grünen Bawm ausgedorret / vnd den dürren Bawm grünend gemacht habe. Jch der HERR rede es / vnd thu es auch.

 

 

 

 

a

Den HErrn Chri­ſtum / der iſt vom ho­hen Ce­der­bawm / das iſt / aus Gottes volck vnd vom ſtam Dauid.

 

 

 

WEITERER TEXT ZUR AUSWAHL FÜR DIE PREDIGT

Brief des Paulus an die Gemeinde in Rom

Rom 5,12-14(18-21)

POOL

W
2

 

 

 

Die Epiſtel S. Pauli:
An die Römer.

 

C. V.

 

 

Aus dem Abschnitt

Adam vnd Chriſtus

Verse 12-14

 

 

Paulus schreibt:

 

Sünde.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gesetz.

 

 

 

 

 

 

 

 

DERhalben / wie durch einen Menſchen

die Sünde iſt komen in die Welt / vnd der Tod durch die ſünde / vnd iſt alſo der Tod zu allen Menſchen durch gedrungen / die weil ſie alle geſündiget haben. 13Denn die Sünde war wol in der Welt / bis auff das Geſetz / Aber wo kein Geſetz iſt / da achtet man der ſunde nicht. 14Sondern der Tod herrſchete von Adam an bis auff Moſen / auch vber die / die nicht geſündigt haben / mit gleicher vbertrettung / wie Adam / welcher iſt ein Bilde / des / der zukünfftig war.

 

Fakultativ: Verse 18-21

18 a WIe nu durch eines Sünde die verdamnis vber alle Menſchen komen iſt / Alſo iſt auch durch eines Gerechtigkeit die rechtfertigung des Lebens vber alle Menſchen komen. 19Denn gleich wie durch eines Menſchen vngehorſam viel Sünder worden ſind / Alſo auch durch eines Gehorſam werden viel Gerechten.

DAs Geſetz aber iſt neben ein komen / auff das die Sünde mechtiger würde. Wo aber die Sünde mechtig worden iſt / Da iſt doch die Gnade viel mechtiger worden / 21Auff das gleich wie die Sünde geherrſchet hat zu dem Tode / Alſo auch herrſche die Gnade durch die gerechtigkeit zum ewigen Leben / durch Jheſum Chriſt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(Bilde)

Wie Adam vns mit fremb­der ſün­de / on vn­ſer ſchuld ver­der­bet hat. Al­ſo hat vns Chri­ſtus mit fremb­der Gna­de / on vn­ſer ver­dienſt / ſe­lig ge­macht.

 

a

Wie Adams ſün­de vn­ſer ei­gen wor­den iſt. Al­ſo iſt Chri­ſtus ge­rech­tig­keit vn­ſer ei­gen wor­den.

 

 

 

»Frewet euch mit den Frölichen /

vnd weinet mit den Weinenden.

Habt mit allen Menſchen Friede.«

→Römerbrief 12,15.18

Zum Gebrauch

Für die inhaltliche und thematische Ge­stal­tung der Gottes­dien­ste schla­gen die Ord­nun­gen der evan­ge­li­schen Kir­chen bib­li­sche Texte vor.

Sie sind je­doch nicht nur für den Vor­trag im Gottes­dienst ge­dacht. Es sind gleich­zei­tig Lese­emp­feh­lun­gen für je­den, der sich für die christ­li­che Re­li­gi­on oder für die Bi­bel in der prak­ti­schen An­wen­dung in­ter­es­siert.

Wir möch­ten Sie daher aus­drück­lich da­zu er­mun­tern, die Text­stel­len ein­mal in Ihrer Bi­bel zu le­sen!

Über das Jahr be­trach­tet, wer­den Sie auf die­se Wei­se die we­sent­li­chen Text­zeug­nis­se ken­nen­ler­nen, auf die sich die christ­li­che Re­li­gi­on stützt.

 

Hinweise zur Stilkunst.de-Ausgabe der Lutherbibel von 1545

Erläuterungen zum Satz und zur Typografie des Bibeltextes

Der Text aus der Luther­bi­bel ist auf un­se­ren Sei­ten in An­leh­nung an das Druck­bild des Ori­gi­nals von 1545 wie­der­ge­ge­ben.

Den Sei­ten­auf­bau, die ver­wen­de­ten Schrif­ten, die Schreib­re­geln der Frak­tur­schrift und Luthers In­ten­tio­nen, mit der Ty­po­gra­fie Le­se­hil­fen be­reit­zu­stel­len, er­läu­tert dem in­ter­es­sier­ten Le­ser un­ser Ar­ti­kel »Satz und Ty­po­gra­fie der Luther­bi­bel von 1545«.

 
 
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