Matthäus 16,13-19

Das Hörbuch-Video zur Lutherbibel von 1545

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zur Lutherbibel von 1545

 

 

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Das Bekenntnis des Petrus

Evangelium nach Matthäus
16,13-19

vorgelesen von Reiner Makohl

 

 

 

Gedanken zum Text

 

Evangelium nach Matthäus
Kapitel 16, Verse 13-19

Das Bekenntnis des Petrus

Einleitung

Der Text Mt 16,13-19 ist ein zen­tra­ler Ab­schnitt im Neu­en Tes­ta­ment, in dem Pe­t­rus das Be­kenn­tnis ab­legt, dass Je­sus der Mes­si­as ist, und Je­sus ihm da­r­auf­hin ei­ne be­son­de­re Rol­le in der Kir­che zu­spricht.

Zusammenfassung

Der Text Matthäus 16,13-19 ist ein ent­schei­den­der Ab­schnitt, der die Iden­ti­tät Je­su als Mes­si­as und Sohn Got­tes of­fen­bart und die be­son­de­re Rol­le des Pe­t­rus in der Auf­bau­ar­beit der jun­gen Ge­mein­de be­tont.

Das Bekenntnis des Pe­t­rus und die da­rauf­fol­gen­de Ver­hei­ßung Je­su le­gen den Grund­stein für die Au­to­ri­tät und Be­stän­dig­keit der Kir­che. Je­sus er­klärt, dass die Wor­te des Pe­t­rus als gött­li­cher Of­fen­ba­rung ent­sprin­gen. Er gibt Pe­t­rus ei­ne füh­ren­de Rol­le in der jun­gen Ge­mein­de, die ge­gen al­le Mäch­te des Bö­sen be­ste­hen wird.

Jesus überträgt an Pe­t­rus und so­mit den Ge­mein­den und ih­ren Mit­glie­dern die Au­to­ri­tät zur Ver­ge­bung der Sün­den und da­mit die Au­to­ri­tät, über die Zu­ge­hö­rig­keit zur Ge­mein­schaft auf Er­den und im Him­mel zu ur­tei­len.

Inhalte

Kontext

Jesus ist mit seinen Jün­gern in die Ge­gend von Cae­sa­rea Phi­lip­pi ge­zo­gen. Die­se Re­gi­on liegt im Nor­den Is­ra­els und ist be­kannt für ih­re heid­ni­schen Tem­pel und Göt­zen­ver­eh­rung, was den Hin­ter­grund für das fol­gen­de Ge­spräch bil­det.

Verse 13-14: Die Frage nach der Identität Jesu

Jesus fragt sei­ne Jün­ger, was die Men­schen über ihn sa­gen. Die Ant­wor­ten der Jün­ger zei­gen, dass die Leu­te Je­sus als be­deu­ten­den re­li­gi­ö­sen Füh­rer und Pro­phe­ten be­trach­ten, aber sie ver­ste­hen sei­ne wah­re Iden­ti­tät nicht voll­stän­dig.

Verse 15-16: Das Bekenntnis des Pe­t­rus

Jesus stellt die Fra­ge di­rekt an sei­ne Jün­ger. Si­mon Pe­t­rus ant­wor­tet, dass Je­sus der Mes­si­as (Chris­tus) und der Sohn des le­ben­di­gen Got­tes ist. Die­ses Be­kennt­nis ist ent­schei­dend, da es Pe­t­rus’ Ver­ständ­nis und Glau­ben an Je­su wah­re Iden­ti­tät of­fen­bart.

Vers 17: Die göttliche Offenbarung

Jesus er­klärt, dass Pe­t­rus’ Er­kennt­nis nicht aus mensch­li­cher Weis­heit stammt, son­dern ei­ne Of­fen­ba­rung Got­tes ist. Dies be­tont die gött­li­che Na­tur des Glau­bens­be­kennt­nis­ses und die be­son­de­re Rol­le, die Pe­t­rus in der Heils­ge­schich­te spielt.

Vers 18: Die Verheißung an Pe­t­rus

Jesus gibt Si­mon ei­nen neu­en Na­men, Pe­t­rus, was »Fels« be­deu­tet. Er sagt, dass auf die­sem »Fel­sen« (Pe­t­rus und sein Glau­bens­be­kennt­nis) er sei­ne Ge­mein­de bau­en wird. Die »Pfor­ten der Höl­le« (»Hölle« ist das Totenreich) wer­den die Ge­mein­de nicht über­wäl­ti­gen, was die Be­stän­dig­keit der Ge­mein­de trotz al­ler Ver­fol­gun­gen un­ter­streicht.

Vers 19: Die Schlüssel des Himmelreichs

Jesus überträgt Pe­t­rus die »Schlüs­sel des Him­mel­reichs«, ein Sym­bol für Au­to­ri­tät und Ver­ant­wor­tung. »Bin­den« und Lö­sen»« be­zie­hen sich auf die Au­to­ri­tät, Ent­schei­dun­gen zu tref­fen, die so­wohl auf Er­den als auch im Him­mel Gül­tig­keit ha­ben.

Daraus folgt, dass Jesu Ge­bo­te über das Rich­ten nicht be­deu­ten, dass Chris­ten nicht da­rü­ber ur­tei­len dür­fen, was christ­lich und was nicht christ­lich sei. Die Au­to­ri­tät, sol­che Ur­tei­le zu tref­fen, sind dem Men­schen über­tra­gen, und nicht Je­sus al­lein im »Jüngs­ten Ge­richt« vor­be­hal­ten. Al­ler­dings gilt durch­aus, dass je­der, der ur­teilt, selbst an die­sem Ur­teil ge­mes­sen wer­den wird.

 

 

Liturgiegeschichtliche Verwendung
Perikope Typ Tag
1531 - 1898  

Keine Verwendung an Sonntagen, Feiertagen und Gedenktagen

1899 - 1978  

Keine Verwendung an Sonntagen, Feiertagen und Gedenktagen

Lutherische Kirchen
1958-1978
 

Mt 16,13-19

Reihe I

→ Tag der Apostel Petrus und Paulus
(29. Juni)

1979 - 2018  

Mt 16,13-19

Evangelium +
Reihe I

→ Pfingstmontag

Mt 16,13-19

Evangelium

→ Tag der Apostel Petrus und Paulus
(29. Juni)

seit 2019  

Mt 16,13-19

Reihe I

→ Pfingstmontag

Mt 16,13-19

Evangelium +
Reihen II + V

→ Tag der Apostel Petrus und Paulus
(29. Juni)

 

 

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Frakturschrift ist nicht leicht zu le­sen. Die Vi­de­os zei­gen aus­ge­wähl­te Tex­te aus der Luther­bi­bel von 1545, vor­ge­le­sen von Reiner Makohl.

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Gedanken zu biblischen Texten

→Gedanken zu biblischen Texten

Un­se­re Rei­he »Ge­dan­ken zu bi­b­li­schen Tex­ten« bie­tet Tex­te und Vi­de­os mit Ge­dan­ken zu aus­ge­wähl­ten Pe­ri­ko­pen und Text­ab­schnit­ten der Bibel.

 

 

Zum Gebrauch

Die Lutherbibel von 1545 ist mit ihrem Frak­tur­zei­chen­satz nicht leicht zu le­sen. Wir bie­ten Vi­de­os, in de­nen aus­ge­wähl­te Pe­ri­ko­pen aus den Sonn- und Fei­er­tags­rei­hen vor­ge­le­sen wer­den.

Wir empfehlen, die Vi­de­os im Voll­bild­mo­dus zu ge­nie­ßen.

 

 

Credits zum Video:

©2024 by Reiner D. Makohl | www.stilkunst.de

Bibeltexte: Dr. Martin Luther, Biblia, Wittenberg 1545
Zeichensätze der Frakturschriften, Typografie & Layout,
Video: Reiner D. Makohl

Sprecher: Reiner D. Makohl
Musik: ©Bluevalley, J.S.Bach, Präludium in C-Dur, Gitarre

 

 

Sabrina

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SK Version 28.06.2024